Musikindustrie: Der deutsche Musikmarkt schrumpft nicht mehr

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Download-Boom in Deutschland: 2011 war für die deutsche Musikbranche das beste Jahr seit langem. Das Digital-Wachstum kann die Verluste bei CD-Verkäufen fast ausgleichen. Ein Marktvergleich mit Schweden und den USA zeigt aber: Die radikalen Veränderungen kommen noch.

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Corbis

The Parlotones: Die deutsche Musikbranche freut sich über stagnierende Umsätze

Zum ersten Mal in diesem Jahrtausend sind 2011 die Gesamtumsätze der Musikbranche in Deutschland nicht mehr geschrumpft. Das besagt zumindest die Jahresstatistik des Bundesverbands Musikindustrie.

Eine richtige Trendwende kann man aus den Zahlen nicht ablesen - das winzige Wachstum von 0,1 Prozent des Gesamtumsatzes verdankt die Branche gestiegenen Einnahmen aus Lizenzen für Musik in Fernsehen, Film und Werbung und - geschätzten - Umsatzsteigerungen bei den Leistungsschutzrechten, zum Beispiel für im Radio gespielte Aufnahmen.

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Musikmarkt in Zahlen: Downloads für Deutschland, Musik-Abos für Schweden
Beim Verkauf von Musik lief es 2011 wie seit Jahren: Für CDs gaben die Kunden weniger Geld aus. Allerdings sind die Einnahmen voriges Jahr nicht mehr ganz so stark geschrumpft: 49 Millionen Euro Minus beim Tonträgerverkauf, 2010 waren es noch 117 Millionen Euro Verlust. Das Wachstum des Digital-Verkaufsumsatzes um 43 Millionen Euro hat die Verluste bei Tonträgern nicht ausgeglichen.

Umsatzentwicklung Musikkaufmarkt in Deutschland (2004-2011)
Gesamt (Mio. Euro) digital (%) physisch (%)
2004 1753 0,74 99,26
2005 1747 1,72 98,28
2006 1706 4,81 95,19
2007 1652 5,33 94,67
2008 1623 8,87 91,13
2009 1575 10,98 89,02
2010 1489 13,70 86,30
2011 1483 16,66 83,34
Quelle: Bundesverband Musikindustrie e. V.; media control / GfK Panel Services / * inkl. Downloads à la carte, Mobile (Realtones, Ringbacktones), Aboservices, werbefinanzierte Streaming-Services, sonstigem Einkommen aus digitalen Geschäftsfeldern
Mit Konzerten, Festivals und Musicals wurden einer Studie der GfK für den Bundesverband Veranstaltungswirtschaft zufolge 2009 gut 2,2 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt - aktuelle Zahlen für den Live-Markt als Ergänzung zu den neuen Daten zum Nicht-Live-Markt sind derzeit nicht öffentlich zugänglich.

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Vergleicht man den deutschen Markt für Nicht-Live-Musik mit anderen Staaten, spricht einiges dafür, dass die großen Veränderungen noch anstehen. Der Anteil digitaler Musikverkäufe am Gesamtumsatz der Branche ist in Deutschland weit geringer als in den USA, Großbritannien oder Schweden. Die deutsche Musikbranche verdiente 2011 mit CD-Verkäufen mehr als mit allen anderen Produkten - gut eine Milliarde Euro, das ist das Vierfache der gesamten Digitaleinnahmen.

Wichtigste Formate bei Musikverkäufen in Deutschland (nach Umsatz)
Format Anteil Verkauf 2011 (%) Umsatz 2010 (Mio. Euro) Umsatz 2011 (Mio. Euro) Veränderung (%)
CD 74,04 1130 1098 -2,83
DVD/VHS 7,22 115 107 -6,96
Download-Bundles 7,89 91 117 28,57
Download-Singletracks 5,80 66 86 30,30
Streaming 1,75 25 26 4,00
Vinyl 0,94 12 14 16,67
Single 0,81 19 12 -36,84
"Quelle: Bundesverband Musikindustrie e. V.; media control / GfK Panel Services / * inkl. Downloads à la carte, Mobile (Realtones, Ringbacktones), Aboservices, werbefinanzierte Streaming-Services, sonstigem Einkommen aus digitalen Geschäftsfeldern"
Niemand bezweifelt, dass die CD-Umsätze weiter schrumpfen werden. Die interessante Frage ist, ob der Wandel in Deutschland so läuft wie in den Vereinigten Staaten, oder eher so wie in Schweden. Beide Staaten haben Musikmärkte mit den höchsten Digitalanteilen weltweit - gut 50 Prozent in den USA, 44 in Schweden. Doch der Gesamtumsatz mit Nicht-Live-Musik hat sich in beiden Staaten ganz unterschiedlich entwickelt: In Schweden war er 2011 fast so hoch wie 2007, in den USA schrumpfte er in dem Zeitraum um 28 Prozent.

