Von Felix Knoke
Google bemüht sich, mit Google TV ein ernstzunehmender Pay-TV-Anbieter zu werden - und bekommt jetzt Unterstützung aus der Pornoindustrie. Der Erotikproduzent Vivid Entertainment will künftig einen Sexkanal bei Google TV anbieten. "Es ist ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts, Vivid-Inhalte überall verfügbar zu machen," teilt Vivid-Mitgründer Steven Hirsch mit. Der neue Sexkanal wird für Web-Kunden von Vivid kostenlos empfangbar sein - als App, Googles Umdeutung des Begriffs Fernsehkanal.
Diese Vivid-App ist nichts anderes als eine speziell aufbereitete HTML-5-Fassung der Vivid-Website und bietet das ganz normale Web-Programm aus hochauflösenden Videos, Bildern und ein paar schriftlichen Anmerkungen.
Wie steht Google zu dem Angebot? Dem Konzern lässt sich keine handfeste Stellungnahme entlocken. Per E-Mail erklärt Google Deutschland nur schwammig: Die Vivid-App sei nicht spezifisch für Google-TV gemacht, sondern nur dafür optimiert, jeder könne eine Website aufmachen und sie für verschiedene Geräte aufbereiten, unter anderem für Google TV. Wer solche Angebote anstößig finde, könne sie ganz einfach sperren.
Darpa bittet um Mithilfe: Macht unsere Netze sicher
Die US-Militärforschungsbehörde Darpa will den Schutz von Drohnen, U-Booten und Lastern "crowdsourcen", also von einer diffusen Masse ertüfteln lassen. Ein Goliath muss sich vor einer Horde Davids schützen - das ist das Bild, das die Darpa zeichnet. Eine Lösung: Lass die Community ran. Per Computerspiel könnten Massen von freiwilligen Helfern rekrutiert werden, die - in diesem Computerspiel! - Lücken in der Software der US-Verteidigung ausfindig machen. Wie das prinzipiell funktionieren soll, zeigt eine Darpa-Präsentation, die "Wired" veröffentlicht.
Was am Dienstag sonst noch in der Netzwelt wichtig war
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