Von Richard Meusers
Beim Chaos Communication Congress 28C3 in Berlin wanderten die Augen der Teilnehmer - oder zumindest ihre Gedanken - zwischendurch in Richtung Weltraum. Die Hacker haben sich vorgenommen, ein eigenes Weltraumprogramm aufzulegen. Kernpunkt soll das sogenannte Hackerspace Global Grid werden, ein modulares Antennennetzwerk, das den Datenaustausch der Hacker unabhängig von erdgebundenen Kommunikationsnetzen machen soll.
Die Bodenstationen sollen möglichst einfach zu benutzen und vor allem billig sein, damit Privatleute sie sich leisten und betreiben können. Als technische Grundlage sollen offene Standards sowie Open-Source-Hard- und Software eingesetzt werden. "Es ist eine Art umgekehrtes GPS", so Armin Bauer vom Hackerspace Global Grid. Noch bis zum Sommer sollen erste Prototypen von Kontrollstationen fertig sein, beim nächsten Hacker-Kongress könnten die Geräte dann schon in größeren Stückzahlen verteilt werden.
Bleibt die Frage, wie die für ein solches Netz notwendigen Satelliten überhaupt in eine geeignete Umlaufbahn kommen sollen. Bisher hätten Amateurgruppen ihre Satelliten nur in erdnahe Umlaufbahnen schicken können, erklärt Alan Woodward von der University of Surrey der BBC. Die hätten gegenüber professionellen, geostationären Satelliten, die über einem Punkt der Erdoberfläche zu stehen scheinen, aber etliche Nachteile.
Doch von solchen Problemen wollen die Hacker sich nicht aufhalten lassen. Zumal das Satellitennetz der Hacker nur ein Anfang ist. Eine andere Gruppe hat sich bereits vorgenommen, einen Amateur-Astronauten zum Mond zu schicken - in spätestens 23 Jahren.
Rupert Murdoch lässt bei Twitter von sich hören
Medienunternehmer Rupert Murdoch verachtete das Internet lange als Heimat von "Pornografie, Diebstahl und Hackern". Am Silvestertag 2011 richtete er sich einen Twitter-Account unter dem Namen @rupertmurdoch ein. Dass er es wirklich ist, hat Twitter bestätigt, indem der Account als verifiziert gekennzeichnet wurde. Außerdem begrüßte Twitter-Chef Jack Dorsey den prominenten Neuzugang: "Mit seiner eigenen Stimme, auf seine eigene Weise ist Rupert Murdoch jetzt bei Twitter".
Kaum aktiv, verkündete der Zwitscher-Murdoch nicht nur, welche Bücher er gerade lese, sondern auch, dass die Briten angesichts ihres "bankrotten Landes" zu viel Ferien hätten. Schnell wurde der Tweet wieder gelöscht, aber trotzdem machte die Bemerkung umgehend die Runde, denn der vermeintliche Murdoch hatte im Handumdrehen mehr als 40.000 Follower gefunden.
Neujahrswünsche zwingen Twitter in die Knie
Die unschönen Begleiterscheinungen des Erfolgs mussten die Twitter-Verantwortlichen wie auch die Nutzer zum Jahresbeginn erleben. Der Kurznachrichtendienst löst mehr und mehr die klassische SMS als Kanal zur Übermittlung von Neujahrsgrüßen ab. Mit dem Effekt, dass Twitter zwischenzeitlich nicht erreichbar war. Erst knapp drei Stunden nach Mitternacht New Yorker Uhrzeit funktionierte der Service langsam wieder, der seine Nutzer zunächst mit dem Hinweis auf Wartungsarbeiten vertröstet hatte. Immerhin gibt es fürs neue Jahr auch ein neues Wartebildchen, der Wal ist Geschichte.
Der Jahresplan 2012
Networking ist der pure Stress. All die Profile bei Facebook, Google+ und Twitter wollen möglichst regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht, die Freunde, Follower und Kontakte durch möglichst viel Aktivität bespaßt werden. Da hilft nur ein Posting-Planer. Isabel Bogdan hat diese Arbeit dankenswerterweise übernommen. Das Jahr ist gerettet, sämtliche Zielgruppen wurden erfasst. Selbst Gemüsekistenabonnenten.
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