Von Felix Knoke
Nur zwölf Stunden nach dem Bekanntwerden des Todes der Pop-Diva sei der Preis der 2007 erstveröffentlichten "Ultimate Collection" im britischen iTunes-Store von 4,99 Pfund auf 7,99 Pfund gestiegen, berichtet der "Guardian". Digital Spy hat Twitter-Stimmen zum Preisanstieg gesammelt: "Ekelerregend" und "kalt", mehr Kritik ergibt eine Twitter-Suche. Offenbar sollte der Verkaufsboom nach Whitney Houstons Tod den Verkäufern noch einen Extra-Bonus einbringen.
Zwar würden Apple und Sony Music den Vorgang nicht kommentieren, so der "Guardian" weiter, aber ein "Insider" hätte gegenüber dem britischen Blatt darauf hingewiesen, dass Sony Music erst durch Houstons Tod festgestellt haben könnte, dass der Albumpreis versehentlich zu niedrig angesetzt war. In Deutschland kostet die "Ultimate Collection", groß in iTunes beworben, 5,99 Euro, also umgerechnet 4,99 Pfund.
Alles nur ein Versehen? Die Frage nach der Verantwortung für den Preisanstieg ist müßig. Natürlich ist der Tod der Sängerin kein Verkaufshindernis. Die postume Geschäftemacherei sollte niemanden überraschen, meint auch das "Handelsblatt": "So tragisch der Tod der Sängerin ist: Jetzt klingeln die Kassen." Die Vergangenheit zeige, wie viel Geld mit dem Tod eines Stars zu machen sei. Nach Michael Jacksons Tod haben die Erben und Rechteverwalter des "King of Pop" noch Millionen verdient, der Hype um den Sänger habe "nie gekannte Ausmaße" angenommen. Vater Jackson soll sogar gesagt haben: "Mein Sohn Michael ist tot mehr wert als lebendig."
Im Falle Houston werden bei Twitter aber noch ganz andere Theorien gestrickt: Kann es nicht sein, meint Twitter-Autor @InTheLittleWood, dass Künstler dazu eine Abmachung mit ihren Verlagen haben, um ihre Kinder/Familien über Wasser zu halten? Der postume Albumverkauf als ultimative Lebensversicherung?
Apple überrundet Google bei Meinungsumfrage
Welche US-Firma hat den besten Ruf unter amerikanischen Kunden? Apple, zumindest laut Meinungsumfrage von Harris Interactive (PDF-Datei, 488 KB). Das Marktforschungsunternehmen hat dazu knapp 4.600 Fragebögen eines Vortests (Nominierung von Top- und Flop-Unternehmen) und knapp 13.000 einer Online-Umfrage zur genauen Platzierung ausgewertet. Im letzten Jahr führte Google die Umfrage an, 2001 belegte Apple noch den letzten Platz. Google hat innerhalb der von Harris Interative errechneten Punkteskala seit dem Vorjahr leicht verloren - womöglich machen sich die Diskussionen um Datenschutz und Marktmacht der Suchmaschinisten langsam bemerkbar. Apple dagegen hat in dem Ranking zwölf Jahre in Folge Punkte hinzugewinnen können.
Was am Dienstag sonst noch wichtig war
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