Gesamtumsatz Musikmärkte weltweit 2007 - 2011
2007 (Mio. USD) 2011 (Mio. USD) Veränderung 2007-2011 (%) Digitalanteil 2011 (%)
USA 6112,6 4372,9 -28,46 50,6
Norwegen 141,3 115,1 -18,54 44,9
Schweden 156,1 155,3 -0,51 44,2
Großbritannien 1651,1 1433,7 -13,17 31,7
Japan 5285 4087,7 -22,65 22,1
Frankreich 1252,1 1002,2 -19,96 19,2
Finnland 90,8 72,2 -20,48 16,5
Deutschland 1591,1 1473,7 -7,38 15,3
Basis: Umsatz zu Handelsabgabepreisen in Dollar; physischer und digitaler Musikverkauf, Performance Rights, Synchronisation; Quelle: IFPI
Wird die Branche in Deutschland mit steigender Digitalquote so radikal schrumpfen wie in den USA, oder läuft es so wie in Schweden? Ein Grund für die erstaunliche Entwicklung in Skandinavien könnte der Erfolg des Flatrate-Streamingdienstes Spotify sein.

In Schweden wird die Kultur-Flatrate bald Realität

In Schweden machten Abo-Gebühren für Streamingdienste 2011 gut 82 Prozent des Digitalumsatzes der Musikbranche aus. In den USA hingegen ist der Abo-Anteil am Digitalumsatz gering - sechs Prozent 2011. In Deutschland ist er ähnlich winzig, obwohl Simfy seit Jahren eine Musikflatrate bietet. Die Abo-Quote in Schweden ist seit dem Start von Spotify 2008 kontinuierlich gestiegen. Wenn die Tonträger-Umsätze weiter sinken, könnte die Kulturflatrate in Schweden bald Realität sein - mit der Besonderheit, dass ein privates Unternehmen den Markt kontrolliert.

Inzwischen bietet in Deutschland neben Simfy und Spotify ein halbes Dutzend anderer Firmen Musik-Flatrates an. Ob die Pauschalangebote den Musikmarkt so umkrempeln wie in Schweden, ist aber keineswegs ausgemacht. Spotify verdankt schätzungsweise ein Viertel seiner Abo-Kunden in Schweden einer Partnerschaft mit dem Internetprovider Telia. In Frankreich (Abo-Anteil am Digitalmusikmarkt 23 Prozent 2011) ist es beim Flatrate-Marktführer Deezer ähnlich: Dort sind die meisten der gut 1,5 Millionen zahlenden Deezer-Nutzer tatsächlich Kunden des französischen Mobilfunkanbieters Orange, der die Musikflatrate als Teil bestimmter Paketangebote vertreibt.

Angesichts dieser Entwicklung erscheint es fraglich, ob Spotify, Deezer und all die anderen Flatrate-Dienste in Deutschland ohne Provider-Partnerschaften ähnlich erfolgreich werden wie in Schweden. Vielleicht kann das aggressive Marketing über Facebook die Vertriebsmacht der Provider ersetzen - das wird sich 2012 auf dem deutschen Markt für Digitalmusik zeigen. Spotify setzt auf Marketing per Facebook, über Provider und auf Partner wie Coca-Cola, die Spotify-Dienste in ihren Werbekampagnen nutzen werden. Wenn diese Strategie so aufgeht wie in Schweden, könnte Spotify den Markt für Digitalmusik ähnlich dominieren wie Facebook den für soziale Netzwerke.

