Von Carolin Neumann
Beim saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco läuft der Betrieb offenbar wieder geregelt.. Mitte August war bekannt geworden, dass ein Wurm Computer des Unternehmens befallen hatte. Insgesamt 30.000 Rechner seien betroffen gewesen, teilte die Gesellschaft am Wochenende mit. Inzwischen seien alle gesichert und wieder in Betrieb.
Saudi Aramco hatte das Netzwerk nach der Entdeckung vorsichtshalber offline genommen. Die Kernbereiche des staatlichen Unternehmens, die Öl- und Gasförderung, seien zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen, versichert der Konzern auf seiner Website. Laut Reuters untersucht das Unternehmen den Vorfall und gab zunächst nur an, dass der Virus von "externen Quellen" gekommen sei.
Virenforscher hatten den Wurm vor dem Angriff im August bereits auf einigen Rechnern gefunden; Symantec taufte ihn auf den Namen Disttrack, McAfee auf Shamoon. Er ist offenbar darauf spezialisiert, Daten unwiderruflich zu löschen.
Dropbox führt neue Sicherheitsmaßnahme ein
Der US-Cloud-Speicherdienst reagiert mit einer neuen Funktion auf die jüngste Sicherheitspanne: Ganz unten in den Sicherheitseinstellungen lässt sich jetzt eine Zwei-Schritte-Authentifizierung aktivieren. Konten können mit einer Mobilfunknummer verknüpft werden. Bei jeder Anmeldung von einem unbekannten Gerät oder Zugriff über eine noch nicht genutzte Anwendung erhält der Nutzer einen Code, den er eingeben muss, um sich anmelden zu können. Noch ist diese zusätzliche Sicherheitsfunktion nicht für alle Konten freigeschaltet, über den Aufruf einer speziellen URL kann man die Funktion vorab aktivieren (man sollte im genutzten Browser allerdings bei Dropbox eingeloggt sein).
Unbekannten Angreifern war es kürzlich gelungen, mehrere Konten des Cloud-Speicherdienstes zu übernehmen. Nach Erkenntnissen des Unternehmens waren die Passwort-Hacks auf anderen Websites die Wurzel des Übels - für die Anmeldung bei Dropbox.com waren dieselben Kombinationen aus E-Mail und Passwort verwendet worden.
Musik-Streaming-Dienste schreiben rote Zahlen
Sowohl das hierzulande noch neue, aber bereits sehr populäre Spotify als auch der US-Dienst Pandora wachsen kräftig, doch abzüglich der Tantieme bleibt am Ende nichts übrig, was ein erfolgreiches Geschäftsmodell stützen könnte. Laut "Futurezone" hat das schwedische Spotify 2011 zwar 188 Millionen Euro Umsatz gemacht - hatte aber unterm Strich 40 Millionen Euro Verlust.
Auch wenn Pandora und Spotify unterschiedliche Modelle haben, müssen sie beide einen Großteil ihrer Einnahmen abtreten. Bei Spotify könnte der Preis für die Lizenzen der verschiedenen Labels weit höher sein die 70 Prozent, von denen Firmenchef Daniel Ek einst sprach, schreibt die "New York Times". Satte Finanzspritzen sind derzeit wohl der einzige Grund, warum das Unternehmen vorerst fortbestehen kann. Die Investoren tragen die Verluste - auf Dauer kann diese Variante nicht funktionieren.
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