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13. Dezember 2012, 10:18 Uhr

Karten-App

Google Maps läuft wieder auf dem iPhone

Lange mussten iPhone-Besitzer warten, nun haben sie eine Google-Alternative zum unglücklich gestarteten Kartenprogramm Apple Maps. Google Maps für iOS ist ab sofort im App Store zu haben. Die ersten Tester sind von der neuen App sehr überzeugt.

Mountain View - Endlich nicht mehr verfahren: Google hat seinen Kartendienst für Apples Mobilplattform iOS 6 angepasst und am 13. Dezember in Apples App Store veröffentlicht. Damit haben auch iPhone-Nutzer mit einem Modell ab dem iPhone 3GS und dem Betriebssystem iOS 6 Zugriff auf ein umfangreiches Navigationsangebot. Neben der Routenplanung sollen Angaben zur aktuellen Verkehrslage, dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr und eine Satellitenansicht nebst Street View und Google Earth geliefert werden.

Seit der Umstellung auf die neue iPhone-Betriebssystemversion iOS 6 hatte es keine eigene Google-Maps-Anwendung mehr gegeben. Apple hatte stattdessen einen eigenen Kartendienst integriert - der sich aber als äußerst fehlerhaft erwies. Nutzer protestierten, Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich schließlich und feuerte den verantwortlichen Manager.

Die neue Google-App versorgt den Nutzer auch mit Informationen zu Restaurants, Geschäften oder Theatern. Letzteres dürfte in den USA deutlich besser funktionieren als in Europa, dort werden beispielsweise die Restaurantbewertungen des Unternehmens Zagat in die Suchergebnisse integriert. Google hatte die Firma Ende 2011 gekauft. Über 80 Millionen Betriebe und Sehenswürdigkeiten seien erfasst worden, heißt es im offiziellen Google-Blog.

Keine "Featuritis"

Die Anwendung ist - so vorhanden - an das Google-Konto des Nutzers gekoppelt, damit integriert der Dienst auch Bewertungen, die der Anwender auf Google+ hinterlassen hat. Die ersten Reaktionen fallen positiv aus. Die "New York Times" findet die Karten-App "phantastisch", nicht nur das Design und die Bedienung seien hervorragend gestaltet. Das Datenmaterial sei ebenfalls akkurat. Kein Wunder, verwende Google doch neben den Inhalten vom Navi-Spezialisten TomTom eigene Daten. Die stammen unter anderem aus den 3000 für Street View gescannten Städten sowie der mühsamen Arbeit hunderter Google-Angestellter, die mögliche Fehler akribisch ausmerzen.

Auch der Nutzer könne leicht zur Verbesserung beitragen, einfach das iPhone schütteln und schon sei die Fehlermeldung unterwegs. Trotz all dieser Funktionsvielfalt sei die App kein Beispiel für "Featuritis". Vielmehr sei sie schlicht, schnell und elegant. Google habe sogar eingestanden, die Apple-App sei noch besser als die Version fürs hauseigene Android-Betriebssystem.

Auch bei The Verge ist man vom Karten-Neuling angetan und findet Google Maps fürs iPhone "die beste Option für Smartphones, einschließlich Android". Leider sei die App nicht gesondert für die Nutzung auf dem iPad angepasst, Google habe die entsprechende Abstimmung auf den größeren Bildschirm für später zugesagt. Vorteilhaft sei der Umstand, dass Google eine native Anwendung geschaffen habe. Diese arbeite mit Vektoren anstelle von Grafik-Kacheln. Die Folge: kürzere Ladezeiten und geringere Datenkosten. Die könnten noch niedriger gehalten werden, würde Google Maps für iOS auch einen Offline-Modus bereitstellen. Da bleibe nur die Hoffnung, dass Google das noch nachholen werde.

meu

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