Falsche FBI-Warnung Mutmaßlicher Straftäter stellt sich nach Virenbefall

Angeblich sperrt die Polizei den Rechner und will Geld: Auf diese Masche von Betrügern ist ein mutmaßlicher Sextäter in den USA hereingefallen. Als er zur echten Polizei ging, wurde er festgenommen.

Falsche Meldung: Auf eine Warnung dieser Art, angeblich vom FBI, fiel ein 21-Jähriger herein

Falsche Meldung: Auf eine Warnung dieser Art, angeblich vom FBI, fiel ein 21-Jähriger herein


Weil ihn beim Anschauen von Kinderpornografie angeblich das FBI erwischte, hat sich in den USA ein 21-jähriger Mann auf einer Polizeistation gemeldet. Ob gegen ihn ein Haftbefehl wegen Kinderpornografie vorläge, wollte er von den Beamten wissen - und bot ihnen zugleich seinen Computer zum Beweis seiner Unschuld an.

Eine "FBI-Warnung" wegen Kinderpornografie habe sich auf seinem Computer geöffnet, gab der Mann zu Protokoll. Gegen Zahlung einer Geldstrafe würden ihm polizeiliche Ermittlungen erspart bleiben, lautete der Hinweis. Der junge Mann war Opfer eines Computervirus geworden. Kriminelle versuchen so, Internetnutzer abzuzocken. In Deutschland ist diese Masche vor allem als "BKA-Trojaner" bekannt; wie man sich gegen sie schützt, haben wir hier aufgeschrieben.

Meistens trifft der Erpressungsversuch unbescholtene Internetnutzer. Doch in diesem Fall fanden die Beamten bei der Untersuchung des Computers prompt problematische Bilder und Nachrichten eines 13-jährigen Mädchens. Eine Hausdurchsuchung und die Festnahme des Mannes folgten, wie die zuständige Polizeistation auf Facebook schreibt.

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Webtipp: Wie löscht man einen Lösegeld-Trojaner?

fko

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slava grof 29.07.2013
1. kaum zu glauben
es gibt also tatsächlich leute, die auf so einen schlecht gemachten scam hereinfallen? meine empfehlung: vielleicht dann doch lieber ganz ohne internet.
oemes 29.07.2013
2. Polizeistation auf Facebook ???
Die Polizeistation ist bei Facebook und verbreitet dort ihre "Fänge". Was ist das für ein schräger Film? Und nun soll sich nochmal jemand wundern, warum es keinen größeren Protest gibt wegen dem Skandal um NSA usw.: ganz einfach, weil alle das nutzen.
cardenal_mendoza 29.07.2013
3. Nochmal in Kurzform...
... er bot der Polizei seinen Computer als Beweis seiner Unschuld an und die fanden daraufhin "problematische Bilder und Nachrichten eines 13-jährigen Mädchens" auf selbigem?! War dann kein sonderlich cleverer Schachzug des jungen Mannes. Erinnert mich irgendwie an die Aktion von Christoph Daum zur Jahrtausendwende...
u.loose 29.07.2013
4. Wobei laut Heise
dieser "Virus" in der Tat eben "problematisches" Bildmaterial auf dem infizierten Rechner ablegt. Siehe http://www.heise.de/security/artikel/Unrat-des-BKA-Trojaners-finden-und-loeschen-1859558.html Es ist also jederzeit möglich als völlig Unbescholtener in Verdacht zu geraten wozu auch eine etwas technikferne Sicht der Justiz beiträgt.
shine31 29.07.2013
5. Re: Polizeistation ist bei Facebook
Zitat von oemesDie Polizeistation ist bei Facebook und verbreitet dort ihre "Fänge". Was ist das für ein schräger Film? Und nun soll sich nochmal jemand wundern, warum es keinen größeren Protest gibt wegen dem Skandal um NSA usw.: ganz einfach, weil alle das nutzen.
Das ist kein schräger Film, sondern amerikanisches Recht! Dort werden übriegens Jugendliche, die sich gegenseitig "Nacktbilder" zuschicken (heutzutage recht üblich) der "Verbreitung von Kinderpornographie" angezeigt!
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