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TV-Simulator Noch einmal fernsehen wie in den Neunzigerjahren

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Ach ja, so fühlte sich Fernsehen vor 20 Jahren an: Alles kreischt und ist bunt - und der einzige Weg aus diesem Wahnsinn ist der Kanalwechsel. Oder wird es dadurch nur schlimmer? Das lässt sich jetzt im Netz noch einmal herausfinden.

Dazu muss man es nur wagen, den Einschaltknopf von My90sTV.com zu drücken, einem Simulator des amerikanischen Fernsehens der Neunzigerjahre. Dort gibt es ein typisches Programm von früher, sortiert nach Jahren. Zappen kann man über einen Knopf am abgebildeten Fernsehgerät.

My90sTV.com hat Hunderte TV-Serien, Cartoons, Nachrichten, Werbespots, Soaps, Talkshows, Kinder- und Unterhaltungsformate im Programm. Viele Sendungen und Musikvideos sind auch deutschen Fernsehzuschauern bestens bekannt, die Mischung erinnert tatsächlich an zurückliegende Fernsehabende.

Historisch fernsehen: Man schaltet ein und zappt über die Knöpfe Zur Großansicht

Historisch fernsehen: Man schaltet ein und zappt über die Knöpfe

Sogar das Logo dieses TV-Simulators ist erstklassig authentisch dem eines Neunzigerjahre-Kinderkanals nachgebildet. Das Material dazu holt sich die Website von YouTube.

Es gibt übrigens keineswegs nur die Neunzigerjahre-Erfahrung: Zwei weitere Simulatoren zeigen ähnlich aufbereitet, wie Fernsehen in den Siebzigern und Achtzigern war - und auch an den Sechzigern arbeitet Entwickler Joey Cato schon.

Das alles sei allerdings mit großem Aufwand verbunden, schreibt der Programmierer, der schon an der erfolgreichen Videospielreihe "Die Sims" mitarbeitete: "Obwohl ich die Datensammelei großteils automatisieren konnte, musste ich jedes einzelne Video noch manuell überprüfen." Man kann das auch anders ausdrücken: Joey Cato zappte sich erst mal selbst durchs Programm.

kno

12 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
PatrickKiene 09.03.2015
thelix 09.03.2015
philipkdi 09.03.2015
PeterHellinger 09.03.2015
Paul Panda 09.03.2015
georg2of9 09.03.2015
maros 10.03.2015
gympanse 10.03.2015
web-physio 10.03.2015
Layer_8 10.03.2015
stirnrunzlerin52 10.03.2015
gympanse 10.03.2015

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Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

Angeklickt: Wo kommt der Hype her?
  • Das Internet hat eine neue Form des Unterhaltungskonsums hervorgebracht. Es fing an mit Videos, Fotos, Powerpoint-Präsentationen, die per E-Mail herumgeschickt wurden, ging weiter mit über Instant-Messaging-Dienste verbreiteten Links zu Clips mit skateboardfahrenden Hunden oder ungelenken Kindern beim Lichtschwert-Exerzieren und fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Weitererzähl-Web der digitalen Gegenwart. Der Lacher für die Mittagspause wird heute über Facebook oder Twitter weitergereicht, genau wie der schnelle Niedlichkeits-Kick (Katzenvideos!) als Mittel gegen den grauen Büroalltag oder der mitgefilmte schmerzhaft-dämliche Skateboard-Unfall für zwischendurch.

  • Die kaskadische Form der Informationsverbreitung, die gerade Dienste wie Twitter ermöglichen, hat dem Phänomen des spontanen Internet-Hypes ein perfektes Biotop geschaffen. Auch ein Jahre altes Video von einem lachenden Pinguin kann urplötzlich innerhalb weniger Stunden ein Millionenpublikum erreichen - wenn geheimnisvolle Faktoren zusammenkommen, die noch niemand so recht entschlüsselt hat (wer das schafft, wird vermutlich sehr reich werden).

  • Und was sich lang genug in den Köpfen der Menschen hält, was weiterverarbeitet, verballhornt, umgedeutet, neu abgemischt wird, bringt es im Informationsverbreitungs-Wunderland Internet vielleicht sogar zum Mem.

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