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Netzwelt-Ticker: Iran wirft Siemens Stuxnet-Schützenhilfe vor

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Ein iranischer Offizier gibt dem deutschem Unternehmen Siemens Mitschuld am Stuxnet-Angriff aufs iranische Atomprogramm, OpenOffice bleibt nun doch ein Open-Source-Projekt und die ersten .XXX-Adressen gegen online. Das und mehr in unserem Überblick.

Mahmoud Ahmadinedschad in der Atomanlage Natans: Vorwürfe gegen Siemens Zur Großansicht
REUTERS/ Presidential official website

Mahmoud Ahmadinedschad in der Atomanlage Natans: Vorwürfe gegen Siemens

Gholamreza Jalali, der Chef der iranischen Zivilverteidigung hat gegenüber der israelischen Zeitung "Haaretz" schwere Vorwürfe gegen Siemens erhoben. Die komplexe Schadsoftware Stuxnet, die dem iranischen Atomprogramm offenbar schwere Schäden zugefügt hat, seien von Israel und den USA ausgegangen, behauptet Jalali. Maßgebliche Hilfe habe bei dieser Aktion der Siemens-Konzern geleistet. Der Ursprung des Computerwurms lasse sich eindeutig nach Amerika und zum "zionistischen Regime" zurückverfolgen, so der iranische Offizier.

Immerhin seien vor allem von Siemens stammende SCADA-Kontrollsysteme erfolgreich durch den Wurm angegriffen worden. Das lasse keine anderen Schlüsse zu, als dass Siemens die erforderlichen Informationen über den SCADA-Code an die Angreifer weitergeleitet habe. "Unsere Regierung sollte den Fall des SCADA-Programms auch juristisch prüfen, denn es lieferte die Grundlage für den Stuxnet-Wurm", wurde Jalali weiter zitiert. Anders als andere iranische Offizielle, die die Auswirkungen von Stuxnet stets herunterspielen, betonte Jalali, die möglichen Risiken hätten sehr große Schäden anrichten können.

Siemens war "Haaretz" gegenüber zu keiner Stellungnahme bereit. Siemens hat ein Tool zur Entdeckung und Entfernung von Stuxnet veröffentlicht.

EU für Netzneutralität

Die EU-Kommission beschäftigt sich dieser Tage mit Praxis von Festnetz- und Mobilfunkbetreibern in Sachen Netzneutralität. An diesem Dienstag sollen Vorschläge zur Gewährleistung eines neutralen und wettbewerbsgerechten Zugangs zum Internet präsentiert werden. Seine Befürworter unterstützen die Gleichbehandlung jeder Art von Datenverkehr, ob es sich um E-Mails handelt oder große Videodateien. Im Vorfeld hatte es eine EU-Untersuchung über die Provider-Praxis in diesem Bereich gegeben. Die zuständige Justizkommissarin Neelie Kroes hatte sich besorgt darüber gezeigt, dass einige Anbieter ressourcenfressende VoIP-Angebote wie Skype drosseln oder gar komplett blockieren würden. Die ISPs begründen diese Maßnahme mit Verdiensteinbußen, die sie durch den ungezügelten Datenverkehr ihrer Kunden erlitten.

Solche Drossel-Aktionen sollen nach dem Willen von Kroes ein Ende haben. Gleiches gelte für die Gewohnheit mancher ISPs, ihren Kunden de facto wesentlich niedrigere Breitbandgeschwindigkeiten zur Verfügung zu stellen als sie zuvor in ihrer Reklame angekündigt hätten, berichtet die "Financial Times" (kostenpflichtiger Link).

iPhone avanciert zur Flickr-Kamera

Das Foto-Portal Flickr versammelt Millionen von Motiven unterschiedlichster Art, von Urlaubsschnappschüssen bis hin zu hochprofessioneller Fotokunst. Da ist dann auch das benutzte Kamera-Equipment von ähnlich erlesener Qualität, sollte man meinen. Doch statt digitaler Spiegelreflexkameras stellen immer mehr Flickr-Mitglieder Aufnahmen ihres iPhone 4 online.