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Streamingdienste im Überblick
Angebot Spotify Simfy Napster Deezer Rdio Juke
Titel im Katalog 16 Mio. 16 Mio. 15 Mio. 13 Mio. 15 Mio. 15 Mio.
Browser nein ja ja ja ja ja
Player Desktop Windows, MacOS, Linux, iOS, Android, Blackberry Windows, MacOS, Linux, iOS, Android, Blackberry Windows / MacOS nein Windows / MacOS nein
Player Mobil iOS, Android, Blackberry, WP 7 iOS, Android, Blackberry iOS, Android iOS, Android, Blackberry iOS, Android, Blackberry, WP 7 iOS, Android
Offline-
Modus (Desktop)
ja (9,99 Euro) ja (9,99 Euro) ja ja (9,99 Euro im Monat, 1 Rechner) nein ja
Offline-
Modus (mobil)
ja (9,99 Euro) ja (9,99 Euro) ja (9,95 Euro) ja (9,99 Euro im Monat, 1 Gerät) ja (9,99 Euro im Monat) ja
Eigene Daten (Desktop) ja ja nein ja ja nein
Eigene Daten (mobil) ja (9,99 Euro im Monat) nein nein ja ja (9,99 Euro im Monat) nein
App-
Plattform
ja nein nein nein nein nein
Künstler-
Radio
ja ja ja ja ja nein
Bitrate 160 Kbit/s Dektop, 320 Kbit/s (99 % 9,99 Euro) 192 - 320 Kbit/s 128 Kbit/s (Streaming Dekstop), 192 Kbit/s AAC offline bis zu 320 Kbit/s bis zu 320 Kbit/s keine Information
Gratis werbe-
finanziert (sechs Monate unbegrenzt auf dem Desktop, welt-
weit begrenzt auf 10 Stunden nach sechs Monaten)
werbe-
finanziert (20 Stunden Streaming auf Desktop / per Browser, 5 Stunden nach zwei Monaten)
Testversion 7 Tage 30 Sekunden zum Reinhören / Testversion 15 Tage Premium Testversion 7 Tage Unlimited nein
Bezahl-Angebot 1 4,99 Euro (unbe-
grenztes Streaming Desktop)
4,99 (unbe-
grenztes Streaming auf Desktop / per Browser)
7,95 (Streaming Desktop) 4,99 (Browser / Desktop), 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) 4,99 (Browser / Desktop), 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) -
Bezahl-Angebot 2 9,99 Euro / Monat 9,99 Euro / Monat 9,95 (Desktop und Mobil) 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) 9,99
Stand: 10.8.2012

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insgesamt 8 Beiträge
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1.
Nania 19.04.2012
wie verwunderlich. Es passiert genau das Gegenteil vom Prophezeiten.
2.
Ganz Rom? 19.04.2012
Technischer Wandel. Mehr kann ich aus diesen Zahlen nicht herauslesen. Ich sehe keine flegelhafte Umsonstkultur und keine Generation von Autos stehlenden oder schwarz fahrenden Raubkopierern. Was ich stattdessen sehe sind heulsusige Bierkutscher und Dampfmaschinenfabrikanten, die jahrelang mit unglaublicher Sturheit an alten Geschäftsmodellen festgehalten haben. Erbärmlich. Das gilt im Übrigen auch für etliche Medienhäuser und Volks(!)vertreter, die sich, wieder einmal, vor den Karren einer kleinen Gruppe volksferner Gierlappen haben spannen lassen.
3.
snoook 19.04.2012
Oder wie sagt Volker Pispers? Die Deutsche Binnenschifffahrt macht mehr Umsatz. Und die haben noch sie so rumgezetert!
4. Fehler!
chrissikmar 19.04.2012
Das kann ja eigentlich nur ein Fehler sein. Gerade jetzt, wo die Piraten so stark werden, heißt das ja, dass immer mehr Menschen alles umsonst haben wollen, und natürlich auch holen. Und ACTA und SOPA sind ja erstmal weg, da muss die Quote der Raubmordkopierer ja geradezu explodieren. Und die VDS haben wir auch noch nicht.... Perfektes Beispiel dafür, dass man diesen Menschen, die immer wieder das selbe behaupten (alle wollen alles umsonst, zu diesen gehört übrigens auch der Spiegel), auf keinen Fall etwas glauben sollte. Denn, wie man sieht, läuft das Geschäft mit diesem ominösen Internet ja doch...
5. CDs sind digital!
gewappnetTS 19.04.2012
Ob sich bei den Journalisten irgendwann herumsprechen wird, dass CDs bereits digital sind und somit das Label "Digitale Musik" für Download-Zahlen als Abgrenzung von CD-Verkaufszahlen sinnfrei ist? Und wäre dieser weit verbreitete Unsinn nicht mal was für eine Zwiebelfischkolumne?
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Wie man von Musik lebt

Der Musikmarkt schrumpft, die Branchenriesen jammern - aber was spürt die Independent-Szene eigentlich von der Krise? SPIEGEL ONLINE fragt unabhängige Musiker, Booker und Labelgründer, die nach dem Krisenjahr 2003 begonnen haben.

