"Hacker-Brause": Weil so schön prickelt auf meine Tastatur

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Viel, viel Koffein brauchen Hacker für ihren nächtlichen Aktivismus. Neben den Klassikern Kaffee und Cola gibt es Alternativen, die das Buch "Hacker-Brause" liebevoll vorstellt. Eine der Flüssigkeiten schafft gerade den Sprung in den Mainstream.

Was ist eigentlich Hacker-Brause? Eine Einführung bietet dieses Buch Zur Großansicht
O`Reilly

Was ist eigentlich Hacker-Brause? Eine Einführung bietet dieses Buch

Eine herbe Brause mit viel Koffein ist das Hacker-Getränk schlechthin: Club-Mate. Hergestellt wird die Brause, die begeisterte Abnehmer in Großstädten gefunden hat, in einer kleiner Gemeinde in Bayern, von einer Brauerei, die lange Zeit viel lieber ihr eigenes Bier verkaufen wollte. Damals wurden die Mate-Enthusiasten aus Hamburg fast vom Hof gejagt.

Wie die Brause sich in Hacker- und Party-Kreisen verbreitete, schließlich nach Berlin kam und mittlerweile sogar zu horrenden Preisen in den Vereinigten Staaten erhältlich ist, erzählen Kathrin Ganz, Jens Ohlig und Sebastian Vollnhals in ihrem Buch "Hacker-Brause". Daneben beschäftigen sich die drei Autoren ausführlicher mit der Wirkung von Koffein und erklären die Mate-Tee-Trinkkultur, wie sie in Südamerika gepflegt wird.

Außerdem berichten die Autoren allerhand über Indie-Brausen wie Premium- oder Rebell-Cola und über sogar über Energy Drinks. Natürlich gibt es Rezepte, um Mate-Brause oder Cola in Eigenregie zu produzieren. Vielleicht sogar etwas besser, als es die industriellen Hersteller hinbekommen. Überhaupt gibt es Parallelen zwischen den Indie-Brausebrauern, die eigene Kleinauflagen von Mate-Limonade produzieren und den Computergeeks mit ihren Codezeilen. Prozesse müssen verstanden, bestehende Systeme kreativ genutzt werden.

Schließlich zeigen die drei Autoren, dass sich Club-Mate nicht nur als Wachmacher oder, in Verbindung mit Alkohol, als Party-Stimulanz eignet, sondern genauso gut zum Kochen. Kuchen, Sorbet, sogar Chili, alles soll besser werden und schmecken mit Club-Mate. Echte Hacker beschränken sich eben nicht auf Computer - sie hacken auch ihre Geschmacksknospen.

Der Überblick - "kurz & geek" ist der Untertitel des Buchs - macht Lust auf mehr, mehr Brause und mehr Anekdoten. Eine erste Anlaufstelle ist die hacker.brau.se-Website. Besser noch macht man sich selbst auf, fahndet nach einem kleinen Getränkeladen in Hamburg-Altona oder begibt sich auf die Spuren eines Spätkaufs in der Berliner Liebigstraße. Es gibt mehr als Industrie-Cola dort draußen, bleibt wach!

Kathrin Ganz, Jens Ohlig, Sebastian Vollnhals: Hacker-Brause. O'Reilly, 144 Seiten, 9,90 Euro

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