Von Richard Meusers
Lanet Umoja/Kenia - Den Einwohnern eines Dorfes im Westen Kenias ist es jetzt mit Hilfe von Twitter gelungen, mehrere Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Polizeichef Francis Kariuki hatte zuvor einen Anruf erhalten, dass Kriminelle in das Haus eines Lehrers eingedrungen seien.
Flugs verschickte er per Twitter eine Nachricht über den Einbruch, woraufhin sich innerhalb von Minuten mehrere Dorfbewohner vor dem Gebäude versammelten und die Eindringlinge das Weite suchten. Kariuki erklärte, er benutze Twitter auch, wenn im Dorf Kinder oder Vieh vermisst werden. Erst vor kurzem habe auf diese Weise ein verloren geglaubtes Schaf wiedergefunden werden können.
mak/dapd
Bald mehr Mobilgeräte als Menschen?
Wird die Erde zum Maschinenplaneten? Wenn man aktuellen Zahlen des Netzwerkausrüsters Cisco glaubt, ist die Menschheit diesem Szenario ein gutes Stück näher gerückt. Grund ist die rasant zunehmende Zahl vernetzter Mobilgeräte. Noch in diesem Jahr, so eine Studie des Unternehmens, werde die Zahl mobiler Geräte die der Menschen auf dem Planeten Erde übertreffen. Bis 2016 könne sogar die Zehn-Milliarden-Grenze geknackt werden.
Damit verbunden - und das eigentliche Thema der Studie - ist ein Wachstum des mobilen Datenaufkommens. Bis 2016 sei eine durchschnittliche, jährliche Zunahme von 78 Prozent auf dann zehn Exabyte (ein Exabyte sind eine Milliarde Gigabyte) mobil übertragener Daten pro Monat zu erwarten. Im Moment werde der größte Anteil des Datenverkehrs noch von Notebooks erzeugt, aber bereits 2014 würden die Klapprechner von Smartphones überrundet.
Nachrichtenagentur verklagt Nachrichten-Aggregator
Die Nachrichtenagentur AP klagt bei einem New Yorker Bezirksgericht gegen den norwegischen Anbieter "Meltwater". Der Vorwurf von AP: Die norwegische Firma verletzte das Urheberrecht, indem sie über ihren Abo-Dienst "Meltwater News" Kunden wörtliche Ausschnitte aus AP-Meldungen verkaufe. Meltwater News sei ein "parasitärer Verbreitungsdienst", klagt AP-Chef Tom Curley. Meltwater stehe im direkten Wettbewerb mit traditionellen Nachrichtenquellen, ohne Lizenzgebühren zu bezahlen, mit denen die Erstellung dieser Inhalte finanziert werde. Zudem verwende "Meltwater" längere und systematischer zusammengestellte Auszüge aus AP-Artikeln als andere Aggregatoren.
In einer Stellungnahme teilt das beschuldigte Unternehmen mit, es respektiere das Urheberrecht und betreibe einen ergänzenden Service, der die Nutzer zu den Nachrichtenseiten leite wie jede andere Suchmaschine auch.
Auch das noch:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
| alles zum Thema Netzticker | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH