Internetkriminalität Nein, Sie erben nichts vom nigerianischen Prinzen

Wer fällt heute noch auf gefälschte E-Mails herein? Viele. Kein Wunder: Die Angriffe der Kriminellen gehen über Lügengeschichten von Millionengeschäften längst hinaus. Der Podcast "Netzteil" verrät, welche Cybergefahren uns in Zukunft drohen.

Netzteil - der Tech-Podcast von SPIEGEL ONLINE
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Tech-Podcast Netzteil #5 zu Cybercrime: Was droht uns in Zukunft?

Wovor IT-Experten in letzter Zeit immer wieder gewarnt haben, ist spätestens in diesem Jahr wahr geworden: Großangelegte Angriffe mit Verschlüsselungssoftware legten ganze Unternehmen lahm - und trafen beispielsweise auch Krankenhäuser, wie etwa der Angriff mit "WannaCry" im Frühjahr. Bei Attacken mit sogenannter Ransomware oder Lösegeldtrojanern verschlüsseln die Angreifer alle Daten auf einem Computer und geben sie erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder frei.

Die Masche ist derzeit in Mode, denn auch die Cyberkriminalität unterliegt bestimmten Trends. Und darum geht es in der fünften Folge des Tech-Podcasts "Netzteil": Moderatorin Teresa Sickert spricht mit Netzwelt-Ressortleiterin Judith Horchert über aktuelle und zukünftige Gefahren für Nutzer.

Als Experte kommt außerdem der Kriminalhauptkommissar Mirko Manske, der sich im Bundeskriminalamt (BKA) um Cyberkriminalität kümmert und die Bedrohungslage besonders gut kennt. Im Gespräch wird klar: Wer sich viel im Digitalen bewegt, sollte sich auch über mögliche Gefahren Gedanken machen, um sich besser schützen zu können. Und wer Opfer eines Angriffs wird, sollte nicht verschämt schweigen - sondern sich Hilfe von Experten holen.

Teresa Sickert (l.) und Judith Horchert
Joy Kroeger

Teresa Sickert (l.) und Judith Horchert

Darum geht es im "Netzteil"

Die Cybercrime-Folge gehört zur ersten Staffel von "Netzteil". Im "Netzteil" widmet sich die Redaktion des Netzwelt-Ressorts jeden Dienstag den Fragen der Zukunft. In jeder von insgesamt acht Folgen geht es um ein bestimmtes Thema - von Fake News über Sexroboter bis hin zu selbstfahrenden Autos.

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Falls Sie Folge 4 verpasst haben - hier können Sie die Folge von letzter Woche nachhören:

