Leserkommentare im Netz Latrine oder Goldgrube?

Nirgendwo sind Kommentare von Lesern so wichtig wie auf Medienseiten, schrieb Kolumnist Sascha Lobo. Es sei beschämend, dass selbst die Deutsche Welle davor kapituliert. Im Podcast antwortet Lobo auf - Leserkommentare.

Die Deutsche Welle in Bonn
DPA

Die Deutsche Welle in Bonn


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #53. Kommentarfunktion auf Medienseiten: Huch, Agathe, die Leser schreiben!

Kommentarspalten sind Soziotope, schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne, und Soziotope können umkippen wie ein Gartenteich, wenn man sich nicht richtig darum kümmert. Dass manche Medien - zuletzt die Deutsche Welle - im Internet ihre Soziotope angesichts beleidigender, hasserfüllter Kommentare lieber dichtmachen, als sie zu pflegen, hält er für grundfalsch - auch aus wirtschaftlicher Sicht.

In seinem Podcast zur Kolumne macht Lobo vor, wie es besser geht: Er reagiert auf seine Leser und ihre Kritik.

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insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
dweik01 19.08.2018
1. Sascha Lobo ertrage ich nicht...
... Zu einseitig, zu spaltend zu polarisierend und vor allem viel zu links und undifferenziert sind seine Ansichten. Gleichwohl zum Thema halte ich Leseforen, auch wenn sie bis weilen sehr anstrengend sind, durchaus für eine Goldgrube, wenn man sie richtig benutzt. Sowohl auf linke wie auch auf rechte Kommentare. Wir haben eine gespaltene Gesellschaft, weil viele Dinge komplex, die meisten Vorschläge undifferenziert und nicht zu Ende gedacht sind (insbesondere von linker Seite), und wir bekommen den Streit nicht befriedet. Aber gerade dies wäre so notwendig! Und vielfach sind die Leser Foren reinste Echoräume für eine der polarisierten Parteien. Da wäre es insbesondere für Politiker oder aber auch im Thema Engagierte eine Goldgrube mehr über die Argumente der jeweils anderen Seite zu erfahren und damit eine Möglichkeit Schwerpunkte herauszufiltern, auf eben diese einzugehen, diese gegebenenfalls mit Lösungen zu berücksichtigen und dadurch Spaltung zu überwinden. Vor allem gilt diese Goldgrube für Journalisten, insbesondere von SPON, ihre bisweilen recht einseitig oder manipulierenden Darstellungen besser zu differenzieren und sich damit selbst mehr Akzeptanz und Gehör auf der jeweils anderen Seite zu schaffen, die sie ja eigentlich erreichen wollen! Zumindest könnten die Journalisten in den Foren selbst lesen, warum sie die andere Seite nicht erreichen und damit selbst dem Echoraum in ihren Beiträgen Vorschub leisten.
Datenscheich 19.08.2018
2. Lob dem Lobo
Ja, es ist eine feige Methode, sich Konflikten zu entziehen, indem man einfach das Forum schließt. Schon in der Vor-Internet-Zeit gab es auf Compuserve diverse Foren, in denen die unterschiedlichsten Meinungen gepostet wurden... auch sehr kontroverse. Ohne große Probleme, allerdings verbunden mit hohem Zeitaufwand, galt es jeden einzelnen Eintrag zu kommentieren und ggf. in die Schranken zu weisen... aber nicht mit Eskalation, sondern mit etwas, das ich gerne 'britische Höflichkeit' nannte. Im Laufe mehrerer Jahre war es dadurch nur ein einziges mal erforderlich, ein renitentes Forenmitglied auszuschließen, während alle anderen (sanft-)gezwungenermaßen den Schritt zu einem umgänglichen Miteinander gingen. Abert versuchen Sie mal Ihre Redaktion davon zu überzeugen, die hierfür erforderlichen Arbeitsstunden zu investieren...
longtawan 19.08.2018
3. nahezu unerträglich
Habe heute Lobo zum ersten Mal gehört. Überheblichkeit Unterton, einschläfernd belehrend... Und als er dann tatsächlich zu feiern begann, dass irgendwer so optimistisch sei, nur zwei Drittel der Menschheit seien Deppen, war der Podcast für mich vorüber. In einem hat Lobo recht: Blocken ist ein Recht, das jeder hat und nicht hören von Lobo Podcast ist mein Blocken.
rstevens 19.08.2018
4. Den Podcast tu' ich mir nicht an...
... viel zu viel Zeitaufwand, um die Information zu konsumieren. Allerdings frage ich mich, warum im Bild die Deutsche Welle zu sehen ist. Bei SPON geht auch nur jeder dritte Kommentar durch, manchmal gibt es gar keine Foren und viel zu häufig werden die Foren ziemlich früh geschlossen. Auf die technische Umsetzung gehe ich gar nicht mal groß ein. Die ist auch fast überall besser als bei SPON. Wie's richtig geht, zeigt z.B. Heise. Also SPON, erst mal selbst Hausaufgaben machen, dann gerne auf andere mit dem Finger zeigen.
wrkffm 19.08.2018
5. Lobo oder wer auch immer....
Foren sind für´n Eimer, denn sie suggerieren den Foristen die Möglichkeit eines wohlwollenden Mitspracherechts, aber ohne jegliche Einflussnahme. Meinung machen dürfen nur die Redakteure der einschlägigen Medien. Die Pseudodemokratie braucht solche Möglichkeiten der kontrollierten Meinungsäußerung, um den Anschein der freien Meinungsäußerung zu waren. Geschenkt !
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