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Killer-Spam: Zahl oder stirb

Eine neue Spamwelle versetzt US-Bürger in Angst und Schrecken. In den E-Mails wird den Empfängern angedroht, man werde sie umbringen, wenn sie nicht hohe Summen bezahlten. Angeblicher Absender: ein Berufskiller.

Subtil waren Spam-Mails ja noch nie. Aber was da im Augenblick in US-Postfächer schwappt, hat schon eine andere Qualität als die üblichen Rolex- und Viagra-Marktschreiereien. Diesmal geht es um Mord.

Droh-E-Mails: Schöne Grüße vom angeblichen Berufskiller

Droh-E-Mails: Schöne Grüße vom angeblichen Berufskiller

Die Bundespolizei FBI hat die Empfänger der Droh-Mails gebeten, auf keinen Fall zu antworten. Der Absender gibt sich als Auftragsmörder aus, der angeblich angeheuert wurde, um den Empfänger der E-Mail umzubringen. Er würde sich aber überreden lassen, aus dem Vertrag auszusteigen, wenn man ihn entsprechend vergütet, so der Text sinngemäß. Der Empfänger wird auch gewarnt, sich nur ja nicht mit den Behörden in Verbindung zu setzen.

Das FBI geht davon aus, dass die E-Mails von außerhalb der USA verschickt werden, mehr wurde bislang nicht bekanntgegeben. Es scheint sich aber um mehr als nur auf gut Glück verschickte Massenmails zu handeln: Ein Betroffener, der auf einer Mail antwortete, bekam laut dem FBI eine Antwort, die unter anderem die Adresse seines Arbeitsplatzes und den Namen seiner Tochter enthielt.

Schon jetzt scheint auch eine zweite Variante des Betrugsversuchs im Umlauf zu sein: Eine zweite Welle von E-Mails erweckt den Anschein, als stammten die E-Mails von einem FBI-Büro in London. In diesen E-Mails wird behauptet, in Großbritannien sei jemand als Verdächtiger in mehreren Mordfällen verhaftet worden, der angeblich auch Informationen über den Empfänger der Mail als mögliches nächstes Opfer bei sich gehabt habe. Die Empfänger werden dann aufgefordert, zu antworten, um bei den Ermittlungen zu helfen.

Das FBI warnt, dass jede Reaktion auf solche Kontaktversuche gefährlich sein könne, nicht zuletzt, weil die Täter die so gewonnenen Daten zum Identitätsdiebstahl verwenden könnten.

cis/AFP

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