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Mobile World Congress: Das Megatreffen der Mobilfunkbranche

Smartphone-Fans auf der ganzen Welt blicken gerade nach Barcelona: Bis Donnerstag trifft sich dort die Branche zum Mobile World Congress (MWC), der größten und wichtigsten Mobilfunkmesse des Jahres. Für die Teilnehmer wie mich bedeutet das: überteuerte Hotelzimmer und überfüllte U-Bahnen. Es bedeutet aber auch, einen Blick auf die Mobilfunkzukunft werfen zu können.

AFP

In dieser Zukunft ist Samsung erst mal nicht vorn mit dabei. Abweichend von der Regel hat der Konzern kein neues Oberklasse-Smartphone präsentiert. Auf die Vorstellung des Galaxy S8 müssen Fans noch bis zum 29. März warten.

Der heimliche Messestar ist dieses Jahr ein Handy, das aus der Zeit gefallen wirkt, eine Neuauflage des Nokia 3310. Mit dem Retro-Gerät für 49 Euro lässt sich "Snake" spielen und auch mal wieder ein Wochenendtrip ohne Ladegerät wagen. Schwierig wird es nur, wenn man dann das Bergpanorama per Instagram teilen will. Apps laufen auf dem neuen 3310 nämlich nicht.

Freies WLAN: Last-Minute-Aktion der Bundesregierung

imago

Für die Große Koalition ist es eines der wichtigsten Digitalprojekte der Wahlperiode: Sie will sehr viel mehr offene WLAN-Netze im Land, schließlich hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Per Gesetz will man dafür sorgen, dass diejenigen, die anderen ihr Netz anbieten, für mögliche Rechtsverstöße der Mitnutzer nicht mehr haften müssen.

Doch die Umsetzung zeigt, wie qualvoll sich Digitalpolitik in Deutschland hinziehen kann: Ein erster Entwurf vom damaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel aus dem Herbst 2015 wurde verrissen. Ein ganz anders gehaltener zweiter Entwurf wurde im Juli 2016 zwar Gesetz - doch ebenfalls heftig kritisiert und prompt von einem EuGH-Urteil in der Angelegenheit überholt.

Jetzt hat Brigitte Zypries von Gabriel übernommen und will das gerade erst verabschiedete Gesetz nachbessern, wie mein Kollege Fabian Reinbold erfahren hat. Ob die Last-Minute-Aktion so kurz vor den Wahlen im September wirklich noch zündet?

Neue Nintendo-Konsole: Switch, die Ein-Spiel-Konsole

SPIEGEL ONLINE

Für Nintendo-Fans ist Freitag Feiertag: Die Switch kommt auf den Markt. Für 330 Euro liefern die Japaner einen Mix aus Handheld, Tablet und Heimkonsole, der beim Ausprobieren vor allem durch Flexibilität überzeugte. Aus einem Controller können zwei kleine werden, binnen Sekunden lässt sich die Mobilvariante der Switch mit dem Fernseher verbinden.

Blöd nur: Interessiert einen nicht gerade das neue "The Legend of Zelda" namens "Breath of the Wild" - das auch für Nintendos Wii U erscheint -, gibt es zum Start kaum ein aufregendes Spiel. Ab Freitag erhältlich sind etwa ein "Bomberman"-Spiel, die x-te Auflage des Tanzspiels "Just Dance" und eine Minispiel-Sammlung namens "1-2-Switch". "Mario Kart 8 Deluxe" dagegen kommt leider erst Ende April, und auch Video-Apps wie Netflix sind erst in Planung. Wenn Sie wegen der "Zelda"-Erwähnung also noch keine Gänsehaut haben: Geld sparen, auf mehr Spiele warten.


Seltsame Digitalwelt - eine Anekdote: Während des Fluges bitte Strom sparen!

Reiseadapter für die USA sind praktisch und unverzichtbar - sorgen mitunter aber auch für Verwirrung. Neulich etwa, auf meiner Reise zur CES in Las Vegas, fragte mich eine Flugbegleiterin, wie viel 'das Ding' denn verbrauche. Sie meinte damit eine klobige Konstruktion aus Adapter und Notebook-Netzteil - meine einzige Chance, Strom für den Dienstrechner zu bekommen.

