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YouTuber-Netzwerk: Geschäftsführer Christoph Krachten verlässt Mediakraft

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  Christoph Krachten (Archivbild): Der Mediakraft-Mitgründer hat einen eigenen YouTube-Kanal  Zur Großansicht
DPA/ Mediakraft

Christoph Krachten (Archivbild): Der Mediakraft-Mitgründer hat einen eigenen YouTube-Kanal

Bei Mediakraft gibt es den nächsten Wechsel in der Führungsspitze. Mit Geschäftsführer Christoph Krachten verliert das YouTuber-Netzwerk sein wohl bekanntestes Gesicht.

Mitgründer und Geschäftsführer Christoph Krachten verlässt die Geschäftsführung von Mediakraft. Krachten will sich nun auf die Organisation der VideoDays konzentrieren. Dabei handelt es sich um ein YouTuber-Event, das bislang parallel zur Kölner Spielemesse Gamescom stattfand und Anfang Mai seine Berlin-Premiere feiert. Kamen 2010 noch 400 Besucher zu der Veranstaltung, waren es 2014 15.000 binnen zwei Tagen.

"Die Konsolidierung der Branche geht weiter", schreibt Krachten in einer Pressemitteilung. "Auch Veränderungen in den Führungsstrukturen der großen Netzwerke sind ein Zeichen für den Wandel. Ich freue mich jetzt, meine Arbeit zu 100 Prozent den VideoDays widmen zu können. Dort mache ich genau das, was mich am meisten am Thema Onlinevideo begeistert: die intensive Zusammenarbeit mit den Künstlern."

Auf SPIEGEL-ONLINE-Anfrage kündigt Krachten an, sich über die Mitteilung hinaus nicht mehr groß zum Thema äußern zu wollen - so sei etwa nicht mit einem Erklärvideo in seinem YouTube-Kanal zu rechnen. Auf den Kanälen solle man Programm für die Zuschauer machen, sagt Krachten, "nicht Interna breittreten".

Einige prominente YouTuber haben Mediakraft den Rücken gekehrt

Wegen seiner eigenen Präsenz vor der Kamera ist Krachten das wohl bekannteste Gesicht des YouTuber-Netzwerks, zu dem als Videomacher zum Beispiel die Comedians von Y-Titty gehören. Krachtens Weggang schlägt im Netz bereits Wellen: So fragt etwa der YouTuber Philipp Betz, alias MrTrashpack in einem Video, ob es richtig sei, Krachten gehen zu lassen: "Er ist der einzige in der Führungsriege, der weiß, wie es auch als YouTuber ist."

Zu Levent Gültan, der laut Mediakraft zusammen mit Geschäftsführer Spartacus Olsson Krachtens Aufgaben übernehmen soll, sagt Philipp Betz: "Ich persönlich habe noch nichts von ihm gehört." Betz glaubt, der Weggang von Christoph Krachten solle Investoren und Werbekunden beruhigen.

Mediakraft hatte in den vergangenen Monaten die Abgänge von gleich drei prominenten YouTubern zu verzeichnen. Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass sich das Comedy-Trio ApeCrime von der Vermarktungsfirma trennt. Zuvor hatten bereits Simon Unge und Florian "LeFloid" Mundt öffentlichkeitswirksam gekündigt. Alle drei sind große Namen in der YouTuber-Szene. Der Kanal von ApeCrime beispielsweise hat rund zwei Millionen Abonnenten.

Mediakraft kündigt "weitreichende Änderungen" an

Mitte Januar hatte Mediakraft mitgeteilt, dass Mitgründer und Vermarktungschef Jan Schlüter die Geschäftsführung des Unternehmens verlässt. "Das war ein geplanter Schritt in unserer organisatorischen Entwicklung", hieß es damals aus dem Unternehmen.

Zum Weggang von Christoph Krachten schreibt Mediakraft, "die übrigen Gesellschafter zusammen mit dem Beirat haben sich darauf mit ihm verständigt". Krachten bleibe Teilhaber von Mediakraft. Geschäftsführer Spartacus Olsson sagt: "Um die Schwungkraft unseres großen Erfolges und das massive Wachstum auch weiterhin für unsere Partner zu nutzen, arbeiten wir an weitreichenden Änderungen, über die wir in den kommenden Wochen berichten werden."

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Ist das einen Artikel Wert?
pr8kerl 29.01.2015
Hallo Leute, was soll das denn? Insiderpersonalia gehören doch nicht hierher.
2. Das Fundament ist am Wackeln...
wanderer777 29.01.2015
Wenn es in einem Unternehmen grollt, von dem es heisst, das es Künstler ausbeutet, ist das sehr wohl eine Meldung wert, finde ich.
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