Von Konrad Lischka
Der Sänger fliegt mit in einem magischen Sessel durch die Bibliothek, ein Affe entleiht Bücher, ein Student schmökert mit einer Gasmaske überm Kopf und alle tragen Vokuhilas - das Musikvideo zu "Head Over Heels" ist merkwürdig genug - es wurde ja auch 1985 gedreht. Der kalifornische TV-Produzent Dustin McLean hat einen großartigen Dreh gefunden, derart altbackene Werbefilmchen zu extrem lustigen Mini-Filmchen umzubauen: Er singt mit seiner Frau Priscilla zur ursprünglichen Melodie der Achtziger-Jahre-Schnulzen einen neuen, abstrusen Text.
Meistens kommentieren die beiden einfach das Musikvideo - ihr neuer Text zum Tears-for-Fears Klassiker "Head over Heals" klingt so wie das Video aussieht:
"Der Affe liest / ich helfe dir mit den Büchern / Du trägst eine sehr große Brille / Ich gehe hier nicht weg / Nein, ich gehe nicht weg / Na gut, jetzt laufe ich doch weiter"
Der 29-jährige McLean hat mit diesen Clips ein neues Genre begründet: Als er Anfang Oktober vor gut einem Jahr seine erste Musikvideo-Satire bei YouTube einstellte und "Literal Video" taufte, sahen in einer Woche gut 800.000 Menschen den Clip. McLean produzierte weiter, fünf Clips bislang, und viele Karaoke-Fans eifern ihm nach.
Abgefahrene Regenbögen, lesende Affen und der Axl-Rose-Tanz: SPIEGEL ONLINE zeigt die besten Musikvideo-Satiren.
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