Vermessung der Welt: Amazon kauft 3-D-Kartendienst

Amazon kauft das 3-D-Kartographie-Unternehmen UpNext auf, berichtet GigaOm. Damit könnte das Unternehmen in das Rennen um neueste Kartentechnik einsteigen - in Konkurrenz zu Google, Apple und Microsoft.

Produktseite von UpNext (Screenshot): Der 3-D-Stadtführer erinnert eher an ein Computerspiel Zur Großansicht

Produktseite von UpNext (Screenshot): Der 3-D-Stadtführer erinnert eher an ein Computerspiel

Der Kindle Fire könnte 3-D-Karten bekommen: GigaOm berichtet, dass der Internethändler und Datendienstleister Amazon die Firma UpNext aufgekauft hat. Die spezialisiert sich auf dreidimensionale Landkarten. GigaOm vermutet, dass Amazon damit den Kindle Fire unterstützen könnte, mit eigenem Kartenmaterial und Einkaufsführer, um nicht auf Drittanbieter wie Google oder Microsoftangewiesen zu sein.

Das bleibt vorerst Spekulation - ebenso wie der Kaufpreis für das Start-up. Weder Amazon noch UpNext gaben den Kauf offiziell bekannt oder kommentierten ihn im Netz.

UpNext, gegründet in New York 2007, hat sich auf die Darstellung und Navigation von Innenstädten spezialisiert. Augenfälliges Merkmal ist die vereinfachte 3-D-Grafik, in der die UpNext-App derzeit insgesamt 23 amerikanische Innenstädte hochdetailliert darstellt.

Außerdem ist UpNext noch mehr ein Empfehlungsdienst als etwa Googles Gelbe- Seiten-Dienst Places. Die Suche nach dem richtigen Restaurant oder falschen Museum rückt die App ins Zentrum und verknüpft sie mit "sozialen Features": Hinweise und Tipps anderer UpNext-Nutzer. Die Grundidee von UpNext scheint eher ein 3-D-Stadtführer zu sein, als ein Verzeichnis aller Dienstleistungen in der Nähe des Nutzers.

Interessant wird nun sein, wie sich die Karten-Konkurrenz zwischen Google, Apple, Microsoft und jetzt auch Amazon entwickelt. Die perfekte Navigation in Innenstädten scheint allen Firmen höchst attraktiv; es fehlt nur noch ein Start-up, das die Provinz mit eben so viel Eifer erschließt.

kno

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1. 3D ist verzichtbar...
franxinatra 03.07.2012
... wenn die Daten nur aktuell genug sind. In so fern sind Bezahldienste leider immer eine Nasenlänge vor den OS-Karten voraus; diese aber dürften bei den ländlichen Regionen die Favoriten werden.
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  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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