Firefox-Entwickler Mozilla-Chef will sich zurückziehen

Der Firefox-Entwickler Mozilla muss sich bald einen neuen Chef suchen. Der bisherige Manager Gary Kovacs will den Posten im Laufe dieses Jahres abgeben. Er steht seit mehr als zwei Jahren an der Spitze des Unternehmens.

Mozilla-Chef: Gary Kovacs hat seinen Rückzug angekündigt.
DPA

Mozilla-Chef: Gary Kovacs hat seinen Rückzug angekündigt.


Mountain View - Gary Kovacs habe seine Ziele für Mozilla erreicht, deshalb werde er im Laufe des Jahres seinen Posten abgeben, teilte das Unternehmen im Mozilla Blog mit. Kovacs, der zuvor unter anderem Manager bei den Softwarehäusern Adobe und Sybase war, ist seit mehr als zwei Jahren Chef des Firefox-Entwicklers. Nun wolle er wieder in einem kommerzielleren Bereich arbeiten, sagte Kovacs im Interview mit dem US-Blog All Things D. Hinter Mozilla steht eine nichtkommerzielle Stiftung.

Die Mozilla Corporation, die vor allem für den populären Web-Browser Firefox bekannt ist, hat unter Kovacs neue Investitionen gewagt und will mit einem eigenen Firefox-Betriebssystem auf dem Smartphone-Markt Fuß fassen. Für Europa will die Telekom im Sommer das erste Handy mit Firefox OS auf den Markt bringen.

Mozilla habe sich verändert, betonte Kovacs in dem Interview. Nach der Ankündigung seines Rückzugs sollen nun andere Mozilla-Spitzenkräfte um die Stiftungsvorsitzende Mitchell Baker mehr Verantwortung übernehmen, während die Suche nach einem Nachfolger für Kovacs läuft. Gary Kovacs wird Mozilla aber wohl trotzdem erhalten bleiben. Er soll einen Sitz im Aufsichtsrat übernehmen.

hev/dpa



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