Von Felix Knoke
Diese brüchige, zugleich energische Stimme, dieser verschlafen-aggressive Blick: Die Auftritte von Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer als Hauptredner am Eröffnungstag gehören zur amerikanischen Consumer Electronics Show(CES) wie Neonlicht nach Las Vegas. Aber damit soll nun Schluss sein. Microsoft kündigt im Firmenblog an, sich mit der CES im Januar 2012 von der Messe zurückzuziehen und Produkte künftig lieber auf eigenen Veranstaltungen vorzustellen.
Microsofts Grund: Die Messe-Rhythmen stimmten einfach nicht mehr mit den Produktzyklen überein. Künftig wolle man die Messe als "großartigen Ort" nutzen, um den Kontakt mit Partnern und Kunden aus der PC-, Telefon- und Unterhaltungsindustrie zu pflegen.
Der CES-Veranstalter Consumer Electronics Association (CEA) nahm die Nachricht offenbar gefasst auf - in einem in freundschaftlichem Ton gehaltenen Blog-Eintrag erklärt der Verband, man sei "gemeinsam zum Schluss gekommen, diese tolle Zusammenarbeit zu beenden." Sowohl Microsofts prominenter Hauptredner- als auch Ausstellerplatz seien heiß begehrt.
Dass es zwischen Microsoft und CES kriselt, konnte man sich denken: Die letzten beiden wirklich großen Produktneuigkeiten - Windows 7 und Windows Phone 7 - stellte Microsoft im Herbst vor, die öffentliche Testversion von Windows 8 wird Redmond wohl auch frühestens im Februar, also nach der CES 2012, vorstellen. Zuletzt gab es Gerüchte, bei der CES 2012 würde womöglich eine neue Xbox präsentiert, doch auch das gilt mittlerweile als unwahrscheinlich.
Die CES gilt als eine der wichtigsten Verbrauchermessen der Unterhaltungsindustrie. 2011 verzeichnete sie 140.000 Besucher - die Cebit im gleichen Jahr zog fast 340.000 an, hat allerdings auch ein breiteres Themenspektrum.
EU-Agentur warnt: Schifffahrt ignoriert Cybergefahr
Die EU-Sicherheitsagentur Enisa hat einen Report über den Stand der Cyber-Sicherheit im Schifffahrtssektor vorgelegt. ITpro.co.uk fasst kompakt das traurige Ergebnis zusammen: "Die Europäische Schifffahrt hat praktisch keine Ahnung von Cyber-Sicherheit."
Und das, obwohl auf dem Wasserweg etwa 52 Prozent aller Waren (2010) in der EU transportiert wurden - sieben Prozentpunkte mehr als zehn Jahre zuvor. Umso mehr zöge auch Computertechnik (sogenannte ICT, Information Communication Technology) ein: bei der Navigation, dem Antrieb, dem Frachtmanagement und der Kommunikation. Eine Störung dieser Technik könnte erhebliche Transportschwierigkeiten bis hin zu wahren Katastrophen als Konsequenz haben. Zum Beispiel durch ein Sabotage-Virus wie Stuxnet.
Wir müssen etwas tun, lautet deswegen das Fazit des Enisa-Berichts: Als allererstes Aufmerksamkeit aufs Problem richten, die Cyber-Sicherheit im maritimen Sektor gesetzlich verankern und einen ganzheitlichen Schutzansatz verfolgen, um bekannte Gefahren auf ihr Gefährdungspotential für die Schifffahrt hin zu überprüfen.
Die verlorene Kunst des Swedens
Michel Gondry hat sich den Filmklassiker "Taxi Driver" vorgenommen und durch die Do-It-Yourself-Mangel gedreht. 2:42 Minuten Trash, Größe, viele Farben.
Was am Donnerstag sonst noch in der Netzwelt wichtig war
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