Von Matthias Kremp und Christoph Gunkel
Seit Tagen wird im Netz diskutiert: Was ist auf den Satellitenaufnahmen der Wüste Gobi, die sich über Google Maps aufrufen lassen, wirklich zu sehen? Am Dienstag berichtete SPIEGEL ONLINE über die merkwürdigen geometrischen Figuren und Strukturen, die auf Satellitenbildern der Region erkennbar sind. Handelt es sich tatsächlich um ein chinesisches Gegenstück zum US-Testflugplatz Nellis Air Force Base in der Wüste von Nevada, der auch als Area 51 bezeichnet wird? Handelt es sich also um geheime militärische Testanlagen? Oder lassen sich die teils kilometerlangen Muster auch anders erklären?
"Ich habe schon viele Satellitenbilder gesehen, aber das ist wirklich eine ganz harte Nuss", erklärt der freiberuflich arbeitende Diplomgeograf und Fernerkundungsexperte Rainer Stuhrmann gegenüber SPIEGEL ONLINE und ergänzt: "Man muss schon sagen, das sind sehr mysteriöse, aber auch sehr spannende Aufnahmen." In einem Punkt ist er sich sicher: "Mit extraterrestrischer Existenz, Aliens und ähnlichen Schauermärchen hat das absolut gar nichts zu tun - das sind ganz klar vom Menschen gemachte Strukturen".
Überwiegend würden die abgebildeten Anlagen wohl militärisch genutzt, sagt Sascha Klonus, Diplomumweltwissenschaftler und Experte für Geoinformatik und Fernerkundung an der Uni Osnabrück. Dieselbe Meinung vertritt auch Elmar Csaplovics, Professor für Geofernerkundung an der Technischen Universität Dresden und weist darauf hin, dass gerade der militärische Bereich manchmal scheinbar unerklärliche Phänomene hervorbringt.
So lassen sich, mit Hilfe von Fachleuten, schlauen Lesern und ein wenig Recherche den mysteriösen Bildern einige ihrer Geheimnisse entlocken.
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