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Crowdfunding-Plattform: Kickstarter startet in Deutschland

Deutsche Kickstarter-Seite: Los geht es am 12. Mai Zur Großansicht

Deutsche Kickstarter-Seite: Los geht es am 12. Mai

Portale wie Indiegogo und Startnext bekommen neue, altbekannte Konkurrenz. Am Dienstag ist ein deutscher Ableger der Crowdfunding-Plattform Kickstarter online gegangen. Geld gesammelt werden kann dort ab Mitte Mai.

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist jetzt auch offiziell in Deutschland angekommen. Seit Dienstag ermuntert eine deutschsprachige Seite Kreative und Wagemutige dazu, eigene Projekte auf den Weg zu bringen. Unterstützer können ab dem 12. Mai gesucht werden, bis dahin sind noch keine Spenden möglich.

Kickstarter bietet Erfindern, Künstlern und Start-ups die Möglichkeit, von Internetnutzern Geld für ihre Ideen zu sammeln. Seit 2009 kamen so nach Angaben des Unternehmens 1,5 Milliarden Dollar für rund 83.000 Projekte zusammen. Immer wieder scheitern allerdings auch Vorhaben, für die sich auf Kickstarter nicht genug Zuspruch findet. Die zugesagten Spenden werden in solchen Fällen nicht ausgezahlt: Geld fließt nur, wenn ein vorab festgelegter Mindestbetrag zusammenkommt.

Kickstarter ist die größte und wohl bekannteste Crowdfunding-Plattform, es gibt jedoch zahlreiche Alternativen. Der große Konkurrent Indiegogo etwa hat seit Längerem eine Portalseite auf Deutsch, über die sich Projekte auch in Euro finanzieren lassen. Und mit Startnext existiert auch eine größere deutsche Plattform, mit Mitarbeitern in Dresden und Berlin.

Maximal 60 Tage Geld sammeln

In Deutschland geht Kickstarter mit 15 Projektkategorien an den Start, darunter Journalismus, Kunsthandwerk und Musik. Wie lange für ein Projekt gespendet werden kann, können dessen Initiatoren selbst entscheiden - maximal darf eine Finanzierungsphase 60 Tage dauern.

Kickstarter schreibt, statistisch gesehen seien Projekte mit einer Finanzierungsphase von 30 Tagen oder weniger am erfolgreichsten: "Kürzere Projekte geben ein Gefühl von Vertrauen und motivieren deine Unterstützer, in das Projekt einzusteigen."

Zum Festlegen des Mindestbetrags heißt es im offiziellen Online-Ratgeber: "Falls dein Projekt erfolgreich finanziert wird, erhebt Kickstarter eine Gebühr von fünf Prozent des finanzierten Betrags. Außerdem kommen noch Kreditkartengebühren hinzu (drei bis fünf Prozent); und Steuern sind für jedes Projekt sehr unterschiedlich."

mbö/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. steuern
eieieieieiei 28.04.2015
Auf spenden muessen Steuern gezahlt werden? Gilt das auch fuer partei spendenvon z.b. heckler u koch? Oder nur fuer den otto normal buerger-startup?
2.
derMarkus 28.04.2015
Mit den Steuern verhält sich das so: Bietet man für eine Gegenleistung im Rahmen des eigenen Start-Ups an, dann werden dafür Steuern fällig, da man ja sein Produkt sozusagen im Voraus verkauft. Auf Spenden ohne Sachgegenleistung werden keine Steuern erhoben.
3. Investment
minsk60 28.04.2015
Ist die Grundidee bei Kapitalbedarf nicht, daß man Anteile am Projekt oder Zinsen anbietet. Warum sollte man ohne Eigennutzen anderen bei der kostenlosen Verwirklichung ihres Traumes helfen?
4. @3
HenryFromWob 28.04.2015
Beim Crowdfunding werden im Gegensatz zum Crowdinvesting keine Unternehmensanteile erworben. Stattdessen erhalten die Beitragenden oft eine materielle Gegenleistung wie z.B. das später käufliche Produkt dafür, dass sie Vorschub für das Geschäftsmodell leisten. Dies kann auch als Gradmesser für das Interesse an einer Idee genutzt werden, um anschließend weitere Geldgeber zu überzeugen.
5. Verbraucher- und Investorenschutz
specialsymbol 28.04.2015
Gab es nicht kürzlich erst mehrere Artikel darüber, dass man als Starter einer Kickstarterkampagne in Deutschland teilweise im Investorenschutz, teilweise im Verbraucherschutz haftbar ist, möglicherweise sogar in beiden Fällen? Das würde für Gründer nicht überschaubare finanzielle Risiken darstellen, bis hin zur Haftung mit dem eigenen Vermögen. Im Investorenschutz wäre sogar strafrechtliche Verfolgung möglich. So lange die rechtliche Situation von Crowdfunding in Deutschland Crowdfunding nicht klar geregelt ist, insbesondere was den Schutz von Gründern angeht, würde ich davon die Finger lassen und lieber in den USA gründen.
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