Kostenlose Online-Filmarchive: Dick und Doof auf Abruf

Von Johannes Sträter

Das Internet hat Film- und Videofreunden weit mehr zu bieten als nur YouTube-Häppchen oder illegale Kino-Downloads. Wer weiß, wo sie zu finden sind, kann ganz legal cineastische Schätze heben: SPIEGEL ONLINE hat sich angesehen, was Filmarchive im Web zu bieten haben.

Die Digitalisierung historischer Filme nimmt Dank einfacherer Technik und gleichzeitig wachsender Angst vor ihrem Verfall zunehmend an Fahrt auf. Das ist eine tolle Sache, denn altes Filmmaterial erfordert eine besonders umsichtige Lagerung und kann oft nur vor Ort unter großen Schwierigkeiten und ebensolchen Kosten angesehen werden.

Kult-Comedians Stan Laurel und Oliver Hardy: In der deutschen Synchronisation zu "Dick und Doof" verplattet, lohnt der Blick in die Originale
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Kult-Comedians Stan Laurel und Oliver Hardy: In der deutschen Synchronisation zu "Dick und Doof" verplattet, lohnt der Blick in die Originale

Wurde der Wechsel von der analogen in die digitale Welt einmal vollzogen, ist ein weltweiter Zugriff auf die nunmehr als Bits und Bytes daherkommenden Bewegtbilder trivial. Durch mehrere Megabit schnelle Leitungen flitzt auch hochaufgelöste Qualität mittlerweile problemlos bis auf den heimischen Bildschirm des Filmfans.

Doch das ist bei kostenlosen Angeboten für historische Filme noch eher selten der Fall, zumal die Anbieter oft nur mit kleinen Etats von öffentlicher Hand finanziert werden. Um Bandbreite zu begrenzen, schickt man die Daten deshalb meist stark komprimiert ins Netz, allerdings in einer Spannbreite, die von briefmarkengroßen Filmhäppchen bis hin zu Fullscreen-Ansichten reicht, deren Schärfe aus einem Meter Sichtabstand völlig akzeptabel wirkt.

Angesichts der teilweise mehr als hundert Jahre alten Originale darf man auch keine Wunder von der digitalen Nachbearbeitung erwarten. Zwar wurden kommerzielle Vorzeigeprojekte wie Fritz Langs "Metropolis" unter großem Aufwand wieder restauriert, doch solche Aufmerksamkeit bleibt weitgehend einmalig. Daneben gibt es aber von "Dracula" über "Dick und Doof" bis hin zur guten alten "Wochenschau" haufenweise kunstvolle, schräge oder auch propagandistische Filme zu finden.

SPIEGEL ONLINE hat sich einige Film-Portale angesehen und stellt sie auf den folgenden Seiten kurz vor. Sie benötigen dafür nur ein Video-Plug-In für den Web-Browser. Als Quasi-Standard auf Nutzerseite hat sich der schlicht und modern daherkommende "Adobe Flash-Player" durchgesetzt. Wer einen aktuellen Firefox-Browser nutzt, ist da bereits ausgerüstet, sonst muss bei Bedarf nachgeladen werden.

Gerade bei älteren Angeboten stößt man jedoch immer noch auf weniger gut integriert wirkende Formate wie "Windows Media", "RealMedia " oder "Quicktime", für die dann unter Umständen noch ein weiteres Programm installiert werden muss. Entsprechende Links bieten die Seiten gemeinhin an.

Der kleine Aufwand lohnt sich, denn das Web hat eine Menge zu bieten:

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