Marktstudie Werbepreise auf Facebook schießen in die Höhe

Um bis zu 74 Prozent sind die Anzeigenpreise auf Facebook im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, zeigt eine aktuelle Studie. Vor allem der Einzelhandel investiert verstärkt in Facebook-Werbung - in Deutschland ist man allerdings zurückhaltender.

Facebook-Logo: Laut der Marketingfirma TBG Digital steigen die Anzeigenpreise stark
AFP

Facebook-Logo: Laut der Marketingfirma TBG Digital steigen die Anzeigenpreise stark


Immer mehr Firmen setzen darauf, Fans auf Facebook zu gewinnen - denn bei Fans wirken Markenkampagnen am besten. Die wachsende Zahl von Anzeigenkunden treibt zudem die Preise für Anzeigen auf Facebook in die Höhe: Der Preis pro Klick ist im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent gestiegen. Das zeigt der am heutigen Mittwoch veröffentlichte "Global Facebook Advertising Report".

In dem Report hat das auf Social Media spezialisierte Marketingunternehmen TBG Digital den Anzeigenmarkt von Facebook unter die Lupe genommen und nach eigenen Angaben 200 Milliarden Seitenaufrufe von 167 Anzeigenkunden im zweiten Quartal 2011 untersucht.

Während der Anzeigenpreis pro Klick (Cost per Click, CPC) in den vier Märkten Deutschland, Frankreich, USA und Großbritannien um 74 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen ist, legte der Tausend-Kontakt-Preis (TKP, auf Englisch: Cost per Impression) nur um 45 Prozent zu. Das massive Wachstum fand vor allem in den USA und zeitweise in Großbritannien statt; in Deutschland blieben die Preise dagegen relativ stabil.

Es gibt zwei verschiedene Preismodelle für Facebook-Anzeigen: Der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) besagt, dass der Werbekunde pro 1000 Werbeeinblendungen zahlt, unabhängig davon, wie viele Nutzer die Anzeige tatsächlich anklicken. Beim Preis pro Klick (Cost per Click, CPC) bezahlt der Werbekunde dagegen nur für jeden Klick auf seine Anzeige.

Trotz der steigenden Preise seien Facebook-Anzeigen immer noch vergleichsweise günstig, zitiert die "Financial Times" einen Analysten. Facebook sei die Transformationsplattform, dank der Werbekunden vermehrt ihre Werbebudgets aus den klassischen Kanälen wie TV und Print abziehen und in Online-Werbung investieren, urteilt auch Simon Mansell, Chef von TBG Digital. Am stärksten wuchs laut der Studie die Anzahl von Anzeigen aus dem Bereich Einzelhandel.

Die Ergebnisse der Studie ähneln denen einer anderen Studie der Agentur Efficient Frontier, die kürzlich veröffentlicht wurde. Darin kam man zu dem Ergebnis, dass die Anzeigenpreise auf Facebook allein vom ersten zum zweiten Quartal 2011 um 22 Prozent angestiegen sind.

kad



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