Musikkarriere per Web-Video Weltbühne der Wunderkinder

Singen kann er nicht, reimen kann er nicht - und doch ist dieser rappende Bayer namens Mördan ein Star. Wie viele Web-Wunder lebt er vom Sex-Appeal des Stümperhaften. Doch die wahren Hit-Helden sind Talente, die in der Analog-Ära des Musikgeschäfts komplett ignoriert worden wären. Ein Streifzug.

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Gitarren-Wunderkind Sungha Jung: Express-Karriere mit zehn Jahren

Gitarren-Wunderkind Sungha Jung: Express-Karriere mit zehn Jahren

Was haben Justin Bieber, die Arctic Monkeys, Panic at the Disco, Cody Simpson oder Esmée Denters gemeinsam? Nicht viel, wenn man davon absieht, dass sie ohne die Rückendeckung einer Plattenfirma zu Stars oder Sternchen wurden. Sie absolvierten keine Castings, ihnen wurde keine Legende und kein Image aufgedrückt, sie wurden erfolgreich aus ihrem eigenen Tun heraus - und per Web.

Dass jemand mit Hilfe des Web populär wird, gilt heute fast als Standard. So sehr, dass die PR-Leute der Plattenfirmen ihren Newcomern allzu gern Web-Legenden andichten - wer nicht on ist, ist out, von vornherein, ohne Chance.

Das Web hat eigene Kriterien dafür, wer ein echter Online-Star ist; meistens echte Exoten, die durch ein paar Millionen Klicks dazu geadelt werden. Mit Vorliebe feiert das Web krumme Helden, die außerhalb dieses auch durch einen sehr speziellen Humor definierten medialen Raumes völlig chancenlos wären.

Auf den Folgeseiten: Kuriose Exoten, Künstler und Könner - vorgestellt in Videos.

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insgesamt 19 Beiträge
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Zapallar 21.07.2011
1. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!
Das ist doch mit allem so: Ich muss mich selbst drum kümmern, muss mir selbst die für meinen Geschmack schönste Musik raussuchen, das kostet Zeit und Arbeit, wird aber belohnt. Wer sich auf Radiomorningshows, Medienmeterware und Plattenmarketing verlässt hat augenscheinlich keinen Geschmack oder keinen Anspruch. Urlaub z.B. ... selbes Thema. Klar kann ich pauschal nach Malle, auf die Kanaren oder schön zwei Wochen DomRep ... wenn ich aber Anspruch habe und was schönes möchte, mach ich eben Patagonien, Israel, Barbados, Schweden oder die äußeren Hebriden ... was nicht unbedingt teurer, aber schöner und anspruchsvoller ist.
flippert0 21.07.2011
2. Millionen Klicks
Es gibt ein Video von einer Katzenmutti, die ihr Junges abschleckt, das hat mehrere Millionen Klicks. Mir sind die ganzen Multimillionen-Klicks-bei-YT-Stars suspekt. Weckt mich, wenn jemand 100€ ausgibt, um die im Konzertsaal oder sonstwo sehen zu wollen.
promondo 21.07.2011
3. Andy McKee...
...ist doch wirklich genial! Schön, ihn auf diese Weise 'kennengelernt' zu haben. Kein Wunder, dass er 'in the real world' erst mal keine grosse Karriere zustande gebracht hat: introvertiert, zu pummelig. Er spielt halt lieber, als Unterhalter zu sein. Seine Technik und Musik sind wirklich phantastisch. Und wer hätte gedacht, dass doch Millionen Menschen dies für sich entdecken?!?
flykiller 21.07.2011
4. Joe
Satriani (1x n genügt!) heisst der doch eher mittelmässige Jazzgitarrist (CHICKENFOOT!)! Wirkliche "Gitarren-Hochleistungssportler" (-> super Kofferwort, dennoch unnütz!) spielen in der Liga von Steve Stevens, David Gilmour und Konsorten...
fonkyfingers 21.07.2011
5. Original und Kopie...
Er spielt ja wirklich sehr schön und auch sehr gut, aber der Autor hätte ja ruhig das immerhin sehr gut kopierte (und leider 2005 verstorbenes) Vorbild nennen können: Eric Roche. Zum Vergleich: http://www.youtube.com/watch?v=S-tO6IFwBXI (ab 0:40)
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