Dutzende Angebote wollen US-Soldaten untereinander oder mit flecktarnaffinen Zivilisten verkuppeln - eines dieser Datingportale, MilitarySingles.com, wurde nun offenbar Ziel eines Hackerangriffs. Das behaupteten zumindest Unbekannte in einer Mitteilung. Die Gruppe, die unter dem Namen "LulzSecReborn" auftritt, will 170.937 Accountdaten kopiert und nun ins Netz gestellt haben.
Zum Beweis ihres Serverzugriffs plazierten die Hacker eine Botschaft in einem Verzeichnis der Seite: "LulzSecReborn guess what?", hieß es dort zeitweise. Seitdem wurde die Seite offenbar erneut verändert. Die Betreiberfirma des Datingportals hatte zuvor mitgeteilt, es gebe bisher keine Hinweise darauf, dass die Seite tatsächlich gehackt worden sei.
Eine Gruppe namens "LulzSec" hatte im Mai und Juni 2011 diverse Websites attackiert und unter Ausnutzung zum Teil einfacher Sicherheitslücken eigene Botschaften plaziert und Nutzerdaten kopiert. Die aus dem Anonymous-Umfeld stammende Gruppe hatte sich nach 50 Tagen aufgelöst. Mehrere mutmaßliche Mitglieder sind inzwischen in Haft - nicht zuletzt, weil der Anführer der Truppe, Spitzname Sabu, monatelang heimlich für das FBI gearbeitet hatte.
In einer Videobotschaft vom 17. März heißt es unter der Überschrift "LulzSec Returns", man habe beschlossen, "LulzSec" wieder aufleben zu lassen. Es sei "lächerlich" zu glauben, durch die Verhaftung von sechs Mitgliedern hätte man die Gruppe stoppen können. "Ihr habt uns nicht gestoppt." Vom 1. April an werde man die Arbeit wieder aufnehmen.
Es klingt wie die übliche Prahlerei. Die neue Besatzung des "Lulzboat" tritt in große Fußstapfen. Die Originaltruppe hatte es nicht nur verstanden, ein immer größer werdendes Publikum über Twitter zu unterhalten, sondern lieferte bis zur Auflösung einen Hack nach dem anderen ab.
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