Eine Untersuchung zeigt, dass das Apple-Handy seit seiner Einführung als Flickr-Kamera der Wahl immer beliebter wird. Bislang führte im Häufigkeitsranking noch die Nikon D90, doch schon in den nächsten ein, zwei Monaten könnte die Kamera ihren Spitzenplatz ans iPhone verlieren, meldet "Techcrunch". Doch nicht nur Spiegelreflex-Kameras werden womöglich binnen kurzem von der Apple-Alternative verdrängt, auch der Anteil einfacher Kompaktkameras bei den neu hochgeladenen Fotos sinkt.

OpenOffice nun doch nichtkommerziell

Langes Hickhack, gutes Ende. Vielleicht. Nachdem die Gratis-Büro-Software OpenOffice letztes Jahr von Sun Microsystems an Oracle ging, schienen die neuen Herren mit ihrem Erwerb ordentlich Kasse machen zu wollen. Verärgert verließen darauf hin viele Mitarbeiter das Projekt und organisierten sich im Alternativ-Projekt LibreOffice neu. Anscheinend ist bei Oracle nun das kommerzielle Interesse an OpenOffice erlahmt, in einer Erklärung verkündete das Unternehmen, das Projekt bleibe Open Source, künftig solle sich die Community der Weiterentwicklung widmen. Es gebe ein breites öffentliches Interesse an freien Arbeitsanwendungen, so Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle. Vor dem Hintergrund der sich ständig wandelnden technologischen Voraussetzungen sei diesem Bedürfnis am besten mit einem nichtkommerziellen Projekt gedient.

FBI macht Poker-Portale dicht

Unter dem Vorwurf, illegales Glücksspiel und Geldwäsche zu betreiben, hat das FBI mehrere Webangebote stillgelegt. Wer die Seitenangebote von PokerStars, Full Tilt Poker, Absolute Poker oder Ultimate Bet ansteuert, stößt lediglich auf einen dürren Hinweis zur Beschlagnahme. Außerdem droht die Bundespolizei den Betreiber von Wettangeboten mit Strafen von bis zu fünf Jahren Gefängnis und Geldbuße von 250.000 Dollar.

Laut "Heise" wurden bislang elf Beschuldigte festgenommen, 76 Bankkonten in 14 Ländern eingefroren. Das wird so manchen Zocker schmerzlich treffen, denn nicht wenige hatten beträchtliche Gelder auf diverse Konten eingezahlt. Die sind nun weg. Zudem drohen Strafzahlungen von bis zu drei Milliarden Dollar .

Erste .XXX-Domains gehen live

Es ist soweit, die von der Internet-Adressen-Verwaltung Icann vor Monatsfrist genehmigte Porno-Top-Level-Domain .xxx wird nun auch tatsächlich genutzt. Mit Porn.xxx und Sex.xxx sind zwei Angebote im Netz, deren Adressen vor wie hinter dem Punkt auch für schlichte Gemüter eindeutig genug sein sollten. Zu sehen ist derzeit nichts außer einem Hinweis des Domain-Verkäufers ICM Registry, jetzt doch mal "erwachsen zu sein".

Die Warteliste zur Anmeldung ist laut "Chip" ziemlich lang. Eine halbe Million Interessenten stehen angeblich bereit. Ab November 2011 dürfen dann auch Privatleute ran, um sich eine Schmuddeladresse zu sichern.

Auch das noch:

