Nach Pöbel-Video Netzwerk wirft schwulenfeindlichen YouTuber raus

Der deutsche YouTuber Mert Eksi provoziert im Netz mit homophoben Sprüchen. Nach einem neuen Hass-Video reicht es seinem Geschäftspartner. Das Netzwerk Divimove hat sich von Eksi getrennt.

Screenshot aus Eksi-Video
YouTube/ Mert

Screenshot aus Eksi-Video


"Ich toleriere Schwule einfach nicht, ich akzeptiere das nicht", und "das ist unmenschlich." - wegen solcher homophoben Aussagen in einem Video auf YouTube hat der Videoblogger und Musiker Mert Eksi seinen Geschäftspartner Divimove verloren.

Die Firma kümmert sich um die Vermarktung von Onlinepromis wie Eksi und hat nun auf Facebook verkündet, "mit sofortiger Wirkung" nicht mehr mit Eksi zusammenzuarbeiten. Über Eksi schreibt Divimove in der Stellungnahme: "Leider ist er in der Vergangenheit mit zunehmend provokanten Inhalten aufgefallen, zu denen wir mit ihm das Gespräch gesucht haben und zu denen wir uns schon früher hätten öffentlich äußern müssen."

Das Video vom Montag mit dem Titel "Statement", in dem obige Aussagen gefallen sind, hat nun offenbar dazu geführt, dass Divimove handelte. Mittlerweile ist das umstrittene Video nicht mehr auf Eksis YouTube-Kanal verfügbar, der rund 700.000 Abonnenten hat.

"Ich weiß echt nicht, warum"

In einem zweiten Video mit dem Titel "Statement 2" hat Eksi aber bereits nachgelegt. Darin beschwert Eksi sich über die Sperrung des ersten Videos durch YouTube: "Ich weiß echt nicht, warum." Außerdem moniert Eksi, dass sich ausgerechnet jetzt viele Nutzer, beispielsweise auf Twitter, kritisch zu ihm äußern und ihm Homophobie vorwerfen. "Die Leute tun so, als hätte ich irgendetwas Neues gesagt."

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Kritik kommt auch von YouTube-Kollegen, etwa iBlali. Er betreibt einen der größeren YouTube-Kanäle Deutschlands mit mehr als zwei Millionen Abonnenten.

Gleichzeitig freut sich Eksi in seinem zweiten Video darüber, dass er wegen seiner Äußerungen aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommt. Er deutet an, dass es Absprachen mit anderen YouTubern gebe, die er im Austausch für einen Link auf deren Angebot beleidigen dürfe.

Erst vor Kurzem hat auch der weltweit erfolgreiche YouTuber PewDiePie aus Schweden wegen geschmackloser Aktionen seinen Werbepartner verloren: Nach antisemitischen Witzen auf seinem Kanal trennte sich Geschäftspartner Disney von ihm.

gru



insgesamt 2 Beiträge
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DerBlicker 01.03.2017
1. das wurde auch Zeit
Youtube sollte viel öfters Kanäle sperren, auf denen gehetzt wird. Dann merken die Youtuber endlich mal, wer das Sagen hat. Sie sind von Youtube abhängig, nicht umgekehrt. Die GEMA hat auch länger gebraucht, das zu kapieren.
Prowler 01.03.2017
2.
Wer ist das und was will der? Versucht der irgendwelche Defizite zu kompensieren?
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