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Satireclip: Nordkorea bittet China um Löschung von Kim-Video

LiveLeak/cheetahtwo

Kim Jong Un als Tänzer, Kämpfer, Pechvogel - so zeigt ein chinesisches Satirevideo das nordkoreanische Staatsoberhaupt. Jetzt hat Nordkorea angeblich in China eine Sperrung des Videos gefordert - vergeblich.

Die nordkoreanische Führung hat sich einem Medienbericht zufolge in China darum bemüht, die Verbreitung eines Spottvideos zu unterbinden: Das Video zeigt den "Obersten Führer" der Demokratischen Volksrepublik Korea, Kim Jong Un, in einer Videomontage mal als Tänzer, mal als Kämpfer, mal als Tollpatsch. Das Video ist in China und Südkorea populär - in einer Version ist es koreanisch untertitelt: "Satirevideo … Obama macht einen Aufstand in China, Kim Jong Un nervt. Hahaha."

Laut der englischen Ausgabe der südkoreanischen Nachrichtenseite "Chosun Ilbo" sieht die nordkoreanische Führung in dem Video eine Kränkung von Kims Würde und Autorität - Peking sei der Bitte um Sperrung aber nicht nachgekommen.

Das Video ist ein Mashup aus einem Hit der chinesischen Popband "Chopstick Brothers" und einer Sammlung von Internetvideos, in denen unter anderem die Köpfe von Kim Jong Un, Barack Obama und Wladimir Putin auf Tänzer, Kampfkünstler und Pechvögel montiert wurden. Mal prügeln sich Obama und Putin, dann erledigt Kim einen Spielzeugdrachen oder tanzt mit Osama Bin Laden durch ein Kornfeld. Der ursprüngliche Autor soll ein chinesischer Student sein.

"Chosun Ilbo" nennt keine konkrete Quelle, nicht die Dringlichkeit und Autoritätsebene des angeblichen nordkoreanischen Interventionsversuchs. Aber die Nachricht erinnert an den Protest Nordkoreas gegen die Kim-Komödie "The Interview" Anfang Juli.

Damals hatte Nordkorea offiziell Beschwerde bei der Uno über die Hollywood-Komödie eingelegt, in der es um ein geplantes Attentat auf Machthaber Kim Jong Un geht. Einen Film über die Ermordung eines amtierenden Staatschefs zu produzieren und zu veröffentlichen, sei nicht nur eine "Kriegshandlung" sondern auch eine "unverhohlene Unterstützung von Terrorismus", erboste sich Nordkoreas Botschafter Ja Song Nam damals bei den Vereinten Nationen.

fko

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1.
Atheist_Crusader 21.07.2014
Zitat von sysopLiveLeak/cheetahtwoKim Jong Un als Tänzer, Kämpfer, Pechvogel - so zeigt ein chinesisches Satirevideo das nordkoreanische Staatsoberhaupt. Jetzt hat Nordkorea angeblich in China eine Sperrung des Videos gefordert - vergeblich. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kim-jong-un-nordkorea-bittet-china-um-loeschung-des-satirevideos-a-982074.html
Find ich gut. Dass Peking seinen "Freunden" nichtmal diesen kleinen Gefallen tut, ist nur ein weiteres Zeugnis der diplomatischen Entfremdung. Früher war Nordkorea noch der geschätzte kleine Bruder - etwas nervig und schlecht erzogen, aber Teil der Familie. Heute ist es mehr ein Cousin dritten Grades mit Down-Syndrom und Aggressionsproblemen - man würde einfach gerne vergessen, dass er überhaupt existiert. Nordkorea hat seine Halbwertszeit schon lange überschritten. Es wird Zeit dass dieses Gulag von einem Land endlich mal den Betrieb einstellt.
2. Fehlt nur noch, ...
Loddarithmus 21.07.2014
... dass es "religiöse Gefühle" verletzt, wie wir das immer gern aus näherliegenden Regionen hören.
3. Warum muss Nordkorea ...
waldemar 21.07.2014
... um Löschung des Clips bitten? Nordkorea, genauer gesagt, einer der Führer (Der große Führer? Der geliebte Führer? oder Der dicke Führer?) hat doch das Internet erfunden und die ganze Welt darf dieses Geschenk nutzen. Warum muss Nordkorea denn irgendjemanden bitten, irgendetwas zu löschen?
4.
boeseHelene 21.07.2014
Zitat von sysopLiveLeak/cheetahtwoKim Jong Un als Tänzer, Kämpfer, Pechvogel - so zeigt ein chinesisches Satirevideo das nordkoreanische Staatsoberhaupt. Jetzt hat Nordkorea angeblich in China eine Sperrung des Videos gefordert - vergeblich. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kim-jong-un-nordkorea-bittet-china-um-loeschung-des-satirevideos-a-982074.html
vielleicht sollte ein netter Mensch Nordkorea mal den Streisand Effekt erklären ;) dank dieser putzigen Aktion ist das Video jetzt erst recht bekannt und wird noch mehr angeklickt.
5. Ha
tom.kara 21.07.2014
das ich nicht lache "seine Würde" wird damit verletzt! Unglaublich, dass dieser Diktator sich das Recht nimmt, seine Würde nicht verletzen zu lassen, aber er selber darf das natürlich Millionenfach bei seinen Mitbürgern tun. Blanker Hohn... also weitermachen mit solchen Aktionen!
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