Browser-Schwachstelle Microsoft stopft Lücke im Internet Explorer

Eine Schwachstelle im Internet Explorer macht das Websurfen derzeit gefährlich. Wer den Browser nutzt, sollte sich schleunigst einen von Microsoft bereitgestellten Fix herunterladen und installieren.

Logo des Internet Explorer: Gefahr für die Surfer
Microsoft

Logo des Internet Explorer: Gefahr für die Surfer


Microsoft stellt einen Flicken für eine Sicherheitslücke in allen Versionen des Internet Explorers zur Verfügung. Das Update schließt eine Sicherheitslücke, durch die Angreifer über den Browser Schadsoftware auf den Rechner einschleusen und aus der Ferne aktivieren können (Remote Code Executions). Auch wenn die Warnung für alle Versionen des Microsoft-Browsers gilt, wurden bislang nur Angriffe gegen die Internet Explorer 8 und 9 beobachtet, wie der Konzern mitteilt.

Zur Verbreitung der Schadsoftware nutzen die Angreifer manipulierte Webseiten. Das können legitime Web-Auftritte sein, die Hacker gekapert und mit Schadcode versehen haben. Außerdem locken die Angreifer ihre Opfer mittels Phishing-E-Mails auf gefälschte oder manipulierte Webseiten.

Derzeit wird der Patch, mit dem die gefährliche Lücke abgedichtet wird, noch nicht über die automatische Update-Funktion von Windows verteilt. Bis es so weit ist, werden Nutzer des Internet Explorer aufgefordert, sich das Update manuell herunterzuladen und zu installieren.

Außerdem gibt Microsoft Tipps, wie sich Internet-Explorer-Nutzer durch Änderungen an den Einstellungen der Software gegen mögliche Angriffe schützen können. In den Sicherheitseinstellungen sollte die Sicherheitszone "hoch" ausgewählt werden. Damit werden sogenannte ActiveX-Controls und Active Scripting blockiert und der Missbrauch unterbunden.

Bei dem aufgefundenen Leck handelt es sich um einen Zero-Day-Exploit, also um eine Sicherheitslücke, die bereits am Tag ihres Bekanntwerdens oder kurz danach ausgenutzt wird. Das macht sie so gefährlich, denn kaum ein Hersteller schafft es, in dieser kurzen Frist einen Patch für das betroffene System zur Verfügung zu stellen.

meu



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Atheist_Crusader 18.09.2013
1.
Manchmal macht es Sinn, Löcher zu stopfen und manchmal hat man ein Netz vor sich. Vielleicht wäre es besser, den IE endlich zu begraben, mitsamt der schlechten Presse und dem miesen Ruf, und mal etwas komplett neues auf die Beine zu stellen. Andere haben das bereits geschafft, mit weit weniger Ressourcen als Microsoft.
harryhirsch4711 18.09.2013
2. Tja.. aber ..
Zitat von Atheist_CrusaderManchmal macht es Sinn, Löcher zu stopfen und manchmal hat man ein Netz vor sich. Vielleicht wäre es besser, den IE endlich zu begraben, mitsamt der schlechten Presse und dem miesen Ruf, und mal etwas komplett neues auf die Beine zu stellen. Andere haben das bereits geschafft, mit weit weniger Ressourcen als Microsoft.
Diese Produkte werden wahrscheinlich nicht in Indien für Hauptsache billig programmiert
käsefinger 18.09.2013
3. Der Browser ist der Depp...
..oder auch nicht, denn der Depp ist immer der Nutzer der in seiner naiven Blauäugikeit meint dieses und jenes an den Settings einstellen zu können weil er "ActiveX" schonmal gehört hat...2012 gabs da ma was von Chip (http://www.chip.de/news/Browser-Sicherheit-So-gut-schuetzen-Chrome-IE-Co_57745076.html) -> "Die Nummer 1 beim Blocken verseuchter Webseiten ist mit 94 Prozent Internet Explorer 9."
flyingclown 19.09.2013
4. Mozilla
Firefox benutzen und den IE sein lassen. Ich habe seit es Firefox gibt, keinen IE mehr benutzt. Auch den Windows Explorer habe ich gegen Free Commander getauscht. Alles ist komfortabler als die alten Microsoft Programme.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.