08. Mai 2012, 14:23 Uhr

re:publica-Highlights

Kathrin Passigs Standardsituationen der Technologiebegeisterung

Brüderlichkeit, Weltfrieden, unbegrenztes Wissen - ganz automatisch durch das Internet? Nicht so schnell. Auf der re:publica präsentierte die Schriftstellerin Kathrin Passig ihren ganz eigenen Blick auf allzu große Netz-Euphorie. Hier die Aufzeichnung in voller Länge - mit konkretem Selbsthilfeteil.

Twitter als todsicheres Mittel gegen den Völkermord? Die Begeisterung über neue Technologien prophezeit die tollsten Dinge. Bestseller-Autorin und Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig hat sich für ihren re:publica-Vortrag in der Geschichte umgesehen. Sie erzählt, welche Menscheitsgeißel durch das Automobil abgeschafft werden sollte und wie das einmal als Faxgerät als Segen für den Planeten galt.

Doch ganz so automatisch, wie es die all zu Begeisterten gerne hätten, vollzieht sich gesellschaftlicher Wandel eben doch nicht. Passigs Vortrag ist das Gegenstück zu ihren 2006 im "Merkur" erschienenen "Standardsituationen der Technologiekritik". (Wer die ersten Standardsituationen schon kennt: Der Vortrag beginnt mit einem Schnelldurchlauf des älteren Textes. Bei Minute acht fängt der eigentliche Vortrag an.)

ore


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