Von Felix Knoke
"Microsoft enthüllt einen neuen Look", erklärt Jeff Hansen, Microsofts oberster "Markenstratege" im Firmenblog: "Noch vor einer der wichtigsten Produktveröffentlichungen in der Geschichte Microsofts, stellen wir ein neues Firmenlogo vor." Statt geschwungener 3-D-Optik gibt's das Microsoft-Fahnenfenster nun als in vier bunte Subquadrate unterteiltes Quadrat in den Microsoft-Farben rot, grün, gelb, bau. Alles plan, kein Schatten, nur gerade Linien - so wie das neue Windows aussieht.
Darüber, wie das neue Logo zustande kam, wird - das ist der Microsoft-Fluch - natürlich längst gewitzelt: per Excel-Tabelle, lautet die beliebteste Erklärung.
Doch bei dem Softwarekonzern ist nicht alles eitel Sonnenschein. Der kanadische Sicherheitsexperte und Hacker Nadim Kobeissi hat sich in seinem Blog über Microsofts Schutzmechanismus SmartScreen echauffiert - und damit Wellen geschlagen. SmartScreen sammle Informationen über die auf einem Computer installierte Software und schicke sie samt IP-Adresse ans Microsoft-Hauptquartier, lautet sein Vorwurf.
SmartScreen ist eine Sicherheitsfunktion, die Windows-Nutzer vor potentiell problematischer und gefährlicher Software warnen soll. Doch der Schutz gehe zu weit, meint der Hacker. Microsoft habe die Kommunikation zwischen Filter und Server zu schlecht abgesichert: "Man könnte alle Kommunikation zwischen SmartScreen und Microsoft abfangen und so Wissen über jedes einzelne herunter geladene und installierte Programm eines Ziels erlangen." Ob dieser Vorwurf stimmt oder nicht, darüber wird nun im Entwickler-Forum von "Hacker News" diskutiert.
Und es gibt noch mehr Vorwürfe gegen Microsoft. Folgt man der Argumentation von "Betanews", haben Microsoft-Anwälte - absichtlich oder nicht - mit fragwürdigen Urheberrechtsargumenten eine Forumsdiskussion aus den Google-Suchergebnissen entfernen lassen, in der die neue Windows-Oberfläche heftig kritisiert wurde. "Betanews" glaubt Hinweise gefunden zu haben, dass Microsoft kritische Diskussionen über Windows 8 aus der Öffentlichkeit verschwinden lassen will. Betanews-Chef Joe Wilcox ruft Microsoft deshalb in einem wütenden Blogeintrag auf: "Entschuldigt Euch, solange Ihr noch könnt."
WhatsApp will Lauscher aussperren
Der Smartphone-Messenger WhatsApp überträgt Nachrichten seiner Nutzer ab sofort verschlüsselt. Damit ist es für Dritte nun nicht mehr möglich, die Mitteilungen mit speziellen Spionageprogrammen abzufangen, berichtet "Heise". WhatsApp macht keine Angaben dazu, welche Verschlüsselung genau zum Einsatz kommt. Die App ist für viele Smartphone-Betriebssysteme erhältlich und wird in der Regel als kostengünstiger Ersatz für SMS genutzt. (dpa-tmn)
Was am Freitag sonst noch in der Netzwelt wichtig war
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