Netzwelt-Ticker Rapidshare löscht Piraten-Konten

Der Filesharing-Dienst Rapidshare steht unter juristischem Druck, muss härter gegen Raubkopierer vorgehen. Außerdem: Photoshop wird Retusche-Roboter, Wikileaks fühlt sich vom Pentagon verfolgt und das iPhone kann per Browser gehackt werden. Das und mehr im Überblick.

Rapidshare: Filehoster dienen immer mehr Web-Nutzern als P2P-Ersatz

Rapidshare: Filehoster dienen immer mehr Web-Nutzern als P2P-Ersatz


Ist bald Schluss mit der lustigen Hoch- und Runterladerei beim schweizer Filesharing-Dienst Rapidshare? Nachdem das Unternehmen mehrere juristische Schlappen hinnehmen musste - etwa in einem Prozess gegen die Gema oder einem Urteil zu Gunsten deutscher Buchverlage -, greift es nun immer öfter ein, wenn Nutzer illegal Dateien tauschen wollen. Der Filesharing-Szeneseite Torrentfreak sagte ein Unternehmenssprecher, dass man Nutzerkonten von Rapidshare-Kunden löschen werde, falls diese sich nicht an die Nutzungsbedingungen halten. Torrentfreak will darüber hinaus erfahren haben, dass das Unternehmen eine "neue Richtung" anstrebe - als streng kontrollierter Tauschdienst für legale Inhalte?

Dass Rapidshare schon lange kein "sicherer Hafen" mehr ist, beschreibt Gulli.com: "Mit jedem verstrichenen Monat steigt die Zahl der Unternehmen, die die Einstweilige Verfügung als Mittel gegen den Filehoster einsetzt." Aktueller Aufhänger: Eine Abmahnung gegen den Uploader des Bushido-Films " Zeiten ändern dich": Obwohl eine einstweilige Verfügung gegen Rapidshare vorlag, wurde der Film erneut auf die Rapidshare-Server geladen - über Umwege bekamen die Rechteinhaber Namen und Adresse des Uploaders heraus, dem prompt eine Abmahnung zugestellt wurde.

Bushido hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als bekannt wurde, dass er für seine letzten Alben unlizenzierte Loops und Samples einer französischen Gothic-Band verwendete. Mehrere seiner Alben gelten nun als Plagiate, sollen aus dem Handel genommen und geschreddert werden.

Photoshop wird Retusche-Roboter

Die Entwickler des Bildwerkzeugs Photoshop stellen via YouTube eine erstaunliche Funktion der neuen Version vor: Eine intelligente Füllfunktion, mit der sich selbst großflächige "Störungen" - im Video ein Baum - schnell aus einem Bild entfernen lassen.

Wer schon einmal Müll von einer Photoshop-Wiese oder Pickel aus einem Pixel-Gesicht pinseln musste, wird sich freuen. Das "Content-Aware Fill" ist nur eine von ein paar erstaunlich cleveren Features der künftigen Photoshop-Version CS5. Zuletzt sorgte "Content-Aware Resize" für Aufsehen, eine Funktion, die Bilder sanfter Vergrößern und Verkleinern kann, ohne dabei Bildinhalte zu verlieren.

Werden Wikileaks vom Pentagon verfolgt?

Eine Woche, nachdem Wikileaks ein geheimes Militärdokument veröffentlichte, das die Informanten-Seite als "Gefahr" für das US-Militär bezeichnete, hieß es überraschend im Wikileaks-Twitterprofil: "Wikileaks steht derzeit aggressiv unter amerikanischer und isländischer Überwachung. Verfolgung, Fotografieren, Filmen, Festnehmen." Und dann: "Wenn uns irgendetwas passiert, wisst ihr warum: Es geht um unseren Film vom 5. April. Und ihr wisst, wer verantwortlich ist."

Ist das eine Werbeaktion für ein Enthüllungsvideo, das angeblich einen vertuschten Luftangriff mit vielen Opfern zeigt, an dem US-Behörden beteiligt waren und das Wikileaks kürzlich erfolgreich entschlüsselte? Oder ist das Paranoia? Das Gawker-Blog will ein wenig Licht in die Affäre bringen - und veröffentlicht den kompletten, mittlerweile teilweise gelöschten Nachrichtenstrom der Wikileaks-Twitter-Seite.

Regionalsuche per Fingerstreich

Praktische Interface-Idee von Yahoo: Um eine Websuche auf ein bestimmtes geographisches Gebiet zu beschränken, kann man dieses einfach auf einer Landkarte per Fingerstreich einkreisen. Vorgestellt hat Yahoo dieses Konzept nun zuerst in einer iPhone-App - es funktioniert nur mit Restaurants in einem Gebiet (Kreis) oder auf einer Straße (Linie).

iPhone-Browser per Website gehackt

Zwei IT-Experten ist es gelungen, sich mit einer präparierten Website in ein laufendes iPhone zu hacken und das gesamte SMS-Archiv auszulesen. Nach Angaben von Vincenzo Iozzo (Zynamics) und Ralf Philipp Weinmann(Universität von Luxemburg) stürzt dabei zwar der iPhone-Browser, in dem sich die ausgenutzte Sicherheitslücke verbirgt, ab und verrät möglicherweise den Angriff. Doch dieses Problem könnte in einer zukünftigen Version des Hacks behoben werden. Schlimmer noch: Mit demselben Angriff könnten genausogut die Kontakte, E-Mails, Fotos und Musikdateien eines iPhones gestohlen werden.