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insgesamt 7 Beiträge
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1. In den Knast wegen Verbrechen gegen die Menschheit!
cosmo72 18.04.2011
Vor Gericht den Löscher und dann wegen Beihilfe zum Versuch eine nuklearen Katastrophe herbeizuführen in den Bau! Interessant dass sich ein Hersteller von AKW und Anlagenbau von kerntechnischen Anlagen an sowas beteiligt! Aber gut die Kunden weltweit sind doof genug - die zukünftige amerikanische F-35 fällt auch einfach aus dem Himmel, wenn die Amis per Satellit das entsprechenden Signale aussenden, ein paar sind trotzdem so dämlich dort zu kaufen! Wir leben in Zeiten in denen Irre Firmen leiten, und Kriminelle die Regierungen stellen!
2. Wer war es nun Herr IRI?
BingoBongoMan 18.04.2011
Zitat von sysopEin iranischer Offizier gibt dem*deutschem Unternehmen Siemens*Mitschuld am Stuxnet-Angriff aufs iranische Atomprogramm, OpenOffice bleibt nun doch ein Open-Source-Projekt und die ersten .XXX-Adressen gegen online. Das und mehr in unserem Überblick. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,757680,00.html
Vorbereitungen für die Schadenersatzklage! Der Iran ist knapp bei Kasse und da muss jede Art der Geldbeschaffung in den Betracht gezogen werden.
3. Hehe,.... nicht doof, die Perser!
MaxGrabowski 18.04.2011
Aber wenn erst Nokia-Siemens-Networks (NSN) sich die Motorola Mobilfunknetz-Sparte einverleibt hat, und 3 Mrd. Weltbürger Smartphones nutzen werden, wird es erst richtig spannend. Kein Wunder, daß die Chinesen lange prüften. Müssen blöd, oder geschmiert sein! Da Pullach nach dem Stadion der Volksjugend zieht und 6.000 Beamte ohne wirkliche Aufgaben sind, wird es eigentlich Zeit, daß Siemens seine Zentrale nahe der Invalidenstrasse aufbaut. Wejen der Nearfieldcommunication! Dann können die Schmiergeldeinsätze gleich im Strassencafe vor Ort verplant werden (oder besser in Panicrooms), ohne lästige anfällige Technik.
4. ....
felisconcolor 18.04.2011
Zitat von cosmo72Vor Gericht den Löscher und dann wegen Beihilfe zum Versuch eine nuklearen Katastrophe herbeizuführen in den Bau! Interessant dass sich ein Hersteller von AKW und Anlagenbau von kerntechnischen Anlagen an sowas beteiligt! Aber gut die Kunden weltweit sind doof genug - die zukünftige amerikanische F-35 fällt auch einfach aus dem Himmel, wenn die Amis per Satellit das entsprechenden Signale aussenden, ein paar sind trotzdem so dämlich dort zu kaufen! Wir leben in Zeiten in denen Irre Firmen leiten, und Kriminelle die Regierungen stellen!
Aha sie haben also absolute Beweise das Siemens da mit zu geholfen hat. Dann würde ich sagen gehen sie zur Polizei und erstatten sie Anzeige. Sry aber das ist doch Dummfug. Man hat siene Mitarbeiter und sein Netz nicht im Griff und dann sind natürlich immer andere Schuld. Und toll wie aus Unverstand über die Technik gleich wieder eine Atomkatastrophe herbei zitiert wird. Da haben ein paar Zentrifugen nen Lagerschaden und die Ausbeute ist halt nicht wie erwünscht. Gerade das sollte sie doch freuen.
5. ...
tylerdurdenvolland 19.04.2011
Zitat von cosmo72Vor Gericht den Löscher und dann wegen Beihilfe zum Versuch eine nuklearen Katastrophe herbeizuführen in den Bau! Interessant dass sich ein Hersteller von AKW und Anlagenbau von kerntechnischen Anlagen an sowas beteiligt! Aber gut die Kunden weltweit sind doof genug - die zukünftige amerikanische F-35 fällt auch einfach aus dem Himmel, wenn die Amis per Satellit das entsprechenden Signale aussenden, ein paar sind trotzdem so dämlich dort zu kaufen! Wir leben in Zeiten in denen Irre Firmen leiten, und Kriminelle die Regierungen stellen!
Sie irren.... das war immer so, und wird auch immer so bleiben. Der Unterschied ist nur, dass man es heute wissen KANN. Aber, wenn sie meinen, der deutsche Kleinbüger will sowas wissen, dann gehen sie doch einfach mal in eine Fussgängerzone und machen dort eine Umfrage....
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Richard Meusers sitzt im Garten und sieht seinen Blumen beim Wachsen zu. Ansonsten hat er ein Auge auf Digitales und Mediales.


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