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Klage: Kinderpornografie-Vorwürfe gegen Google

Ein US-Politiker hat eine Klage gegen den Suchmaschinenbetreiber Google eingereicht. Sein Vorwurf: Google profitiere von Kinderpornografie. Andere Suchmaschinen sind von der Klage nicht betroffen.

"Dieser Fall betrifft eine Multimilliarden-Dollar-Firma, die Kinderpornografie fördert und von ihr profitiert", so steht es in der Klageschrift, die Jeffrey Toback, Mitglied des Regionalparlamentes von Nassau County, eingereicht hat. Toback wirft Google vor, bezahlte Links auf Websites zu zeigen, die Kinderpornografie enthielten.

Google: "Verbreiter von Kinderpornografie"?
AP

Google: "Verbreiter von Kinderpornografie"?

Ein Sprecher von Google widersprach den Vorwürfen, die Toback vor dem State Supreme Court in Mineola im Staat New York einreichte, umgehend. "Wenn wir Kinderpornografie finden oder darauf aufmerksam gemacht werden, entfernen wir sie aus unseren Produkten, einschließlich unserer Suchmaschine", so Sprecher Steve Langdon. Man erstatte auch Bericht an die entsprechenden Strafverfolgungsbehörden und kooperiere in diesem Bereich eng mit den Gesetzeshütern. Langdon verwies auf Googles Funktion SafeSearch, die "Erwachsenen-Inhalte herausfiltert".

In der Klageschrift wird Google als "weltgrößter und effektivster Erleichterer und Verbreiter von Kinderpornografie" bezeichnet. Andere Suchmaschinen wie die von Yahoo oder Microsofts MSN werden dagegen nicht erwähnt. Toback sprach von einem "proaktiven Schritt, um Kinder zu schützen". Man habe "den juristischen Weg gehen müssen." In der Klage geht es nicht um konkrete Schadensersatzsummen sondern darum, Google Werbung zu verbieten, "die sich auf Websites bezieht, die Pornografie zeigen, vermarkten oder auf andere Weise illegalen Zugang zu ihr bieten."

cis/AP

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