Tech-Podcast Netzteil #4 zu Gaming der Zukunft: Wie sich das Spielen verändert

juh



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
maxmarius 22.08.2017
1. Podcast ist Mist?
Das ist jetzt das zweite mal, dass mich ein Thema der Spiegel-Podcasts grundsätzlich interessiert hätte. Aber das Anhören ist einfach zu umständlich bzw. dauert es halt auch lange. Etwas geschriebenes kann ich überfliegen und sehe, ob es mich wirklich interessiert. Bei dem Podcast kann ich zwar "vorspulen", aber was ich dann höre ist aus dem Zusammenhang gerissen. Ich wüsste aber gerne, warum man diese Podcast überhaupt macht. Geht es schneller als einen Artikel oder ein Interview zu schreiben? Man spart sich das Schreiben und muss auch nicht so auf jede Formulierung achten. Das spiegel.de von Leuten besucht wird die nicht oder schwer lesen können glaube ich nicht. Oder sollte es eine Erleichterung für blinde Besucher sein?
Nuckelhamster 22.08.2017
2. Komisch...
Heute morgen hat mich ein netter Alexander angemailt: "Wir wollten dich informieren, dass deine €13.382,48 heute Morgen in dein Bankkonto eingezahlt wurden. Guck dir dieses kurze Video an um herauszufinden wie du an dein Geld kommst. Dein Geld kann jederzeit ohne Verzögerung abgehoben werden. Hier findest du heraus wie es funktioniert hierstandeingeheimerLink Freundliche Grüße Alexander" Ich werde da nachher mal raufklicken. Musste den ganzen Tag schon Zeug online von dem Geld kaufen ...
ladozs 22.08.2017
3. Sehnsucht nach Afrika
Nach einigen Jahren der Abstinenz habe auch ich heute wieder einmal eine E-Mail aus Afrika erhalten. Ein weiterer Verwandter, mit fast verblüffender Namensgleichheit, hat anscheinend sein Leben auf dem wunderschönen schwarzen Kontinent ausgehaucht und mir/uns ein stattliches Vermögen hinterlassen. Meine Familie scheint eine große Affinität zum südlichen Erdteil entwickelt zu haben, schon mehrere Mitglieder unseres Verbundes haben dort ihr Glück gesucht und scheinbar auch gefunden, sind dann aber plötzlich und unerklärlich verstorben, ohne je die Möglichkeit erhalten zu haben, sich mit ihrer Familie in Deutschland noch einmal in Verbindung zu setzen. Nigeria dieses großartige Land an der Westküste Afrikas, ein El Dorado, ein sagenhafter Goldschatz für unseren Clan, bittet uns nun wieder einmal, die erwirtschafteten Reichtümer abzuholen. Die Erbschaft, ein ungeheurer Geldbetrag, liegt für uns bereit, bei der „United Bank for Africa“, mit Firmensitz in Lagos,UBA House 57 Marina, P.O.Box 2409. Wir müssen jetzt nur im Verhältnis zum Gesamtbetrag lächerliche zweitausend US- Dollar vorab auf ein speziell eingerichtetes Konto überweisen, um der Bank und den ermittelnden Anwälten die bereits entstandenen Unkosten zu erstatten. Das ist mehr als fair! Diesmal möchte ich aber keine Überweisung tätigen, da die Gelder bei vorhergehenden Versuchen irgendwo im monitären Transferdickicht verloren gegangen sind. Ich will persönlich nach Afrika, Nigeria reisen, mit den Verantwortlichen dort sprechen, und ein Großteil des ererbten Geldes für die Einwohner von Lagos spenden. Außerdem möchte ich erfahren, wer den der Verblichene, der uns daheim nun einfach gar nicht in Erinnerung geblieben ist, nun wirklich war, was er gemacht hat und was ihn eventuell auszeichnete. Ein wahrer Akt der Völkerverständigung, ich denke die Absender der E-Mail werden ihr Glück bei unserer Zusammenkunft kaum fassen können!
frenchie3 22.08.2017
4. Gähn
Den "es gibt wahnsinnig viel Geld in Nigeria" Trick kenne ich schon aus der Zeit als das/der Telex das geilste Kommunikationsmittel war. Wer heute noch drauf reinfällt müßte zusätzlich Strafe zahlen. Eine Zeit lang - das war die billigere Version für den hiesigen Deppen - hatte man um Blancobriefbögen gebeten. Damit wurden dann falsche Rechnungen erstellt um die Kohle außer Landes zu schaffen. Da total illegal riskierte man aber beim nächsten Besuch Urlaub mit Vollpension
roflem 23.08.2017
5. Ich vermisse meine 419ers
Was waren das für schöne Zeiten als "the failure" kaputte Waschmaschinen per Nachnahme nach Nigeria sandte, oder andere baiter die Nigrianer jahrelang auf Trab hielten. http://thescambaiter.com/forum/index.php?/topic/17878-anus-laptops-the-martins-cole-saga-complete/ Vor kurzem ist ein nigerianischer Prinz gestorben und man fand das ganze Geld, ein halbes Zimmer voll, das keiner von Euch haben wollte.
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