Start in die fünfte Jahreszeit Liebe Leserin, lieber Leser,

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Fasching, Fastnacht, Karneval: In dieser Woche wird vielerorts gefeiert und getrunken - oft mit Smartphone in der Hand. Fünf Tipps, damit man sich dabei nicht zum Narren macht.


heute beginnt für viele eine verrückte Woche. Auch wenn man hier in Hamburg kaum etwas davon mitbekommt, geht es in meiner rheinischen Heimat ab Donnerstag richtig rund - und zwar mit Alaaf (irgendwo bestimmt auch mit Helau).

Die Digitalisierung hat auch bei diesem uralten Fest, heißt es nun Karneval, Fasching oder Fastnacht, längst um sich gegriffen: Ein riesiges Angebot an Karnevals-Apps etwa soll das Feiern erleichtern. Sie zeigen an, wo die nächsten Toiletten zu finden sind, geben Auskunft über Termine, Liedtexte oder den geschätzten Alkoholgehalt, den man mittlerweile im Blut haben dürfte.

DPA

Aber Achtung, hier geht es um die Königsdisziplin: Smartphone-Nutzung unter Alkoholeinfluss. Jahrzehntelange Erfahrung im Straßenkarneval haben mich einiges gelehrt - deshalb gebe ich gern allen Jecken fünf Tipps mit auf den Weg:

1. Tippen: Wenn man bereits beim Entsperren des Telefons Probleme hat, ist wohl kaum der richtige Zeitpunkt für Nachrichten an Ex-Partner oder Chef. Auch vom Herunterladen von Apps sollte man im betrunkenen Zustand grundsätzlich absehen - sowie von jedem ungewohnten Bezahlvorgang.

2. Knipsen: Karneval wird viel getrunken und gleichzeitig viel fotografiert - eine gefährliche Mischung. Posten Sie keine Bilder von Menschen ohne deren Einverständnis! Und auch wenn andere nur im Hintergrund auf der Straße zu sehen sind, hilft ein kurzes Innehalten: Würden Sie selbst gern so gezeigt werden? Und nur weil gerade scheinbar alle außer Rand und Band sind: Das Recht am eigenen Bild gilt auch für fiese Clowns am Rosenmontag.

3. Anrufen: Nur wenige Menschen werden gern nachts vom Anruf einer lallenden Person geweckt, die gerade in einer Karnevals- oder Faschingshochburg feiert. Also kurzer Check vorher: Wie spät ist es gerade? Was dürfte die angerufene Person gerade tun? Und was will ich eigentlich sagen?

4. Surfen: In der fünften Jahreszeit ist das Internet übrigens nicht sicherer als sonst. Auch Weiberfastnacht gilt also: Vorsicht vor ungesicherten WLAN-Hotspots und sowieso immer, wenn Sie persönliche Daten oder ein Passwort eingeben müssen. Auf was für einer miesen Party sind Sie überhaupt, dass Sie ein Passwort in ihr Telefon eingeben möchten?

5. Verzichten: In der einen Hand ein Mettbrötchen, in der anderen ein Kölsch und das Smartphone? Das ist nur was für Könner. Und: Wat fott es, es fott! Im Gewühl ist das - natürlich gesperrte - Smartphone in einer geschlossenen Tasche besser aufgehoben als in der Hand, also lassen Sie es doch einfach mal stecken. Und dann? Haken Sie sich einfach beim Nebenmann unter - und schunkeln Sie mit.

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Klassiker-Comeback: "Shadow of the Colossus" erscheint für Playstation 4

"Shadow of the Colossus"
Sony

"Shadow of the Colossus"

Auch einige Gamer dürften mit Vorfreude in diese Woche starten. Am Mittwoch erscheint nämlich die Neuauflage des Playstation-2-Klassikers "Shadow of the Colossus".

Selten hat unser Spieletester Carsten Görig so von einem Spiel geschwärmt: "Märchenhaft, anrührend und intensiv" sei das Spiel, "eine durch und durch geglückte Neubearbeitung, die das Meisterwerk von damals in neuem Glanz erscheinen lässt". Lesen Sie hier seine komplette Rezension.

