Netzwelt-Ticker: Instagram bald auch für Android

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Die beliebte Foto-App soll bald auch für Android-Geräte zu haben sein, die Icann könnte die Verwaltung der Internet-Adressen verlieren, und Gewohnheitsdieb klaut Richter-Namensschild, um damit auf Facebook zu prahlen. Das und mehr im Überblick.

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Instagram-Bild: "'Wirklich bald' auch für Android"

Instagram, die Effekte-App für Fotos mit angeschlossenem Netzwerk, gehört zu den beliebtesten iOS-Anwendungen. Dieser Tage erreichte sie die Zahl von 27 Millionen registrierten Nutzern, im Dezember waren es 15 Millionen. Android-Fans konnten da bislang immer nur etwas neidisch herübergucken, denn eine auch für ihre Geräte geeignete App-Version wurde zwar immer mal wieder angekündigt, kam aber nie.

Das soll jetzt anders werden, auf der SXSW-Konferenz im texanischen Austin erklärte Instagram-Mitgründer Kevin Systrom gegenüber "TechCrunch", nun sei es endlich so weit, die Android-App komme "wirklich bald". Um sodann ein Galaxy Nexus zu zücken und kurz ins Publikum zu halten, auf dem angeblich ein Prototyp der Anwendung lief.

Derzeit befinde sich die App noch im Beta-Stadium, sei aber in mancher Hinsicht sogar besser als die iPhone-Variante. Systrom versprach, die fertige Version werde auch auf größeren Bildschirmen "unglaublich schnell" arbeiten und außerdem über Sharing-Funktionen für Tumblr, Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke verfügen. Zumindest letzteres wäre für Android-Nutzer keine große Neuigkeit. Schon jetzt können Anwender des Google-Betriebssystems Bilder aus Foto-Apps ihrer Wahl auf Social Networks weiterleiten, solange deren App installiert ist.

Porno-Hack war "zu verlockend"

Zur Abwechslung mal wieder eine gehackte Pornoseite: Vor ein paar Wochen hatte es YouPorn erwischt, nun war das kalifornische Erotik-Angebot Digital Playground dran. Beide Seiten gehören der luxemburgischen Manwin Holding. Die Angreifer konnten Zugang auf E-Mail-Adressen, User-Namen und Passwörter von 73.000 angemeldeten Kunden erlangen, außerdem fielen ihnen 40.000 Kreditkarten-Nummern in die Hände.

Für die Aktion zeichnete eine Gruppe namens Consortium verantwortlich, die allem Anschein nach aus den Trümmern der nach den FBI-Festnahmen schwer gebeutelten Gruppierung LulzSec entstanden ist. In einer Erklärung teilte sie mit, es habe nicht in ihrer Absicht gelegen, bei ihrem ersten Hack etwas zu zerstören. Aber die Seitenbetreiber hätten es ihnen "zu verlockend gemacht, um zu widerstehen".

Verliert die Icann die Verwaltung der Internet-Adressen?

Böse Nachricht für die Internet-Adressenverwaltung Icann. Am Wochenende erklärte die US-Behörde National Telecommunication and Information Administration (NTIA) die seit letztem November laufende Ausschreibung für den Betrieb der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) für gescheitert. Die IANA überwacht die Zuweisung der IP-Adressen und das Rootzone-Management für das Domain Name System (DNS), eine Aufgabe, die die Icann seit ihrer Gründung 1998 übernommen hatte.

Als Grund für die vorzeitige Beendigung des Wettbewerbs erklärte die NTIA, keiner der Kandidaten erfülle die Voraussetzungen, zu denen die saubere Trennung zwischen Entwicklung und Umsetzung des DNS sowie transparente Entscheidungsprozesse gehörten. Immerhin wurde der Icann bis September die einstweilige Fortführung der IANA-Verwaltung gestattet. Vermutungen wurden laut, die Entscheidung stehe im Zusammenhang mit dem Interesse der US-Regierung, größeren Einfluss auf das Vergabesystem für Top-Level-Domains zu bekommen.

Langfinger klaut Richter-Namensschild und prahlt damit auf Facebook

Ein wegen zahlreicher Kleindiebstähle vorbestrafter Mann landete wegen erneuter Klauereien und damit Verstößen gegen eine laufende Bewährung vor dem Kadi. Dort erwies sich der 21-Jährige als hartnäckiger Gewohnheitstäter, diesmal klaute er das Namensschild von der Tür zum Richterzimmer. Dummerweise protzte er mit seinem jüngsten Fang auf der Facebook-Seite seiner Freundin. Das fiel auch den Behörden auf, womit die Bewährung für den Langfinger wohl zu Ende sein dürfte. Nun steht ihm eine schwerere Anklage ins Haus. Das Namensschild, meldet "Zdnet", sei inzwischen wohlbehalten an seinen Ursprungsort zurückgekehrt.

Auch das noch:

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  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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