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Projekt Mega-Kabel: Kims Tiefseekabel für Neuseeland

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Kim Dotcom will Neuseeland mit einem Tiefsee-Internetkabel beglücken - verkündete der umstrittene Internetunternehmer bei Twitter. Dazu will er ein tot geglaubtes Projekt wiederbeleben - sollten ihm die Ermittlungen wegen Urheberrechtsverletzungen nicht in die Quere kommen.

Kim Dotcom: Mega-Pläne für Neuseelands Internet - wenn er nicht ausgeliefert wird. Zur Großansicht
REUTERS

Kim Dotcom: Mega-Pläne für Neuseelands Internet - wenn er nicht ausgeliefert wird.

Internetunternehmer Kim Dotcom, alias Kim Schmitz, wähnt sich im Rückenwind. Nachdem die Ermittlungen gegen ihn und sein Filesharing-Unternehmen Megaupload immer wieder ins Straucheln geraten und er für sein neues Projekt Mega viel Liebe (oder zumindest Aufmerksamkeit) entgegengebracht bekommt, erhöht er selbstbewusst sein Angebot an die Welt. Jetzt, so kündigte er via Twitter an, sei es an der Zeit, Neuseeland mit einem Unterseekabel breitbandig an die Internetwelt anzuschließen. Zum Wohle aller Neuseeländer, deren Schnellsurf-Träume Mitte des Jahres jäh mit dem bis dahin viel versprechenden Pacific-Fibre-Projekt platzten.

Genaugenommen, will Kim Dotcom das im Januar gescheiterte Projekt zur Breitbandanbindung Neuseelands aus eigener Tasche retten, sagt er zumindest. Entsprechende Gespräche habe er schon vor zwei Jahren mit den Pacific-Fibre-Geschäftsführern geführt, als es darum ging, seine Megaupload-Server von Neuseeland aus zu betreiben. Nun erklärte Dotcom über Twitter, dass auch sein neuer Filesharing-Dienst Mega in Neuseeland ansässig werde und er deswegen Pacific Fibre neu starten will: "Kostenloses Breitband für alle Kiwis :)", schrieb er am Freitag beim Kurznachrichtendienst.

Noch diese Woche wolle er sich erneut mit den Pacific-Fibre-Gründern treffen und seinen Plan erläutern: Ausländische Mega-Kunden sollen für den Datenverkehr über das Tiefseekabel zahlen, das Neuseeländer dann - wenn es nach ihm ginge - kostenlos benutzen dürften. Da aber die neuseeländischen Provider die "letzte Meile" beherrschten, werde das Internet im neuen Neuseeland nicht kostenlos, sondern bestenfalls sehr günstig sein.

Soweit die Theorie. In der Praxis dürften größere Hindernisse zwischen Dotcom und dem Mega-Kabel stehen als nur die neuseeländischen Provider: Sollte Dotcom wegen seines laufenden Strafverfahrens wegen Urheberrechtsverletzungen an die USA ausgeliefert werden, dürfte das ein frühes Aus für das Projekt Mega und damit auch das Projekt Mega-Kabel bedeuten.

Sollte Dotcom den Plan ernst meinen, braucht so ein Tiefseekabel zudem noch die Genehmigung Neuseelands und der USA. Neuseelands Regierungsvertreter, so berichtet "Computerworld", seien informell einverstanden - das Placet der USA sei aber eher unwahrscheinlich. Schließlich rangiere Dotcom in der US-Logik als so etwas wie ein Staatsfeind (macht derzeit auch das US-Magazin "Wired" glauben).

Zuletzt scheiterte Pacific Fibre ja auch nicht ohne Grund: Das Kabel hätte 400 Millionen Neuseeland-Dollar gekostet, rund 257 Millionen Euro. Ziemlich viel Geld für eine 4,4-Millionen-Einwohner-Insel.

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Soso
Stelzi 05.11.2012
Man könnte zum Schluss kommen, dass .com seinen enorm fetten Hals durch in Aussicht gestellte "Investitionen" aus der Schlinge zu ziehen versucht. Aber das interessiert doch die Amis nicht...
2. In einen dicken Kopf
schandmaul1000 05.11.2012
passt bekanntlich ein grosses Maul und mehr gibt die ganze Story auch nicht her.Ein Grossmaul meldet sich zurück !
3.
c.PAF 05.11.2012
---Zitat--- Zuletzt scheiterte "Pacific Fibre" ja auch nicht ohne Grund: Das Kabel hätte 400 Millionen Neuseeland-Dollar gekostet, rund 257 Millionen Euro. Ziemlich viel Geld für eine 4,4-Millionen-Einwohner-Insel. ---Zitatende--- Aha. Also umgerechnet 58,40€ je Einwohner.
4.
Xtasy178 05.11.2012
Wenn er das machen will, dann soll er doch! Immerhin besser als das Geld in Autos zu versenken
5.
moev 05.11.2012
Wollen die Amis ihn denn inzwischen? Mein letzter Stand war das sich kein US Gericht im Stande sah einen Haftbefehl für einen Auslieferungsantrag formel zu begründen.
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Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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