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Netzwelt-Ticker Google startet Schnäppchen-Offensive

Bald auch bei Google: Die Jagd nach den billigsten AngebotenZur Großansicht
dpa

Bald auch bei Google: Die Jagd nach den billigsten Angeboten

Was macht man, wenn man den Marktführer nicht kaufen kann? Sein eigenes Ding! Google kündigt einen Groupon-Klon an. Außerdem im Überblick: Keine Playboy-App, 3-D-Konsole könnte kleinen Kindern schaden, und Hollywood will einen Film über WikiLeaks-Gründer Assange drehen.

"Google Offers" soll der Dienst heißen, mit dem Google den Markt für die ortsbasierte Schnäppchensuche aufmischen will. Noch ist die hauseigene Daily-Deals-Plattform in Planung. Man stehe derzeit in Kontakt mit Kleinunternehmern, um sie von einem Offers-Test zu überzeugen, ließ das Unternehmen am Donnerstag verbreiten.

Gemeinhin wird diese Offensive bereits als direkter Angriff auf den Marktführer Groupon interpretiert. Das junge Start-up gehört zu den aktuell am schnellsten wachsenden Webunternehmen und bereitet angeblich einen Börsengang vor, welcher der größte in der US-Technologiebranche seit zehn Jahren werden könnte. Google hatte versucht, sich Groupon einzuverleiben, war aber trotz eines Angebots von angeblich bis zu sechs Milliarden Dollar gescheitert.

Was, wenn nun Gigant Google den Markt der lokalen Schnäppchen betritt? Es dürfte für den Konzern ein Leichtes sein, Interessenten zu finden und sein bereits bestehendes, ausgeklügeltes Werbenetzwerk zu instrumentalisieren. Google werde auf diesem Markt sofort ein großer Player sein, spekuliert Mashable.

Zu früh gefreut, Playboy-Fans!

Von wegen unzensierte Playboy-Bunnys auf dem iPad. Der Übervater des berühmten Magazins, Hugh Hefner, hatte vor wenigen Tagen freimütig per Twitter verkündet, der "Playboy" käme nun endlich auch aufs iPad. Er trat damit Spekulationen los, Apple verabschiede sich von seiner bisherigen familienfreundlichen Politik, die barbusige Fotos (zum Beispiel auch der "Bild"-Zeitung) nicht zulässt. Das Unternehmen stellte jedoch klar: Es wird lediglich einen neuen Web-Abo-Service geben, der iPad-kompatibel programmiert ist - also etwa ohne Nutzung von Flash.

Technologiepanik unter Augenärzten

Die Spielkonsole Nintendo 3DS soll demnächst Dreidimensionalität in den heimischen vier Wänden zum Standard machen. Augenärzte warnen jedoch vor der Technologie, bei der 3-D-Bilder ohne Spezialbrille zu sehen sein sollen. Vor allem für Kinder sehen sie Gefahren. "Kinder brauchen ein klares, scharfes Bild in jedem Auge, damit sich ihre Sehfähigkeit normal entwickeln kann", wird Karen Sparrow von der Vereinigung der Augenärzte im "Guardian" zitiert. Schielen nennt sie als eine der möglichen Konsequenzen bei übermäßigem Gebrauch des Gerätes. Nintendo selbst hat aus denselben Gründen bereits einen Sicherheitshinweis für Kinder im Alter bis zu sechs Jahren herausgegeben.

Immerhin gibt es im ewigen Streit um die Schädlichkeit so manchen Gadgets für die Entwicklung unserer Kleinsten auch mal Positives zu berichten: Einer Studie zufolge verbessert das Schreiben von SMS die Buchstabierfähigkeit von Kindern. Während Kritiker immer wieder den Niedergang der Sprache beklagen, konnte die schulische Untersuchung in Zentralengland keine negativen Einflüsse auf die sprachliche Entwicklung feststellen. Im Gegenteil: Die Forscher vermuten, dass die so gefürchteten Abkürzungen in üblichen SMS-Dialogen Kindern eher dabei helfen, Buchstabenzusammenhänge zu begreifen.

Assange - der Film

Noch nicht mal auf dem Markt, schon für Hollywood optioniert: Die Biografie von WikiLeaks-Gründer Julian Assange soll verfilmt werden. Eine amerikanische Produktionsfirma will das Buch "The Most Dangerous Man in the World" des australischen Journalisten Andrew Fowler fürs Kino umsetzen. Der potentielle Produzent nennt den Stoff ein "spannendes Drama, das weltweit von Bedeutung ist". Das zugrundeliegende Buch ist nicht zu verwechseln mit der Autobiografie, für die sich Assange bereits lukrative Deals gesichert hat.

Musikbranche arbeitet an gemeinsamer Lizenzdatenbank

Die Musikindustrie will mit einer gemeinsamen Datenbank die Vermarktung der Urheberrechte vereinfachen und so schätzungsweise 100 Millionen Euro jährlich an Verwaltungskosten sparen. Dieses Geld solle sowohl den Musikverlagen als auch den Urhebern zugutekommen. Zudem sollen die an der Nutzung bestimmter Musikstücke interessierten Firmen leichter die Rechteinhaber ausfindig machen können, die oft bei verschiedenen Verlagen unter Vertrag sind. Damit könnten auch neue Online-Dienste schneller und einfacher an den Start gehen. Wie die an der Entwicklung des Systems arbeitende Beraterfirma Deloitte am Freitag mitteilte, soll die Datenbank in spätestens zwei Jahren voll funktionsfähig sein.

can/Reuters

Unfreiwillige YouTube-Heldin will klagen

Einen Moment nicht aufgepasst - und Platsch! Eine Amerikanerin, die beim SMS-Schreiben in einen Brunnen fiel, könnte diejenigen verklagen, die sie über Nacht zur unfreiwilligen Internet-Sensation machten. Offenbar hatten Sicherheitsmitarbeiter des Einkaufszentrums, in dem sich der Vorfall ereignete, das Video verbreitet. Bei YouTube wurde der Clip inzwischen mehr als zwei Millionen Mal angesehen.

Auch das noch:

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insgesamt 2 Beiträge
ajf00 21.01.2011
Warum wird der Apple Marketing Begriff der "familienfreundlichen Politik" eigentlich vom Spiegel vollkommen unkritisch und ohne Anfuehrungszeichen uebernommen? Sind Zeitschriftenlaeden die an Erwachsene auch den Playboy [...]
Warum wird der Apple Marketing Begriff der "familienfreundlichen Politik" eigentlich vom Spiegel vollkommen unkritisch und ohne Anfuehrungszeichen uebernommen? Sind Zeitschriftenlaeden die an Erwachsene auch den Playboy verkaufen familienunfreundlich?
straff&locker 22.01.2011
Völlig überbewertet. Kein markantes USP und KMU´s springen jedem Dollar/Euro hinterher. Das Problem ist bspw. Google itself wenn man mal in die Google Labs schaut. Also wenn die wirklich wollten und Druck hätten - dann könnten die [...]
Völlig überbewertet. Kein markantes USP und KMU´s springen jedem Dollar/Euro hinterher. Das Problem ist bspw. Google itself wenn man mal in die Google Labs schaut. Also wenn die wirklich wollten und Druck hätten - dann könnten die auch!
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Zur Autorin
Carolin Neumann berichtet und bloggt aus Hamburg über die Zukunft der Medien. Nebenbei schaut sie viel zu viele Serien.






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