Von Richard Meusers
120 Millionen Dollar investiert Google in den Ausbau von Entwicklungsabteilungen am Firmensitz im kalifornischen Mountain View. Die Lokalzeitung "Mercury News" hat bei den Behörden eingereichte Unterlagen eingesehen und berichtet, dass Google vor allem in Hardware-Entwicklung investiere.
Unter den Projekten, deren Erprobung in den neuen Anlagen vorgesehen ist, befindet sich "@home". In den erweiterten Räumlichkeiten für dieses Projekt will Google unter anderem die Qualität von Funkverbindungen testen. Das "Wall Street Journal" hatte in der vergangenen Woche berichtet, Google entwickele Hardware, die Musik und Videos drahtlos auf verschiedene Haushaltsgeräte streamen soll.
Zudem fanden die Reporter der "Mercury News" in den Unterlagen Hinweise auf einen Ausbau der Räumlichkeiten für das geheimnisumwitterte "Projekt X". Bei diesem Projekt kommt "optische Präzisionstechnologie" zum Einsatz, zudem sollen Plasmaätzanlagen zum Einsatz kommen - ein Standardverfahren bei der Fertigung integrierter Schaltkreise. Was Google-Ingenieure in den Projekt-X-Räumen hinter schwarz abgeklebten Fenstern entwickeln, lässt sich aus den nun bekannten Details nicht ableiten.
Iran verstärkt Internet-Zensur
In Iran blockieren Provider den verschlüsselten Abruf bestimmter Web-Dienste. Der Iran-Korrespondent der "Washington Post" berichtete schon in der vergangenen Woche, er könne eine Reihe von Web-Angeboten wie Google Mail, Google Reader und Facebook nicht mehr https-verschlüsselt aufrufen. Er erhalte nur eine Fehlermeldung: "Aufgrund von Gesetzen gegen Computer-Kriminalität wird der Zugriff auf diese Web-Seite verweigert." Eine Beobachtung, die Google bestätigte. Laut einer Unternehmenssprecherin seien Angebote wie die verschlüsselte Suche, Google Mail und YouTube in dem Land blockiert.
Sarkasmus als Antwort auf Anonymous-Hack
Die Reaktion von Website-Betreibern, deren Angebote von selbsternannten Anonymous-Aktivisten gehackt wurden, ist in der Regel mehr oder weniger ohnmächtiger Zorn. Gefolgt von mühevoller Arbeit, die Angebote wieder zum Laufen zu bringen. Das blieb auch den Machern der Nachrichtenseite der Bostoner Polizei nicht erspart. Hacker hatten den Web-Auftritt durch eine eigene Botschaft und einen Musik-Clip ersetzt, in dem der Rapper KRS-One seinen Song "Sound of Da Police" darbietet. Nach gut einer Woche ist die ursprüngliche Seite zurück, berichtet das Sophos-Blog Naked Security. Aber von Zorn oder Ärger der Seitenbetreiber keine Spur. Im Gegenteil, sie veröffentlichten ein Video, in dem zu den Klängen des KRS-One-Songs einige Polizisten davon berichteten, wie schwer es ohne das eigene Nachrichtenportal gewesen sei. Einer der Beamten verpasste den Hackern eine elegante Retourkutsche: "Warum sollte irgendjemand einen so guten Song von KRS-One zerstören?"
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