Von Felix Knoke
"Jetzt weiß ich, wofür das S in iPhone 4S steht", schreibt "TechCrunch"-Blogger Erick Schonfeld. "Für Suck, Suck wie besch***en." Schonfelds neues iPhone frisst Akkuladungen, zwei pro Tag. "Liebes Apple, bitte mach die Akkuleistung meines iPhone 4S etwas weniger besch***n", fleht er - und fleht nicht allein. Über ein vorschnelles Batterie-Aus beschweren sich viele Käufer des neuen iPhones, das ja mit extralanger Laufzeit beworben wurde: 200 Stunden Standby, acht Stunden Telefonieren, "bis zu" sechs Stunden 3G-Internet. Die Wahrheit ist für manchen 4S-Kunden ernüchternd: Noch beim Frühstücks-Surfen am Küchentisch hat das iPhone schon zehn Prozent seiner Ladung verloren.
Woran liegt's, warum hat nicht jeder diese Probleme? "The Register" hat sich in den Foren und Blogs umgehört und verschiedene Erklärungen bekommen: Ein fehlerhafter Kontakt-Eintrag führt zur ständigen Abfrage des iCloud-Servers, das Programm hängt in einer Fehlerschleife, zu viele Apps greifen zu oft auf Standortdaten zu
Für frustrierte 4S-Käufer wie Schonfeld heißt das leider nur: Abwarten, bis Apple das Problem löst. Eigenhändig den Apps etwa die Datenabfragen auszutreiben, ist viel Fummelei, oft unmöglich und letztlich nicht von sonderlich viel Erfolg geprägt.
Wenigstens eine gute Nachricht gibt es: Das Problem hat laut Macworld-Kommentator WhiteKnight schon einen Namen: Battery-Gate oder Suck-Gate.
EFF-Kritik: Wie sicher ist https heute eigentlich noch?
So langsam ist es wohl an der Zeit, von SSL-Verschlüsselung und verschlüsselten https-Internetverbindungen Abschied zu nehmen - und das, wo jahrelange Aufklärungs- und Awareness-Kampagnen Früchte zeigten und viele Surfer zum Beispiel beim Onlinebanking aufs kleine Vorhängeschloss in der Adressleiste des Browsers achten.
Peter Eckersley von der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat sich die jüngst veröffentlichten Sperrlisten der verantwortlichen Zertifikatstellen vorgenommen und herausgefunden: Allein zwischen Juni und Oktober 2011 wurden vier dieser Certificate Authorities (CA) Opfer von Hackangriffen, 248 Zertifikate mussten zurückgezogen werden, weil sich kriminelle Hacker falsche Zertifikate haben ausstellen lassen.
Wie gefährlich solche Angriffe sein könnten, bezeugen die SSL-Skandale der vergangenen Monate: die schludrigen Schlüsselmeister gefährden das ganze Netz. Schlimmer noch: Selbst wenn die CAs ein Zertifikat zurückziehen, heißt das noch lange nicht, dass Surfer sicher sind - bis sie die aktualisierte Liste der gültigen Zertifikate erreicht, können Tage bis Monate vergehen.
Bedenklich: Auch wenn die EFF-Analyse schon beunruhigend ist, könnte alles noch viel schlimmer sein. Die CAs machten nur in den wenigsten Fällen die Begründung für die Rücknahme eines Zertifikats öffentlich - in über 900.000 Fällen in den letzten vier Monaten ist völlig offen, warum ein Zertifikat zurückgezogen wurden: weil es abgelaufen war, oder weil es ergaunert wurde?
Krabbe versus Mensch
Es ist Freitag, da darf man über das Leid anderer Menschen lachen - und sich philosophisch betätigen, wie man sich nur freitags philosophisch betätigen kann. Dieses Video zum Beispiel ist genau 73 Sekunden lang und das schönste Siebtel ist das letzte, die letzten zehn Sekunden. Am Ende der siebentägigen Arbeitswoche (fünf Tage vor dem Tisch, zwei Tage unter) steht das irre Lachen - und eine rote Nase.
Was am Freitag sonst noch in der Netzwelt wichtig war
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