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Name statt Adresse: Google öffnet die E-Mail-Schleuse

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Künftig können Nutzer von Google Mail auch Nachrichten an Mitglieder des sozialen Netzwerks Google+ versenden - ohne deren E-Mail-Adresse zu kennen. Die Nutzer fürchten eine Spam-Welle. Doch die Leitung zu Google+ lässt sich kappen.

Google verschmilzt sein soziales Netzwerk Google+ stärker mit dem konzerneigenen E-Mail-Dienst Google Mail. Der Suchmaschinenbetreiber hat am Donnerstag angekündigt, dass Mitglieder bei Google Mail bald auch Nachrichten an die Nutzer von Google+ schreiben können - ohne deren E-Mail-Adresse zu kennen. Die Kontakte bei Google+ sollen im Empfängerfeld vorgeschlagen werden, sobald der Nutzer eine neue E-Mail verfasst. In diesem Feld erscheinen bisher lediglich die Kontakte aus dem Adressbuch.

Doch längst nicht alle Netznutzer sind von der Änderung begeistert. Sie fürchten, dass dadurch eine Spam-Welle losgetreten und das eigene Postfach mit Mails von Fremden geflutet wird. "Google Mail ist gerade ein bisschen unheimlicher geworden", schreibt ein Nutzer bei Twitter. "Ich sehe die Vorteile, aber das Spam-Risiko ist gerade gestiegen." Ein anderer Nutzer schreibt, dass er nicht ganz sicher sei, was er von der Verschmelzung der beiden Dienste halten soll, kommt aber zu dem Schluss: "E-Mails sollten eher privat bleiben."

Zumindest die E-Mail-Adresse bleibt verborgen, bis der Nutzer damit einverstanden ist, dass die Adresse an ein Mitglied bei Google weitergegeben wird. Erst, wenn der angeschriebene Mail-Nutzer antwortet, wird die Adresse sichtbar. Bis dahin erscheint im Empfängerfeld lediglich der Name des Kontakts mit dem Hinweis, dass es sich um einen Empfänger aus dem sozialen Netzwerk handelt. Bei bekannten Kontakten aus dem eigenen Adressbuch wird hingegen zusätzlich die E-Mail-Adresse angezeigt.

Nachrichten von Kontakten aus den eigenen Kreisen bei Google+ sind kaum zu übersehen: Diese Mails landen direkt im Posteingang. Nachrichten von fremden Personen hingegen verschiebt der Suchmaschinenbetreiber zunächst in den alternativen Posteingang mit der Bezeichnung "soziale Netzwerke".

So wird die Leitung zu Google+ gekappt

Die neue Regel gilt von Beginn an für alle Nutzer von Google Mail. Allerdings lässt sich per Opt-out verhindern, dass unerwünschte E-Mails von fremden Nutzern über Google+ im eigenen Postfach landen. Dafür wählt man auf der Web-Oberfläche bei Google Mail rechts oben das Zahnrad für die Einstellungen aus.

Unter dem ersten Reiter "Allgemein" gibt es die Option "E-Mail über Google+". Dort kann man einstellen, ob jeder Nutzer über Google+ an die eigene Adresse eine Mail schicken darf, nur Kontakte aus bestimmten Kreisen oder einfach niemand.

jbr

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insgesamt 22 Beiträge
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1. Google ist eine Datenkrake, ...
.freedom. 10.01.2014
. die mit Daten von mir und über mich Geld scheffelt. Dem habe ich jetzt aber den Riegel vorgeschoben. Im Firefox kann man alles von Google und Yahoo löschen. Dazu muss man in der Adressleiste "about_:config" eingeben und schon öffnen sich die Einstellungen von Firefox. Wer möchte kann hier den Browser schneller machen und auch an den Einstellungen drehen. Vorallem ist es möglich Google komplett aus Firefox zu verbannen und alles von Google und Yahoo löschen. Zuerst sollten aber die Lesezeichen und Einstellungen gesichert werden. Wer das noch nie gemacht hat, suche nach " Firefox about_:config " und informiert sich dort. Hat man doch etwas nicht ganz richtig gemacht, kann im schlinmmste Fall Firefox nicht starten. Das ist aber auch kein Beinbruch, da man den Firefox aus seinem Download-Ordner wieder installieren und die vorher gesicherten Einstellungen und Lesezeichen wieder einfügen kann. Möchte man aber trotzdem mit Google suchen ist das auch kein Problem. Dazu gibt man einfach google.de in die Adressleiste ein und man kann so auch mit Google suchen. Wenn Google nicht mehr im Firefox ist und man die suche mit google.de in der Adressleiste startet sieht man eine noch nie vorher gesehene Googleseite Wer den Erfolg seiner Aktion sehen möchte installiert das kleine add-on "cookie killer" von Firefox. Hat man dieses add-on vorher installiert, kann man sehen, dass Google permanet cookies setzt, obwohl die vorher gelöscht wurden. Nach drei Minuten sind wieder cookies von Google da. Nach der Säuberrung ist aber Schluss mit cookies von Google. Persönlich suche ich mit startpage.com. Die zeichnen nichts auf und setzen keine cookies.
2. Guglhupf ja, ...
Loddarithmus 10.01.2014
... aber niemals (wieder) Google. Habe mich schon lange entwöhnt und sehe mich fast täglich bestätigt in meiner Entscheidung. Es gibt genug Alternativen.
3.
sorry ich bin bloß arzt 10.01.2014
Zitat von sysopKünftig können Nutzer von Google Mail auch Nachrichten an Mitglieder des sozialen Netzwerks Google+ versenden - ohne deren E-Mail-Adresse zu kennen. Die Nutzer fürchten eine Spam-Welle. Doch die Leitung zu Google+ lässt sich kappen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/name-statt-adresse-google-oeffnet-die-e-mail-schleuse-a-942783.html
Wer eine Adresse bei Guhglmehl hat, freut sich wahrscheinlich auf Spämm. Wie sagt man so schön? Selbst Schuld.
4. optional
Tom T. Berger 10.01.2014
Der Artikel ist doch völlig irrelevant, weil bei Spiegel-Lesern - wenn ich mir so die Foren durchlese - absolut niemand irgendwas von der bösen, bösen Datenkrake und NSA-Zweigstelle Google nutzt :-) Das werden jetzt sicher wieder die üblichen Verdächtigen bestätigen...
5.
maburayu 10.01.2014
Wäre alles kein Problem wenn man nicht immer mehr dazu gezwungen wird sich bei Google+ anzumelden. Youtube kommentieren, Aps downloaden und was wird noch alles kommen. Bei Facebook kann man wenigstens noch sagen, nö mag ich nicht, und dann ist Ruhe.
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