Von Richard Meusers
Über den kommenden Fernseher von Apple kursieren schon seit längerem Gerüchte. Denen zufolge könnte das Gerät mit Sprach- und Gestensteuerung auf iOS-Basis laufen und schon im Sommer 2012 auf den Markt kommen. Nun soll Apple mit zwei kanadischen Partnern schon dabei sein, die iTVs in einer ersten Erprobungsphase außerhalb der eigenen Labore zu überprüfen. Nach wie vor sei das iTV-Projekt geheim, heißt es in einem Bericht der kanadischen Zeitung "The Globe and Mail". Die Telekommunikationsunternehmen Rogers Communications und Bell Canada verfügten bereits über entsprechende Geräte.
Im Prinzip handele es sich um einen Großfernseher in Form eines überdimensionalen, gestengesteuerten iPads. Bloomberg zufolge soll iTV seinen Nutzern außerdem die Möglichkeit geben, beliebte Videos und Filme miteinander online zu teilen.
Verdient Pinterest mit von Nutzern angepinnten Links Geld?
Einmal anklicken, schon ziert das tolle Foto von einer beliebigen Website das eigene Profil. Was schon aus urheberrechtlichen Erwägungen die Anwender schnell in unsichere Gewässer führen kann, ist auch sonst zumindest zweifelhaft. Am Dienstag berichtete der Blogger Josh Davis, dass Pinterest mit stillschweigend umgewandelten Links Geld verdiene.
Wer in seinem Profil auf eine E-Commerce-Seite mit Affiliate-Programm verlinke, würde Pinterest unbemerkt Geld in die Kasse spülen. Das Konzept soll wie folgt funktionieren: Wenn ein Surfer ein solches Bild klickt und zum Ursprungsort, zum Beispiel Amazon, gelangt und dort einen Kauf tätigt, zahlt Amazon an Pinterest eine Provision. Über die zu diesem Zweck erforderliche Link-Umwandlung informiere Pinterest jedoch nicht. Anscheinend sei diese Praxis bereits seit einem Monat im Gange. Entsprechende Hinweise gab es bereits Anfang Januar. Um überhaupt eine erfolgreiche Umwandlung der Links zu erreichen, bediene sich Pinterest eines Dienstleisters namens Skimlinks.
Von SPIEGEL ONLINE am Mittwoch versuchsweise bei Pinterest angelegte Links zu Amazon.de und Amazon.com wurden im Verlauf von fünf Stunden allerdings nicht umgewandelt.
Baden-württembergischer Kreis-Pirat tritt nach antisemitischem Tweet zurück
Ärger beim neugegründeten Kreisverband der Piratenpartei im baden-württembergischen Heidenheim: Dessen Vorsitzender Kevin Barth geriet in die Kritik, nachdem ein Tweet des Jungpolitikers bekannt geworden war. In dem hatte sich der 22-Jährige am 23. Januar, noch vor seiner Wahl ins Parteiamt, so geäußert: "ok. ich bin also antisemit weil ich die israelische kackpolitik und den juden an sich unsympatisch finde weil er einen sinnlosen krieg führt." Den inzwischen gelöschten Tweet bedauerte Barth recht bald und versuchte sich in einer Reihe weiterer Tweets zu entschuldigen. Von einem Rücktritt als Kreisvorsitzender wollte er zunächst nichts wissen, bis er schließlich am späten Dienstagabend auf sein Amt verzichtete. Die Landespartei stellte fest, "dass Antisemitismus, Rassismus und sonstiges radikales Gedankengut weder in der Piratenpartei noch generell in einer Demokratie einen Platz haben".
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