Glossar der Musikindustrie
Independent / Major
Als unabhängige Label gelten alle Plattenfirmen, die nicht zu den vier großen international tätigen Unternehmen Sony Music, Emi, Warner Music und Universal Music gehören. Die großen vier (Majors) machen 70 bis 80 Prozent des Musikumsatzes weltweit - der Rest entfällt auf die kleinen Independent-Labels. Zum Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) gehören in Deutschland 1200 Firmen, der internationale Indie-Verband Merlin hat nach eigenen Angaben um die 12.000 Mitglieder.
Label
Welche Arbeit die Plattenfirma für den Künstler erledigt, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Ein Extrafall ist der sogenannte Bandübernahmevertrag: Da gibt ein Künstler eine fertige Produktion ab, das Label organisiert nur noch Hersteller und Promo, wickelt die Abrechung ab. Ein Label kann aber auch die Produktion finanzieren und organisieren. Je mehr das Label erledigt, umso höher ist in der Regel dessen Anteil an den Einnahmen. Wenn das Label die Aufnahme bei einem anderen, vielleicht professionelleren Produzenten finanziert hätte, würde es mit dem Künstler einen sogenannten Künstlervertrag und mit dem Produzenten einen Produzentenvertrag abschließen. Bei fast allen Verträgen trägt letztendlich das Label das Warenrisiko: Wenn weniger Platten gekauft werden als produziert wurden, bleibt das Label auf den angefallenen Kosten für Herstellung und Werbung sitzen.
Musikverlag
Während die Label Vervielfältigungs- und manchmal auch Leistungsschutzrechte wahrnehmen, werten Musikverlage die Urhebernutzungsrechte der Musiker an ihren Kompositionen und Texten aus. Sie kümmern sich um die Gema-Abrechnung, auch der Live-Auftritte, und manche Verlage bemühen sich, die von ihnen betreuten Stücke Radiostationen und Werbeagenturen anzupreisen, in Spielfilmen zu platzieren, und überwachen, dass die Werke nicht von anderen ohne Genehmigung bearbeitet werden. All das kann ein Musiker auch selbst machen - ein Verlag nimmt ihm gegen Beteiligung die Arbeit ab. Manche Verlage beschäftigen eigene Mitarbeiter, die sich um die Verwertung in Radio und Werbung bemühen, um zusätzliche Einnahmen für Künstler und Verlag zu erzielen. Inzwischen bauen viele Label eigene Verlage auf, um mehr Rechte auszuwerten.
Booking
Die Booking-Agentur organisiert die Live-Auftritte eines Künstlers. Großen Stars zahlen solche Agenturen oft vorab ein hohes Garantiehonorar aus, das sie dann refinanzieren müssen. Die meisten Booking-Agenturen arbeiten aber auf Provisionsbasis - ein Anteil von 20 Prozent an den Einnahmen der Künstler ist gängig.
360-Grad-Vertrag
Das Schlagwort bezeichnet die Strategie von Labels, mit Künstlern nicht mehr allein beim Tonträger-Vertrieb zusammenzuarbeiten, sondern auch bei der Auswertung von Urhebernutzungsrechten (als Musikverlag), beim Livegeschäft (als Booker) und beim Merchandising.
Gema
Die Gema nimmt Gebühren für alle Verwertungen von Musik ein, die das Urheberrecht an den Stücken betreffen. Wer CDs mit vom Gema-Vertragspartner geschriebener Musik herstellt, die Songs digital verkauft, in Werbespots nutzt, live spielt oder im Netz als Download, Stream oder im Webradio vertreibt, zahlt dafür Gebühren. Die Gema schüttet die Einnahmen - nachdem die Verwaltung bezahlt ist - an Komponisten, Autoren oder ihre Musikverlage aus.
GVL
GVL steht für Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Ein Leistungsschutzrecht bezieht sich immer auf die bestimmte Aufnahme eines Stücks. Wer daran Leistungsschutzrechte hält, hängt von den Produktionsverträgen ab. Im Prinzip hat jeder ein Leistungsschutzrecht an einem Stück, der Musik einspielt oder einsingt. So können auch Produzenten Leistungsschutzrechte an einer Aufnahme haben oder Labels, wenn sie die Produktion abgewickelt haben. Wenn ein Musiker im Studio seine Stück selbst einspielt, erwirbt er auch Leistungsschutzrechte an dieser Aufnahme, genauso wie bezahlte Studiomusiker. Der Verkauf der Musik im Laden oder Download-Shop ist die Erstverwertung dieser Rechte - dafür kriegen die Musiker in der Regel einen Vorschuss und einen Teil der Einnahmen. Wenn die von ihnen eingespielte oder produzierte Musik aber im Radio, Fernsehen oder Kaufhaus läuft, bei Veranstaltungen abgespielt wird, müssen die Sender und Veranstalter für diese Zweitverwertung der Rechte an die GVL zahlen. Diese Zusatzeinnahmen schüttet die GVL an die Mitglieder aus.


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