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Klassiker-Comeback: So sieht das neue "Shadow of the Colossus" aus

Sicher im Netz unterwegs: Safer Internet Day

Bevor aber in dieser Woche geschunkelt oder gespielt wird, geht es am morgigen Dienstag um IT-Sicherheit: Wie jedes Jahr findet am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats der Safer Internet Day statt. Die Europäische Union hat den Aktionstag initiiert, um Nutzer dazu zu bewegen, der eigenen Sicherheit im Netz mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Zum Tag der Internetsicherheit gibt es in Europa verschiedene Veranstaltungen und Aktionen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrem Videopodcast: "Es geht letztlich um die Souveränität jedes einzelnen Menschen."

Seltsame Digitalwelt: Datenflatrate in Israel
eine Anekdote von Angela Gruber

Kürzlich reiste ich nach Israel und besorgte mir direkt am Ben-Gurion-Flughafen eine israelische Sim-Karte, freie Telefonate und jede Menge Datenvolumen inklusive - für vergleichsweise wenig Geld. Wer die Preise an den Verkaufsständen sieht, kann beim Gedanken an den heimischen Mobilfunkvertrag und das inkludierte Datenpaket gleich schlechte Laune bekommen. Kostet unbegrenztes mobiles Datenvolumen in Deutschland laut einer aktuellen Studie rund 200 Euro, gibt es in Israel entsprechende Tarife günstiger, für deutlich unter 50 Euro.

Ein israelischer Freund aber konnte den teuren deutschen Datenpaketen beim Abendessen in Tel Aviv auch etwas Gutes abgewinnen: "Immerhin hängen die Deutschen deshalb nicht ganz so oft an ihren Smartphones wie die Israelis", sagte er.


App der Woche: "Meteorfall: Journey"
getestet von Tobias Kirchner

Eric Fararro

Das Kartenspiel "Meteorfall: Journey" ist schick und schnell verstanden, gleichzeitig aber auch herausfordernd. Der Spieler wählt zu Beginn zwischen vier Helden, deren Starterkarten sich stark unterscheiden. Ist die Wahl getroffen, müssen Monster in drei Gebieten besiegt werden, damit die Welt nicht durch einen Meteoriten zerstört wird. Jede Karte hat eine andere Fähigkeit, etwa Attacken, Zauber, Heilung oder Schutz.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert: Zuerst ist der Held dran, dann das Monster. Das erfordert einiges an Taktik, denn der Einsatz der Karten verbraucht Ausdauerpunkte. Nur wer sie richtig einteilt und die gesammelten Karten klug verwendet, wird es bis zum Ende schaffen. Sind alle Lebenspunkte verbraucht, beginnt die Reise von vorn.

Für 3,49 Euro (iOS) oder 2,89 Euro (Android) von Eric Farraro, keine In-App-Käufe.

Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

  • "Missverständnisse zur Blockchain" (7 Leseminuten)
    Was ist eine Blockchain? Und viel wichtiger: Was ist sie nicht? Der IT-Journalist Torsten Kleinz nimmt einen fehlerhaften Artikel aus dem Onlineangebot der ARD zum Anlass, Sinn und Zweck der Technik leicht verständlich zu erklären.

Ich wünsche Ihnen eine heitere Woche - ob mit oder ohne Alaaf!

Judith Horchert

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
phekie 06.02.2018
1. Ist das aus der Schülerzeitung?
Was hat eine Party mit einer Passworteingabe zu tun? Gar nichts! Wieso soll ich da also vorsichtiger also sonst sein? Diese ganzen Tipps sind was für Achtklässler oder weniger. Was kommt als nächstes? Wie steige ich in eine S-Bahn ein? Fahrplan lesen, Richtung checken, nicht zu nah an die Bahnsteigkante, warten bist die Tür auf geht, erst aussteigen lassen, dann einsteigen, weg von der Tür wenn sie zu geht und am richtigen Ort wieder aussteigen. Könnte man auch mal einen Artikel machen.
RalfBukowski 06.02.2018
2. Der beste Tipp:
Das Smartphone einfach mal zu Hause lassen. Ja, es soll Menschen geben, die ohne so ein Teil zu einer Party gehen können. Denn: Warum gehe ich zu einer Party? Um Menschen zu treffen. Dazu brauche ich das Smartphone nicht.
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