Domain-Registrare ziehen sich aus China zurück

Zwei US-Unternehmen folgen dem Beispiel Google und ziehen sich wegen der harschen Internet-Kontrollen der chinesischen Regierung aus China zurück. Beide Unternehmen, Go Daddy und Network Solutions, registrieren Internet-Domains - und müssten künftig von ihren chinesischen Kunden Fotos und andere Dokumente zur Identifikation verlangen. Damit will die dortige Regierung verhindern, dass Domains unter falschem Namen angemeldet und zur Verbreitung verbotener Inhalte missbraucht werden könnten. Zwar sei diese Entscheidung keine Reaktion auf Google, sagte eine Sprecherin von GoDaddy, doch "wir wollten kein Gehilfe der chinesischen Regierung werden."

Werbung übernimmt das Wählen

Radiowerbung mal anders: Mithilfe eines Radiospots, der nur im Internet läuft - und eine dummdreiste Idee vorführte, das Radio als tönende Wählscheibe einzusetzen. Die Idee des Spots: Wir übernehmen das Wählen für Sie, wenn sie bei uns einen Platz reservieren wollen. Ein Video sagt mehr als tausend Verwünschungen …

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Bala Clava 25.03.2010
1. Offensive: (Qualitäts-)Journalismus
Zitat von sysopDer Filesharing-Dienst Rapidshare steht unter juristischem Druck, muss härter gegen Raubkopierer vorgehen. Außerdem: Photoshop wird Retusche-Roboter, Wikileaks fühlt sich vom Pentagon verfolgt und das iPhone kann per Browser gehackt werden. Das und mehr im Überblick. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,685633,00.html
Wenn Sie nicht nur völlig erratische Second-Hand-Infos zusammentragen würden (was die Aggregatoren von Google auch können), sondern Journalist wären, ja dann könnten Sie statt zu raunen - "über Umwege" - mal ein bisschen recherchieren. Dann würde ich vielleicht auch meinen Werbeblocker temporär ausschalten und Spon ein bisschen Geld in die Kaffeekasse spülen. Und schon hätten wir alle was davon. So einfach kann Journalismus sein. Auch im Netz.
Fangio 25.03.2010
2. .
Zitat von sysopDer Filesharing-Dienst Rapidshare steht unter juristischem Druck, muss härter gegen Raubkopierer vorgehen. Außerdem: Photoshop wird Retusche-Roboter, Wikileaks fühlt sich vom Pentagon verfolgt und das iPhone kann per Browser gehackt werden. Das und mehr im Überblick. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,685633,00.html
PS 5 Vorschau – das "Content-Aware Fill Sneak Peek"-Demo bei YT (http://www.youtube.com/watch?v=NH0aEp1oDOI)
Ckorona 25.03.2010
3. Photoshop
Zitat von FangioPS 5 Vorschau – das "Content-Aware Fill Sneak Peek"-Demo bei YT (http://www.youtube.com/watch?v=NH0aEp1oDOI)
Danke, genau das hab ich verzweifelt gesucht nach dem Lesen des Artikels.
tylerdurdenvolland 26.03.2010
4. ...
Zitat von Bala ClavaWenn Sie nicht nur völlig erratische Second-Hand-Infos zusammentragen würden (was die Aggregatoren von Google auch können), sondern Journalist wären, ja dann könnten Sie statt zu raunen - "über Umwege" - mal ein bisschen recherchieren. Dann würde ich vielleicht auch meinen Werbeblocker temporär ausschalten und Spon ein bisschen Geld in die Kaffeekasse spülen. Und schon hätten wir alle was davon. So einfach kann Journalismus sein. Auch im Netz.
Ein richtiger Journalist? Beim Spiegel? Heutzutage? Wer soll denn den bezahlen? Wer lädt denn von Rapidshare? Und: Werbeblocker immer schön anlassen, bei denen die es verdienen auch mal ausschalten.... life is simple.
harrokern 26.03.2010
5. Netzwelt-Ticker: Rapidshare löscht Piraten-Konten
Lustig, da treibt man sich beim Spiegel schon auf solchen "Insider"-Seiten wie Gulli herum und schreibt dann trotzdem die *Falschmeldung* von TorrentFreak ab, vor der dort gewarnt wird (von selbst über die genauen Hintergründe recherchieren wollen wir ja mal gar nicht reden)... ---Zitat--- *Rapidshare: Fakemails sorgen für Panik Seit gestern Abend verunsichert eine Meldung zahlreiche Rapidshare-Nutzer. Es geht um E-Mails, die angeblich vom One-Click-Hoster verschickt werden. Darin wird erklärt, dass der Account wegen Urheberrechtsverletzungen gesperrt worden sei.* Gestern Abend veröffentlichten die Kollegen von TorrentFreak einen Artikel, der die User des beliebten File-Hosting Dienstes Rapidshare erschrecken ließ. Das Unternehmen würde gezielt Accounts von Uploadern sowie Downloadern sperren, die urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen oder verbreiten. Darüber hinaus würden die IP-Adressen der entsprechenden Konten gespeichert. Als Beweis für diese Behauptungen zitierte man aus einer E-Mail. Diese soll von Rapidshare an die User gesperrter Accounts geschickt worden sein. Darin heißt es: ... http://www.gulli.com/news/rapidshare-fakemails-sorgen-f-r-panik-2010-03-24 ---Zitatende--- Zum Glück hat man immerhin die "Rapidshare: Abmahnung für Bushido-Upload"-Meldung gelesen. Ist das noch "Qualitätsjournalismus" oder bereits gezielte Meinungsmache? Naja, besser nicht zu viele Worte machen - das Posting kommt ja am Ende doch nicht durch die Spiegel-Forenzensur...
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