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Virenexperte Kaspersky: Schadsoftware soll Atomkraftwerk und Raumstation befallen haben

Internationale Raumstation: Laut Kaspersky nicht vor Computerviren gefeit Zur Großansicht
DPA

Internationale Raumstation: Laut Kaspersky nicht vor Computerviren gefeit

Der gefährliche Computerwurm Stuxnet scheint zurück. Die Software, die iranische Atomanlagen sabotierte, soll mindestens ein russisches Atomkraftwerk infiziert haben, sagt IT-Experte Jewgenij Kaspersky. Auch die Internationale Raumstation soll Virenprobleme haben.

Ist Stuxnet zurück? Der berühmte Computerwurm habe ein russisches Atomkraftwerk befallen, sagte Jewgenij Kaspersky bei einem Auftritt im Canberra Press Club in Australien. Kaspersky will von einem Mitarbeiter des nicht näher benannten Kraftwerkes erfahren haben, dass die vom Internet abgekoppelte Anlage "schlimm von Stuxnet befallen" sei. Es ist nicht die einzige Horrorgeschichte, die er bei seiner Rede (YouTube-Video) zum Besten gab.

Der Computerwurm Stuxnet sorgte weltweit für Aufsehen, als er im Juni 2010 von einer weißrussischen Sicherheitsfirma entdeckt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Schädling bereits mehrere Jahre lang unentdeckt agiert. Als Angriffsziel wurde seinerzeit die iranischen Anlagen zur Urananreicherung in Natanz identifiziert.

Unbemerkt hatte der Wurm dort die Scada-Steuerung (Supervisory Control and Data Acquisition) von Uran-Zentrifugen manipuliert und möglicherweise Tausende der Hightech-Maschinen durch leichte Änderungen der Umdrehungsgeschwindigkeit zerstört. Experten gehen davon aus, dass der Wurm über einen USB-Stick in die Anlage eingeschleust worden sei. Als Urheber der Software werden die USA und Israel vermutet.

Genau so soll der Wurm nun auch in das ansonsten vom Netz abgeschottete russische Atomkraftwerk gelangt sein. Ob oder welche Schäden die Software dabei angerichtet hat, erklärte Kaspersky nicht. Belege für einen Angriff legte er nicht vor.

Viren auf der ISS

Nach Angaben Kasperskys, der selbst eine Firma für Antivirensoftware betreibt, hat auch die Internationale Raumstation ISS mit Computerviren zu kämpfen. Manchmal würden Wissenschaftler mit infizierten USB-Sticks im Gepäck zur Raumstation fliegen. "Kein Scherz", sagte Kaspersky. "Ich habe mit russischen Raumfahrern gesprochen, und die haben gesagt, dass es von Zeit zu Zeit Virusepidemien auf der Raumstation gibt", zitiert "The Atlantic Wire" den Russen.

Tatsächlich gab es 2008 einen Bericht über einen Virenbefall von Computern auf der ISS. Der damals gefundene Schädling W32.Gammima.AG sei aber keine Bedrohung für die Steuerungs- und Kontrollsysteme der Anlage gewesen. Vielmehr habe es sich bei dem Virus um ein Programm gehandelt, das persönliche Informationen von PC-Usern ausspähen sollte. Schon damals war festgestellt worden, dass viele der an Bord der ISS genutzten Laptops ohne Virenschutz betrieben werden.

Die Raumstation kreist seit 1998 im Erdorbit. Viele der an Bord aktiven Rechner laufen seither mit einem Linux-Betriebssystem (PDF). Einige Laptops waren allerdings auch mit Windows NT bestückt. Mitte 2013 entschied sich die Nasa, ganz auf Linux umzustellen. Von einigen der russischen Laptops an Bord der Raumstation ist nicht bekannt, mit welchem Betriebssystem sie laufen.

mak

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insgesamt 35 Beiträge
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1. Kaspersky und Co: Staatsfeinde!
krulle 12.11.2013
Liebe NSA, liebe anglo-sächsische Regierungen: da ihr massiv gegen Gesetze verstossen habt, und gegen die Aufdecker wegen Staatsverrat vorgeht, tut ihr das auch gegen die Anti-Viren Sicherheitsexperten, die Eure Machenschaften a la Stuxnet aufgedeckt haben?
2. Schwachsinn,
radeberger78 12.11.2013
Zitat von sysopDPADer gefährliche Computerwurm Stuxnet scheint zurück. Die Software, die iranische Atomanlagen sabotierte, soll mindestens ein russisches Atomkraftwerk infiziert haben, sagt IT-Experte Jewgenij Kaspersky. Auch die Internationale Raumstation soll Virenprobleme haben. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kaspersky-schadsoftware-hat-atomkraftwerk-und-iss-befallen-a-933082.html
seit wann kann man auf die Raumstation USB Sticks mit nehmen, geschweige denn Programme von einem USB Stick ausführen lol. Die ISS hat Satellitenkommunikation, Internet wozu dann noch USB Sticks da ist jedes Gramm abgezählt was hochgeschossen wird.
3. Feinde die ich rief, werde ich nicht mehr los
hdudeck 12.11.2013
Zitat von sysopDPADer gefährliche Computerwurm Stuxnet scheint zurück. Die Software, die iranische Atomanlagen sabotierte, soll mindestens ein russisches Atomkraftwerk infiziert haben, sagt IT-Experte Jewgenij Kaspersky. Auch die Internationale Raumstation soll Virenprobleme haben. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kaspersky-schadsoftware-hat-atomkraftwerk-und-iss-befallen-a-933082.html
War es nicht die USA, die in einem solchen (Angriffs) Fall einen massive militaerischen Vergeltungsschlag fuehren wollte? Vorsicht Jungs, dass das nicht ploetzlich nach hinten losgeht.
4. NSA und die Eingriffe in die Netzwelt
rolandjulius 12.11.2013
Hier #5 17.07.2013 21:19 von rolandjulius Wo Zu nutzen die NSA Spähprogramme? Im geringsten Fall um Sie besser kennen zu lernen. Im schlimmsten Fall um Sie zu ruinieren. Die Programme können Alles, auch die Wahl eines beliebigen Landes manipulieren. Sie können Alles, deshalb wurde für deren Installation so viel Geld ausgegeben! Glauben Sie Herrn Snowden. Er hat es bereits geschildert. Antworten / Zitieren Beitrag melden mein damals veröffentlichter Blog : Und wenn sie ein beliebiges Flugzeug vom Himmel holen wollen, dann können sie das auch.
5. Nöö!
rodelaax 12.11.2013
Zitat von radeberger78seit wann kann man auf die Raumstation USB Sticks mit nehmen, geschweige denn Programme von einem USB Stick ausführen lol. Die ISS hat Satellitenkommunikation, Internet wozu dann noch USB Sticks da ist jedes Gramm abgezählt was hochgeschossen wird.
Natürlich haben die Astronauten USB-Sticks mit privaten Inhalten dabei. Was denken Sie denn, wieviel Kilo ein USB-Stick wiegt?
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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