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Netzwelt-Ticker Microsoft gründet die Windows-Selbsthilfe

Microsofts Fix it Center Online: Windows-Selbsthilfe für Nicht-NerdsZur Großansicht

Microsofts Fix it Center Online: Windows-Selbsthilfe für Nicht-Nerds

Mit wenigen Klicks eine fehlerhafte Windows-Installation reparieren? Microsoft versucht das Unmögliche mit einem simplen Online-Tool. Außerdem: Irisches Gericht erlaubt Three-Strikes-Regelung, Kindle im Supermarkt und Constantin löscht Hitler-Parodien. Das und mehr im Überblick.

Wer ein Problem mit seinem Windows-Betriebssystem hat, soll es künftig ohne Expertenwissen mit wenigen Klicks selbst beheben können. Vergangene Woche hat Redmond eine Beta-Version des "Fix it Center Online" ins Netz gestellt, das automatisch Computerprobleme diagnostizieren und bei deren Lösung behilflich sein soll.

Das Microsoft "Fix it Center Online" sucht selbständig nach typischen Windows-Problemen und bietet zunächst 300 Anleitungen an, mit denen sich auch technisch unbegabte Windows-Nutzer von der Diagnose zur Lösung ihres Computerproblems klicken können. Für Probleme, die gefunden, aber nicht online gelöst werden können, bietet das "Fix it Center" zumindest eine Melde-Option, worauf sich ein Servicemitarbeiter per Telefon, E-Mail oder Chat um die Lösung kümmern kann.

Das Killer-Feature dürfte aber die Fernsteuerung des "Fix it Center" sein: Damit können nicht nur Systemadministratoren in kleinen Firmen ihren entfernten Mitarbeitern, sondern auch jüngere Familienmitglieder ihren technisch unerfahrenen Verwandten bei Computerproblemen unter die Arme greifen.

Das "Fix it Center" ist auch schon in Deutschland online: Zur Installation muss nur eine kleine Datei heruntergeladen werden, das Angebot ist kostenlos. Es funktioniert bei fast allen Windows-Varianten seit Windows XP.

Irland hat eine Three-Strikes-Regelung

Der Oberste Gerichtshof in Irland hat den Weg für ein "Three-Strikes"-Modell zur Bekämpfung von unlizenzierten Musik-, Buch- und Film-Downloads im Internet frei gemacht. Eine freiwillige Vereinbarung zwischen Irlands größtem Internetanbieter Eircom und der Musiklobby-Organisation Irish Recorded Music Association (IRMA) verstoße nicht gegen Datenschutzbestimmungen, entschied ein Richter. Damit steht der Abschaltung von privaten Internetanschlüssen nach zwei Verwarnungen nichts mehr im Wege, schreibt Mediabiz.de.

Das sogenannte "Three Strikes"-Modell verlangt von Internetanbieter aber, entweder den Datenverkehr ihrer Kunden zu durchleuchten oder, quasi auf Zuruf der Medienindustrie, Kunden aus dem Netz zu werfen. Beide Wege werden von Bürgerrechtlern als kritisch eingestuft, werden doch möglicherweise Bürger- und Freiheitsrechte verletzt, vor allem wenn es keine Aufsicht des Vorganges gibt. Richter in Frankreich und Großbritannien stellten das Surfverbot deshalb auch auf eine gesetzliche Grundlage - nicht so in Irland: Der Richterspruch erklärt nur solche freiwilligen Absprachen zwischen Provider und Unterhaltungsindustrie für Rechtens - betroffene Kunden könnten solche Sperrentscheidungen aber vor Gericht anfechten.

