Netz-Marketing Hacker basteln bunter

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5. Teil: Computer-Gehäuse aus Couch-Tischen


In Ikeas löchrigem Couch-Tisch Hol soll man den Krimskrams aufheben, der sonst das Wohnzimmer zumüllt. Warum nicht einen Wohnzimmer-Computer? Die Hamburger Ingenieurin Barbara Griem wollte schon lange den Videorekorder (und die VHS-Kassetten!), die Stereoanlage und die Fotoalben durch einen Festplatten-Rekorder mit Bildschirm-Steuerung ersetzen.

Barbara Griem

In einem Hol könnte das alles sogar ganz schick aussehen. Griem hat den Versuch gemacht – und er ist geglückt: Festplatte, Grafik- und Soundkarten, DVD-Laufwerk und ein TFT-Monitor unter einer Glasplatte verschwanden in Hol. Der PC läuft unter der speziellen Linux-Software "MythTV" – ein freies und kostenloses Gegenstück zu den diversen Steuerprogrammen für sogenannte "Media Center". Griems "MythPC" im Hol-Behälter füttert den Fernseher und die Boxen – die Familie hört mit dem Holzkasten Musik, nimmt Filme auf und spielt sie ab. Griems Bedenken wegen der Lüftung und Kühlung der Maschine haben sich bislang nicht bestätigt: "Das Gerät tut täglich brav seinen Dienst", versichert Griem SPIEGEL ONLINE.

Etwas Ähnliches hat der Hattinger IT-Systemkaufmann Daniel Tangermann gebastelt: Er hat einen PC in ein Hol-Gehäuse eingebaut. Der 30-Jährige ist begeistert von seinem HolPC: "Alle nötigen Kabel für Router, Strom, USB Ports, Monitore gehen geordnet rein und auch wieder raus." Außerdem ist der HolPC sehr leicht zugänglich, erzählt Tangermann SPIEGEL ONLINE: "Ich kann schnell mal eine Festplatte austauschen oder weitere PC-Steckplätze nutzen." Sein nächstes Ikea-Projekt: "Eventuell werde ich demnächst dem PC meiner Freundin auch noch ein adäquates Holgehäuse gönnen."



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