Man sehe es gar nicht gern, wenn so viele Geräte an die Steckdosen angeschlossen würden, sagte die Flugbegleiterin. Das würde irrsinnig viel Strom verbrauchen. Wie viel viel ist, schien sie aber doch nicht zu wissen. Vor längeren Diskussionen jedenfalls konnte ich mich mit einem simplen Trick retten: mit dem Hinweis, dass mein Nebenmann seine Steckdose gar nicht benutzt. Der schlief zum Glück.

Die App der Woche: "Hidden Folks"
getestet von Sebastian Meineck

Adriaan de Jongh

Wo schwingt der Holzfäller Fleck seine Axt, und wo streckt das Monster Mo seine ledernen Flügel? Im Wimmelbild-Spiel "Hidden Folks" muss man sie alle suchen. Wer die "Wo ist Walter?"-Kinderbücher in guter Erinnerung hat, wird auch "Hidden Folks" mögen, wo Hunderte gezeichnete Figuren auf dem Bildschirm tippeln, hüpfen und winken.

Auf seiner Suche kann sich der Spieler durch mehr als 15 Levels wischen und zoomen. Per Fingertipp lassen sich Vögel aufscheuchen, Türen aufstupsen und Büsche durchkämmen. Die meisten Soundeffekte wurden mit dem Mund erzeugt. Löst der Spieler eine Autohupe aus, ertönt ein lautmalerisches "Nüt! Nüt!", findet er einen versteckten Gegenstand sagt eine Stimme: "Bing!" Das Ergebnis ist eine liebevolle Fantasiewelt, in der sich sogar ein Pokémon versteckt.

Von Adriaan de Jongh, ohne In-App-Käufe: iOS (3,99 Euro), Windows, Mac OS, Linux (7,99 Euro)

Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

  • "Donald Trump's 'shadow president' in Silicon Valley" (Englisch, acht Leseminuten)
    Wie groß ist der Einfluss des Tech-Investors Peter Thiel auf Donald Trump und dessen Regierung? Dieser Frage ist "Politico" nachgegangen. Das Ergebnis: Thiel, schon lange Trump-Unterstützer, ist seit der Wahl zu einem der wichtigsten Strippenzieher im Weißen Haus aufgestiegen.

  • "Macron ist schwul, NOT!" (Deutsch, fünf Leseminuten)
    Sie haben es wahrscheinlich auch schon gehört: Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron soll nur eine Tarnehe führen und in Wahrheit schwul sein. Die "Zeit" hat nachgezeichnet, wo dieses Gerücht seinen Ursprung nahm und über welche Wege es sich verbreitet hat - eine interessante Fallstudie in Sachen "Fake News".

  • "Pearl" (Animierter Kurzfilm für VR, fünfeinhalb Minuten)
    Auch wenn "Pearl" am Sonntagabend bei den Oscars nicht gewonnen hat: Der Film für die Virtual Reality (VR) war immerhin als erster Beitrag seiner Art jemals für die Auszeichnung nominiert. Sehenswert ist die Geschichte von Regisseur Patrick Osborne auch nach der Verleihung noch. Als 360-Grad-Version lässt sich "Pearl" im Browser oder per YouTube-App fürs Cardboard schauen - oder mit der VR-Brille HTC Vive über Viveport.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche, Ihr

Matthias Kremp

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
echoanswer 27.02.2017
1. Was war denn nun neu?
Das 3310? Ich habe noch ein Original. Wozu brauche ich ein Kopie? Die Smartphone Kids wundern sich. Was für ein Fortschritt ???
oschn 27.02.2017
2.
Zitat von echoanswerDas 3310? Ich habe noch ein Original. Wozu brauche ich ein Kopie? Die Smartphone Kids wundern sich. Was für ein Fortschritt ???
Weil es zwar nix mit dem Original zu tun hat, aber eine deutlich längere Akkulaufzeit aufweist.
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