Das IT-Blog Ars Technica hat sich das umstrittene Urteil vom 16. April genauer angeschaut und bekam ab und an das Gruseln: Dieser Richter, das macht Blogger Nate Anderson klar, hat offensichtlich die technischen Aspekte der Internetsperren nicht ganz im Griff und stellt sich recht voreingenommen auf Seiten der Rechteverwerter. Und warum ist, wenn es schon um den Datenschutz geht, nicht Irlands oberster Datenschutz-Beauftragter als Zeuge aufgetreten? Weil er sich mit dem Gericht nicht über eine Aufwandsentschädigung einigen konnte.

Amazon-Gerüchte: Kindle im Supermarkt

Online-Buch- und Gemischtwarenhändler Amazon wird sein E-Buch-Lesegerät Kindle vielleicht bald auch im Supermarkt anbieten. Entsprechende Gerüchte verbreitet Engadget. Als Beweis gelten angebliche Screenshots aus dem Computersystem der US-Einzelhandelskette Target. Verkaufsstart sei der 25. April.

Was hätte Amazon von so einem Zug? Obwohl das Unternehmen einen immens großen Onlineshop betreibt, analysiert Yahoo! News, sei das Unternehmen lächerlich klein im Vergleich zu den Einzelhandels-Riesen Walmart, Target und Co. Da aber bald schon der Verkauf von E-Books explodieren werde, sei Amazon geraten, Lesegeräte zu verkaufen - sonst wandern die Leser (für immer) ab: In Apples iBook-Store oder zu Barnes and Nobles Nook-Lesegerät samt Bücherladen.

Stromspar-Bluetooth für Uhr und Co.

Eine neue Bluetooth-Version soll nun auch auf kleinen Geräten installiert werden, die bislang aus Batteriegründen nicht vom Drahtlos-Segen gezeichnet werden konnten. Das Industrie-Konsortium hinter dem Bluetooth-Standard kündigte heute an, schon in ein paar Monaten Strom sparende Funkchips auf den Markt zu bringen - die etwa in Uhren, Spielzeug medizinischen Geräten, deren Batterien nicht oft ausgewechselt werden können, zum Einsatz kommen könnten. "Das wird einen komplett neuen Markt für Bluetooth öffnen", sagte ein Verantwortlicher der Bluetooth Special Interest Group (SIG) der Nachrichtenagentur AP.

Konstantin Film vs. Hitler-Parodien

Das deutsche Filmunternehmen Constantin Film geht Techcrunch zufolge gegen Hitler-Parodien bei YouTube vor. In diversen Online-Videos werden Ausschnitte aus Bernd Eichingers Hitler-Film "Der Untergang" dafür herangezogen, um - mit englischen Untertiteln versehen - aktuelle Vorgänge des Weltgeschehens zu kommentieren: "Usain Bolt schlägt den 100-m-Weltrekord und Hitler reagiert." Oder auch "Hitler reagiert auf das verlorene iPhone 4G" Letzteres ist mittlerweile von YouTube gelöscht worden, angeblich auf Geheiß von Constantin Film . Das Unternehmen war am Dienstagmorgen nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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insgesamt 2 Beiträge
titeroy 21.04.2010
Klar, Linux installieren. Das letzte mal als ich mich richtig ueber Windows aergerte (2002) habe ich Linux installiert und bin seither rundum zufrieden.
Zitat von sysopMit wenigen Klicks eine fehlerhafte Windows-Installation reparieren?
Klar, Linux installieren. Das letzte mal als ich mich richtig ueber Windows aergerte (2002) habe ich Linux installiert und bin seither rundum zufrieden.
Rockaxe 21.04.2010
nicht schlecht aber auch nicht ganz ohne wenn man den Umstieg wagt. Bis es läuft, die nötigen Applikationen und ähnliches, vor allem die "jahrelangen" Gewohnheiten umzustellen, das fälllt nicht jedem ganz leicht.
nicht schlecht aber auch nicht ganz ohne wenn man den Umstieg wagt. Bis es läuft, die nötigen Applikationen und ähnliches, vor allem die "jahrelangen" Gewohnheiten umzustellen, das fälllt nicht jedem ganz leicht.
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Zum Autor
Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.






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