"Sagt es weiter, stoppt den Terror", lautet die Betreffzeile einer E-Mail-Aussendung, die seit Donnerstag die Runde macht. Ihr Absender: Kim Schmitz, ehemaliger Hacker, immer noch Internet-Millionär und Chef der Münchner Beteiligungsfirma Kimvestor.
Deren Website war immer schon ein seltsames Konglomerat aus Unternehmens- und Unternehmer-Selbstdarstellung. Als wohl einzige Firmen-Website deutscher Sprache veröffentlicht "Kimble.org" gern auch mal die Urlaubsbilder des Chefs - am besten gleich so viele wie möglich. Stolze 26 Bildergalerien, "Kim's Life in pictures" überschrieben, bilden den buntesten und bisher wohl wichtigsten Inhalt der Firmen-Homepage, Hunderte von Jet-Set-, Urlaubs- und Partybildern.
Das mag manchem seltsam und schrill erscheinen, ist aber letztlich konsequent: Schmitz lebt von seiner Legende, und so was muss man pflegen und füttern. Publikumsträchtig ins Gerede dürfte ihn nun ein Steckbrief bringen, den er im Rahmen einer selbst aus der Taufe gehobenen Aktion "Stop the Terrorism!" auf seiner Website veröffentlicht.
Dort kommt er mit nur zwei Fotos aus: Links Osama Bin Laden, rechts das brennende World Trade Center. Im Kopf der Seite macht Schmitz klar, wen er da sucht: den "Kimble.org most wanted Fugitive".
Fast bescheiden findet sich am Fuß der Seite zwar gefettet, aber klein auch die Höhe der Belohnung, die Schmitz für Hinweise, die zur Ergreifung Bin Ladens führen, auslobt: zehn Millionen Dollar.
Kommentieren will Schmitz die Aktion derzeit nicht.
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