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Video-Flatrate: Netflix ist jetzt in Deutschland verfügbar

Netflix und seine Alternativen: Das bieten Maxdome, Watchever und Co. Fotos
DPA

"Fargo", "From Dusk till Dawn", "Penny Dreadful": Das sind einige der Serien, mit denen Netflix auf dem Markt der Video-Flatrates punkten will. In der Nacht zum Dienstag hat das Unternehmen sein Angebot in Deutschland freigeschaltet.

Netflix bietet seine Video-Flatrate ab Dienstag auch in Deutschland an. Im billigsten Tarif lässt sich der Videodienst für 7,99 Euro im Monat abonnieren, gibt das US-Unternehmen per Pressemitteilung bekannt, dafür bekommt man jedoch nur Streaming in SD-Qualität. Wer Filme und Serien in HD sehen will, muss 8,99 Euro zahlen, außerdem kann er für diesen Preis zwei Geräte gleichzeitig nutzen statt nur eines. Vier Streams und Ultra-HD-Qualität bei einigen Videos gibt es für 11,99 Euro. Wie die meisten Konkurrenten bietet Netflix Neukunden die Möglichkeit, das Angebot einen Monat lang kostenlos zu testen.

Netflix läuft auf diversen Geräten, vom Computer über Smart-TVs, Smartphones und Tablets bis hin zu den zwei neuesten Konsolengenerationen von Microsoft, Sony und Nintendo. Außerdem kooperiert das Unternehmen zum Start mit der Deutschen Telekom, in den kommenden Wochen soll der Dienst auf allen Entertain-Set-Top-Boxen verfügbar sein. Außer in Deutschland startet Netflix dieser Tage noch in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz.

Inhaltlich will sich der Dienst mit aufwändigen Eigenproduktionen von der Konkurrenz abheben, etwa mit der Frauengefängnis-Serie "Orange Is the New Black". Zu einigen weiteren Titeln, die es in Deutschland exklusiv im Monatspaket von Netflix zu sehen gibt, gehören "Fargo" und "From Dusk till Dawn", beides Serien, die von den gleichnamigen Filmklassikern inspiriert sind. Außerdem hat Netflix zum Start die Psychothriller-Serie "Penny Dreadful" des US-Senders Showtime im Programm.

"Stromberg", "Pastewka", "Tatortreiniger"

An deutschen Produktionen bietet der Dienst zum Beispiel "Stromberg", "Pastewka" und "Der Tatortreiniger" an, auch einige deutsche Kinofilme wie "Keinohrhasen" sind verfügbar. Wirkliche Überraschungen scheint der Video-Katalog nicht zu bieten, viele Inhalte gab es schon bei internationalen Netflix-Ablegern zu sehen, manches auch bei Konkurrenzdiensten.

Netflix hat 1997 in den USA als Online-DVD-Verleih begonnen. 2007, als Internetverbindungen dafür schnell genug wurden und viele Nutzer dazu übergingen, raubkopierte Filme aus dem Netz zu laden, schwenkte die Firma zum Streaming über. Zuletzt machte Netflix mit selbst produzierten Serien wie "House of Cards" auf sich aufmerksam, die sogar für die Emmy-Fernsehpreise nominiert wurden. Nach eigenen Angaben hat der Online-Videodienst rund 50 Millionen Abonnenten in mehr als 40 Ländern.

In den deutschen Markt steigt Netflix vergleichsweise spät ein, mit Maxdome und Watchever gibt es bereits zwei etablierte Dienste. In den vergangenen Monaten kamen mit Amazons Prime Instant Video und Sky Snap weitere Konkurrenten hinzu. Einen ausführlichen Vergleich der vier genannten Dienste lesen Sie hier. Im Laufe des Tages werden wir auch das Angebot von Netflix detaillierter vorstellen und auf dessen Stärken und Schwächen eingehen.

Mit Material von dpa

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insgesamt 64 Beiträge
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1. Serien
hobbyleser 16.09.2014
Von Serien wie Fargo und From Dusk Till Dawn kann ich nur abraten: Man stelle sich vor, man zerhackt und streckt einen guten Film von 90 min auf Serienlänge, besetzt ihn mit Hollywoods Hinterbänklern und verwässert die Prägnanz des Originals. Sparen sie sich Lebenszeit und gucken sie die Originalfilme. Sie sind um Meilen besser und sie haben es nach 90 min hinter sich.
2. Einen weiteren Videodienst ...
winki 16.09.2014
braucht niemand wirklich. Der Satz "Konkurrenz ist gut für's Geschäft" greift hier nicht.
3.
krümelchen 16.09.2014
Netflix ist tatsächlich der einzige Dienst in Deutschland, der für mich die Mindestvoraussetzung erfüllt: Englischer Ton und englische Untertitel. Das Serien-Angebot ist bisher nicht überragend, aber ganz okay. Für ein Dauerabo lohnt es sich für mich nicht, aber ab und zu mal einen Monat, um gezielt Staffeln anzuschauen, ist auf alle Fälle drin. Also, eine gute Basis ist gelegt, die hoffentlich in Zukunft durch ein größeres Serienangebot ausgebaut wird. Die übrigen Anbieter hat Netflix für mich jedenfalls schon vom Start weg obsolet gemacht.
4. Hier ein Abo
felisconcolor 16.09.2014
dort ein Abo und noch ein Abo und überhaupt noch ein Abo und nicht zu vergessen GEZ für nothing und.... Mist Geld alle und der Tag hat auch nur 24 Stunden und Motorrad fahren an der frischen Luft ist eh gesünder, wenn nur nicht diese Leute mit ihren 3L Diesel immer die Strassen verstopfen würden. Vielfalt tun der Fernsehlandschaft sicher gut, aber in Anbetracht der Zwangsbeglückung durch Regierungssender... hab ich keine Lust drauf
5. Mutig...
Falcon030 16.09.2014
...bei den Fernsehermarken, die unterstützt werden, LG und Samsung außen vor zu lassen - wenn ich trotz internetfähigem TV tatsächlich immer ein zweites Gerät zusätzlich einschalten muss, bleib ich doch erst einmal lieber bei Prime. Sollte Netflix die Palette vergrößern, denke ich aber gerne noch einmal über ein Abo nach.
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