Nachhilfe für die Musikbranche: So sollten erfolgreiche Musikdienste aussehen

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4. Teil: Keine Transparenz, was wo legal zu haben ist

Wenn es die Musikindustrie schon nicht schafft, so etwas wie eine Globallizenz für legale Online-Musikangebote zu schaffen (was man zehn Jahre nach dem Ur-Napster eigentlich erwarten könnte), muss zumindest eine Suchmaschine möglich sein. So eine Art legales Pirate Bay, wo man Künstler, Songtitel oder Albennamen eintippt und Links zu allen legalen Quellen aufgelistet bekommt.

Wer darauf besteht, für jeden Künstler und jeden Staat auf diesem Planeten unterschiedliche Lizenzen zu verkaufen, könnte doch zumindest die Verteilung transparent machen. Das ist sicher naiv und utopisch, aber angesichts der illegalen Konkurrenz unabdingbar. Kostenpflichtige oder werbefinanzierte Musikangebote haben nur eine Chance, wenn sie einfacher zu finden sind als die kostenlose Raubkopie über eine Suchmaschine wie Pirate Bay.

Die Suchfunktionalität bei legaler Online-Musik ist heute gefühlt auf dem Entwicklungsstand des Internets anno 1990 - der Zeit vor Yahoo und Google.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 26 Beiträge
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1. Napster fehlt mir
dasOJO 27.02.2009
In diesem Artikel fehlt mir eindeutig ein Hinweis auf Napster. Nicht den ehemaligen P2P-"Dienst" (der ja erwähnt wurde), sondern das heutige Napster, das für 10 Euro im Monat eine Musik-Flatrate anbietet, deren begeisterter Nutzer ich seit Anfang 2009 bin. Das Angebot ist riesig groß. Nur 2 Songs von Oasis? Da kann ich als Napster-Kunde nur drüber lachen. Einziger Nachteil bei Napster: Man benötigt eine Windows-Software. Mac- und Linux-Nutzer können damit leider nichts anfangen. Als Mac-Nutzer kann ich Napster aber dennoch nutzen, da ich einen sogenannten "Zoneplayer" von Sonos einsetze (eine Streaming-Lösung, die Musik von einer Festplatte oder aus dem Internet an die Stereoanlage überträgt), über die man auch ohne den PC einzuschalten auf Napster zugreifen kann. Seitdem höre ich kaum noch etwas anderes.
2. napster
runatthesun 27.02.2009
muss dasOjo recht geben. auch ich als napster nutzer bin begeistert und sehe deren mietmodell in form einer flatrate als eine durchaus akzeptable und wünschenswerte lösung an - es muss ja nicht umsonst sein. 10 euro im monat sind ein fairer preis. PS: @dasOjo mitlerweile kann man sich auch per browser einloggen und bekommt so auch ohne software zugrifff auf den vollen funktionsumfang.
3. Was zu kompliziert ist, verkauft sich nicht...
Osis 27.02.2009
Der agnze Unfug hat doch meist nur die Aufgabe, die Kunden zu nerven. Man will nur Musik hören. Punktum. Ich selber kaufe bewußt keine Musik mehr, sondern höre nur noch Radio. War eine Umstellung, aber es geht problemlos. Der CD-Wchsler ist entsorgt, Mp3-Player verstaubt irgendwo. Und ich kann mich umwichtigere Sachen kümmern. Die "Musikmafia" verdient immernoch Millionenbeträge, produziert Eintagsfliegen am laufenende Band. Aktuell hab ich noch von keinem Musikkonzern gehört der pleite ist, warte noch darauf, dass da auch Staatshilfen eingefordert werden, weil durch die krise alle nur noch raubkopieren. Man sollte alte Sturkturen sterben lassen, auch in einer Marktwirtschafts. Das Urheberrecht in seiner jetzigen Form stammt aus einer Zeit vor dem Internet und ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Der Verfall hat längst eingesetzt, die Menschen begreifen es überhaupt nicht mehr. Selbst in der Generation 30+ wissen viele überhaupt nicht, was sich hinter "DRM" versteckt. Wenn die Musikhändler nicht endlich wieder einfache Wege gehen, werden sie auf Dauer immer mehr Kunden verlieren oder nur noch beklagen können. Wobei Letzteres langfristig vollkommen wirkungslos ist.
4. Nicht ganz
Scathe 27.02.2009
Zitat von runatthesunPS: @dasOjo mitlerweile kann man sich auch per browser einloggen und bekommt so auch ohne software zugrifff auf den vollen funktionsumfang.
Ist leider nicht ganz so einfach: Wenn ich es nicht ständig vergessen würde, hätte ich meine Napster-Flatrate schon längst wieder gekündigt...
5. heise
huebi 27.02.2009
Wie der Verkauf von Musik aussehen könnte, wird bei Heise schon seit Jahren diskutiert. Hat das irgendwas geändert? Nein. Genausowenig wird es es dieser SPON Artikel tun.
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