US-Streitkräfte: Raketenabwehr schlägt Porno-Alarm

Neuer Feind in den eigenen Reihen: Der Chef der US-Raketenabwehr sorgt sich um den Porno-Konsum seiner Soldaten. Die sollen nun abstinent surfen - und so die Dienstrechner nicht unnötig einer Virengefahr aussetzen.

Raketenabwehr: So sieht die Arbeit der Missile Defense Agency normalerweise aus Zur Großansicht
dapd

Raketenabwehr: So sieht die Arbeit der Missile Defense Agency normalerweise aus

Hamburg - Die für die US-Raketenabwehr zuständige Missile Defense Agency hat ihren Mitarbeitern Internetporno-Verbot erteilt. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf ein entsprechendes Rundschreiben, das Ende Juli an die Soldaten und Mitarbeiter von beauftragen Unternehmen gegangen ist. Ein Sprecher der Raketenabwehr bestätigte die Porno-Warnung.

In dem einseitigen Text - im Namen von Raketenabwehrchef John James jr. -wird auf Fälle in den vergangenen Monaten angespielt, in denen Soldaten oder Firmenmitarbeiter Pornos abgerufen und verschickt haben sollen. Dabei werde nicht nur Bandbreite belegt, sondern es bestehe die Gefahr, das militärische Netzwerk mit Schadprogrammen zu infizieren.

Wer sich nicht an das Porno-Verbot hält, riskiert eine Suspendierung. Außerdem weist James seine Untergebenen und Auftragnehmer - darunter Konzerne wie Boeing oder Lockheed Martin - darauf hin, dass der Netzwerkverkehr penibel überwacht werden müsse.

ore

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken
  • Nutzungsrechte Feedback

Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.