Geldstrafe wegen Polizistenbeleidigung YouTuber Leon Machère muss 32.500 Euro zahlen

Ein Auftritt vor Fans in Augsburg hat Folgen für Leon Machère: Der bekannte YouTuber landete auf dem Polizeirevier, nun hat ihn ein Gericht zu einer Geldstrafe verdonnert.

Leon Machère in einem seiner Videos
Leon Machere/ YouTube

Leon Machère in einem seiner Videos


Der YouTuber Leon Machère muss wegen Beleidigung von Augsburger Polizisten 32.500 Euro zahlen. In einem Prozess vor dem Amtsgericht in Augsburg wurde am Montag der Einspruch des 26-Jährigen gegen einen entsprechenden Strafbefehl verworfen. Der YouTuber hat bis eine Woche nach Zustellung des Urteils die Möglichkeit, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

Weder Machère noch sein Rechtsanwalt erschienen zur Verhandlung. Eine kurzfristig von Machère vorgelegte Krankheitsbescheinigung wurde von dem Amtsrichter nicht als Entschuldigung akzeptiert. Der Richter erklärte, dass im Vorfeld die Tat als solche eingeräumt worden sei. Mit dem Einspruch habe nur die Höhe der Strafe überprüft werden sollen.

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Im dem Fall ging es um einen Auftritt in Augsburg im März 2017. Weil Machère in der Stadt war und seine Fans dazu aufrief, ihn spontan zu treffen, hatte sich am Königsplatz eine Fangruppe von etwa 1200 Kindern und Jugendlichen gebildet. Da die Versammlung nicht angemeldet war und die Polizei in dem Gedränge ein Sicherheitsrisiko sah, nahm sie ihn mit aufs Revier.

Dort hatte Machère laut Strafbefehl die Beamten beleidigt, indem er sie mit "Du" anredete. Auch in drei Videos rund um den Vorfall äußerte sich Machère respektlos über die Polizei, er sprach von "Scheißpolizisten" und beleidigte einen Polizeibeamten persönlich. Machères Geldstrafe setzt sich aus insgesamt vier Einzelstrafen zusammen, die Summe erklärt sich aus 130 Tagessätzen zu je 250 Euro.

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Der Kanal von Leon Machère zählt auf YouTube 2,1 Millionen Abonnenten. Der Videomacher ist vor allem für sogenannte Pranks bekannt, in seinem Fall sind das meistens Streiche auf den Straßen Hamburgs. Machère macht zudem Musik, er hat auch schon öfter Videos gemeinsam mit ApoRed gedreht, jenem YouTuber, der kürzlich selbst Negativschlagzeilen machte, weil er wegen eines "Bomben-Pranks" zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.

mbö/dpa



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