Netzwelt-Ticker: Bild-Passwörter sollen Windows 8 sichern

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Microsoft plant Foto-Passwörter für Touchscreens, Marktforscher untersuchen die Regeln, nach denen sich Facebook-Nutzer befreunden, und der geknackte Twitter-Account von Lady Gaga verteilte Spam. Das und mehr im Überblick.

   Screenshot von Windows 8: Zugang nur nach Bilderrätsel Zur Großansicht


Screenshot von Windows 8: Zugang nur nach Bilderrätsel

Bei berührungsempfindlichen Bildschirmen gehört die Passworteingabe zu den eher kniffligen Aufgaben. Gerade Besitzer von dicken Fingern brauchen schon mal etwas länger, bis sie diese lästige Hürde überwunden haben. Dabei bietet ein Touchscreen doch ganz andere Möglichkeiten, das Verfahren zu vereinfachen und trotzdem sicher zu machen.

Für das kommende Windows 8 basteln die Microsoft-Techniker an einer bildgestützten Passworteingabe. Dazu wird einfach ein beliebiges Foto als Hintergrund eingestellt, auf dem der Anwender eine Reihe von Gesten und Bewegungen vollführt, die zur Freigabe führen. Das kann zum Beispiel ein Familienfoto sein, auf dem die Köpfe der Abgebildeten in einer bestimmten Reihenfolge mit dem Finger umkreist werden.

Die Bewegungskoordinaten werden einzeln erfasst und abgespeichert. Bei jeder Eingabe werden die Bewegungen und Gesten mit dem abgespeicherten Beispiel abgeglichen. Der erreichbare Sicherheitslevel sei außerordentlich hoch, so das Microsoft-Blog. Ein Passwort, bestehend aus fünf komplexen Gesten, könne bis zu 398.046.621.309.172 mögliche Kombinationen haben.

Auch für Facebook-Freunde gilt: Wer motzt, fliegt

Die Nielsen-Marktforscher haben sich mit den Gründen beschäftigt, warum ein Facebook-Nutzer einen anderen überhaupt als Kontakt hinzufügt oder ihm dieses Privileg wieder entzieht. Und, oh Wunder, gute Beziehungen in der Kohlenstoffwelt sind immer noch entscheidend. 82 Prozent der knapp 2000 Befragten fügten einen "Freund" hinzu, weil sie ihn im richtigen Leben kannten. Immerhin 60 Prozent fanden es freundschaftswürdig, dass der betreffende Kandidat ein gemeinsamer Kontakt mit anderen Freunden darstellte.

Und warum fliegt jemand wieder von der Freundschaftsliste? Auch hier keine großen Überraschungen. Dummes oder beleidigendes Gerede lässt niemandem im richtigen Leben die Herzen zufliegen, das ist bei Facebook nicht anders. Immerhin 55 Prozent der Freundschafts-Beender warfen Kontakte nach beleidigenden oder anstößigen Kommentaren von ihrer Liste. Andere gaben an, die vermeintlichen Freunde doch nicht so gut gekannt zu haben. Was auch ziemlich sicher zum Rauswurf führt, ist der Versuch, seinen Freunden etwas zu verkaufen. Den Bürstenvertreter lädt ja auch keiner zu sich an den Kaffeetisch.

Auch das noch

  • Stanford Law Review warnt vor Zerstörung des Internets durch Sopa: Derzeit wogt in den USA der Streit ums geplante Anti-Pirateriegesetz hin und her, nun haben auch Autoren des renommierten Stanford Law Review Stellung genommen. Unter der Überschrift "Zerstört nicht das Internet" warnen sie davor, manche Inhalte des Gesetzes könnten gegen die amerikanische Verfassung verstoßen.
  • Die Berliner Piraten-Geschäftsführerin erklärt sich: Mit krausen Ansichten zur vorgeblichen Schuld von HIV-Infizierten an ihrem Zustand, die die "Urprinzipien Pluto und Neptun" nicht integrieren würden, und sonstig esoterischen Aussagen hatte die neue Geschäftsführerin der Berliner Piratenfraktion für Verblüffung, Stirnrunzeln und auch Kritik gesorgt. Nun erklärt sie sich in einem offenen Brief und legt Wert auf die Geltung der Religionsfreiheit. Überdies übe sie keine politische Funktion aus.
  • Tastaturmatte für Tablet-Rechner: Wer beim Schreiben auf dem Tablet-Rechner das vertraute Gefühl der Tasten vermisst, kann bald aufatmen. Zwei Entwickler passten die schon länger auf dem Markt befindlichen Tastaturmatten an das iPad an. Die flexible, transparente Matte wird über die virtuelle Bildschirmtastatur gelegt. Da sie durchsichtig ist, erlaubt die Silikon-Matte namens "Touchfire" auch verschiedene Tastaturlayouts. Ab Ende Februar/Anfang März soll sie zum Preis von knapp 45 Dollar zu haben sein.
  • Geknackter Twitter-Account von Lady Gaga versprach verschenkte iPads: Die Weisheit der Masse zeigte sich nicht gerade, als der Twitter-Account von Lady Gaga allen Followern ein Gratis-iPad versprach. Tausende klickten den in der Nachricht enthaltenen Link an und landeten auf einer halbseidenen Angebotsseite. Das war ich nicht, mein Twitter-Profil wurde zwischenzeitlich gehackt, erklärte Lady G wenig später.

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insgesamt 1 Beitrag
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1.
kessel 20.12.2011
Wo gibts denn solche TastaturMatten für den PC? stelle mir das ganze deutlich angenehmer vor (für ne lange zeit) als so normale tastatur zu tippen :)
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Zum Autor
  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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